TE Vfgh Beschluss 2023/6/12 G161/2023

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Veröffentlicht am 12.06.2023
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Index

22/02 Zivilprozessordnung

Norm

B-VG Art140 Abs1 Z1 litd
ZPO §128 Abs1, §222 Abs1, §222 Abs2, §505 Abs2, §507a Abs1, §508 Abs2
VfGG §7 Abs2
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung eines aus Anlass der Entscheidung des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien gestellten Parteiantrags auf Aufhebung von Bestimmungen der ZPO; Entscheidung über den im Rechtsmittelverfahren gestellten Antrag auf Fristerstreckung ist keine in erster Instanz entschiedene Rechtssache

Spruch

Der Antrag wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung

1. Der Antragsteller ist Kläger in einem Schadenersatzprozess vor dem Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien. Mit Teilurteil vom 13. Oktober 2021, 57 Cg 121/19m, gab das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien dem Klagebegehren des Antragstellers in Höhe von € 893,34 – samt 4 % Zinsen seit dem 8. März 2016 – statt. Das Mehrbegehren wurde hingegen abgewiesen.

2. Gegen den klagsabweisenden Ausspruch dieses Teilurteiles erhob der Antragsteller Berufung an das Oberlandesgericht Wien. Mit Teilurteil vom 30. Dezember 2022, 13 R 205/21v, gab das Oberlandesgericht Wien der Berufung nur zum Teil Folge.

3. Aus Anlass dieser Entscheidung des Oberlandesgerichtes Wien erhob der Antragsteller einerseits einen Parteiantrag auf Normenkontrolle, den der Verfassungsgerichtshof mit Beschluss vom 27. Februar 2023, G110/2023, zurückwies. Der Antragsteller habe den Parteiantrag aus Anlass der Entscheidung des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht erhoben; damit habe er keinen Antrag aus Anlass einer von einem ordentlichen Gericht in erster Instanz entschiedenen Rechtssache im Sinne des Art140 Abs1 Z1 litd B-VG gestellt.

Andererseits stellte der Antragsteller einen Antrag auf Erstreckung der Frist zur Erhebung einer Revision an den Obersten Gerichtshof. Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien wies diesen Antrag mit Beschluss vom 2. März 2023 zurück. Aus Anlass dieses Beschlusses des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien stellt der Antragsteller (neuerlich) den vorliegenden Antrag gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG.

4. Gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG erkennt der Verfassungsgerichtshof über die Verfassungswidrigkeit von Gesetzen "auf Antrag einer Person, die als Partei einer von einem ordentlichen Gericht in erster Instanz entschiedenen Rechtssache wegen Anwendung eines verfassungswidrigen Gesetzes in ihren Rechten verletzt zu sein behauptet, aus Anlass eines gegen diese Entscheidung erhobenen Rechtsmittels".

5. Der Antrag ist nicht zulässig.

6. Der Antragsteller hat den vorliegenden Antrag aus Anlass der Zurückweisung eines Antrages auf Erstreckung der Frist zur Erhebung einer Revision an den Obersten Gerichtshof – und damit im Rahmen des Rechtsmittelverfahrens – gestellt. Damit hat er keinen Antrag aus Anlass einer von einem ordentlichen Gericht in erster Instanz entschiedenen Rechtssache im Sinne des Art140 Abs1 Z1 litd B-VG gestellt (vgl zB VfGH 2.7.2015, G121/2015; 14.6.2016, G378/2015; 22.6.2021, G77/2021; 1.3.2022, G370/2021).6. Der Antragsteller hat den vorliegenden Antrag aus Anlass der Zurückweisung eines Antrages auf Erstreckung der Frist zur Erhebung einer Revision an den Obersten Gerichtshof – und damit im Rahmen des Rechtsmittelverfahrens – gestellt. Damit hat er keinen Antrag aus Anlass einer von einem ordentlichen Gericht in erster Instanz entschiedenen Rechtssache im Sinne des Art140 Abs1 Z1 litd B-VG gestellt vergleiche zB VfGH 2.7.2015, G121/2015; 14.6.2016, G378/2015; 22.6.2021, G77/2021; 1.3.2022, G370/2021).

7. Der Antrag ist daher schon aus diesem Grund gemäß §19 Abs3 Z2 lite VfGG in nichtöffentlicher Sitzung als unzulässig zurückzuweisen, ohne dass auf das Vorliegen der weiteren Prozessvoraussetzungen einzugehen ist.

Schlagworte

VfGH / Parteiantrag, Zivilprozess, Landesgericht, VfGH / Zuständigkeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2023:G161.2023

Zuletzt aktualisiert am

29.11.2023
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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