RS Vfgh 2016/12/5 A8/2016

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 05.12.2016
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Index

62/01 Arbeitsmarktverwaltung

Norm

B-VG Art137 / sonstige Klagen
ABGB §1431
ArbeitskräfteüberlassungsG §4
AuslBG §3, §18, §28, §32a Abs6
  1. B-VG Art. 137 heute
  2. B-VG Art. 137 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 137 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 137 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  5. B-VG Art. 137 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 137 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  7. B-VG Art. 137 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  8. B-VG Art. 137 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. AuslBG § 3 heute
  2. AuslBG § 3 gültig ab 07.08.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2026
  3. AuslBG § 3 gültig von 01.10.2022 bis 06.08.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2022
  4. AuslBG § 3 gültig von 01.07.2020 bis 30.09.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  5. AuslBG § 3 gültig von 01.09.2018 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/2018
  6. AuslBG § 3 gültig von 01.10.2017 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 66/2017
  7. AuslBG § 3 gültig von 01.01.2014 bis 30.09.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2013
  8. AuslBG § 3 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2011
  9. AuslBG § 3 gültig von 27.06.2006 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2006
  10. AuslBG § 3 gültig von 01.01.2006 bis 26.06.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2005
  11. AuslBG § 3 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2002
  12. AuslBG § 3 gültig von 01.07.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2002
  13. AuslBG § 3 gültig von 24.08.2001 bis 30.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2001
  14. AuslBG § 3 gültig von 01.01.1998 bis 23.08.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/1997
  15. AuslBG § 3 gültig von 02.06.1996 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 201/1996
  16. AuslBG § 3 gültig von 01.06.1996 bis 01.06.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 895/1995
  17. AuslBG § 3 gültig von 01.07.1994 bis 31.05.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 314/1994
  18. AuslBG § 3 gültig von 01.01.1994 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 475/1992

Leitsatz

Zurückweisung einer Klage gegen den Bund auf Rückerstattung von Verwaltungsstrafen nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz; Unzulässigkeit eines auf ungerechtfertigte Bereicherung gestützten Klagebegehrens im Hinblick auf die dem Rechtsbestand weiterhin angehörenden Strafbescheide; auch keine Zulässigkeit einer Staatshaftungsklage mangels Darlegung eines qualifizierten Verstoßes des VwGH gegen Unionsrecht

Rechtssatz

Die (in Ungarn ansässige) M Gesellschaft behauptet in ihrer Klage - ohne dies durch Bescheinigungsmittel zu belegen -, dass sie auf Grund einer Vereinbarung zwischen ihr und der A GmbH dazu verpflichtet gewesen sei, Verwaltungsstrafen, die über die A GmbH verhängt würden, dieser oder deren Organen zu ersetzen.

Die Strafbescheide, auf Grund derer die Strafzahlungen geleistet wurden, gehören jedoch nach wie vor dem Rechtsbestand an. Der VfGH hat aus Anlass eines geltend gemachten Bereicherungsanspruches nur zu prüfen, ob auf Grund eines mittlerweile aus der Rechtsordnung beseitigten oder eines rechtlich nie in Wirksamkeit getretenen Titels bei der beklagten Partei der Rechtsgrund, Strafgelder zu behalten, nicht entstanden oder nachträglich weggefallen ist. Hingegen hat der VfGH unter dem Rechtsgrund der ungerechtfertigten Bereicherung im Verfahren nach Art137 B-VG nicht zu untersuchen, ob die ordnungsgemäß erlassenen Strafbescheide gegen Unionsrecht verstoßen.

Entgegen der Behauptung der klagenden Gesellschaft hat sich der Verwaltungsgerichtshof insoweit mit der unionsrechtlichen Rechtslage und der Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europäischen Union auseinandergesetzt, als er im Erkenntnis vom 22.03.2012, 2011/09/0188, 0189, ausdrücklich auf das Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Union vom 10.02.2011, Rs C-307/09 bis C-309/09, Vicoplus, hingewiesen hat, durch welches der Verwaltungsgerichtshof die unionsrechtlichen Fragen - freilich mit einem anderen Ergebnis, als dies die klagende Partei verstanden wissen möchte - als geklärt angesehen hat. Dass diese Auffassung unvertretbar wäre, wird in der Klage nicht substantiiert behauptet.

Die klagende Partei übersieht aber auch den Umstand, dass der Gerichtshof der Europäischen Union den ihm präsentierten Sachverhalt nicht endgültig beurteilt, sondern sich mit dem Hinweis auf die allgemeinen Grundsätze bei der Abgrenzung der Entsendung von Arbeitskräften von der Arbeitskräfteüberlassung begnügt hat, von denen der Verwaltungsgerichtshof mit Hinweis auf die Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europäischen Union aber ohnehin ausgegangen ist.

Entscheidungstexte

  • A8/2016
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 05.12.2016 A8/2016

Schlagworte

VfGH / Klagen, Bereicherung, Staatshaftung, Arbeitsrecht, Arbeitskräfteüberlassung, Ausländerbeschäftigung, Strafe (Verwaltungsstrafrecht), EU-Recht, VfGH / Zuständigkeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2016:A8.2016

Zuletzt aktualisiert am

26.01.2017
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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