RS Vfgh 2023/10/4 KI4/2022 ua

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 04.10.2023
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Index

82/02 Gesundheitsrecht allgemein
10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art138 Abs1 Z2
2. COVID-19-HochschulG §1, §2, §3
JN §1, §42
VfGG §7 Abs2, §46
  1. B-VG Art. 138 heute
  2. B-VG Art. 138 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 138 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  4. B-VG Art. 138 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  5. B-VG Art. 138 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  6. B-VG Art. 138 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung eines Antrags auf Entscheidung eines verneinenden Kompetenzkonflikts zwischen dem BG Leopoldstadt und dem BVwG mangels Vorliegens der Voraussetzungen; Zurückweisung des Parteiantrags auf Aufhebung (von Bestimmungen) des 2. COVID-19-HochschulG mangels Legitimation

Rechtssatz

Das Rektorat der Wirtschaftsuniversität Wien hat den Feststellungsantrag der Antragstellerin im Wesentlichen mit der Begründung zurückgewiesen, dass nicht ersichtlich sei, worin im vorliegenden Fall das rechtliche Interesse liegen solle, da kein strittiges Rechtsverhältnis klargestellt werden müsse und die Antragstellerin dazu auch keine weiteren Ausführungen getroffen habe. Das BVwG hat diese Rechtsauffassung bestätigt und die gegen den Bescheid des Rektorates erhobene Beschwerde als unbegründet abgewiesen. Das Rektorat der Wirtschaftsuniversität Wien und (in der Folge) das BVwG haben damit nicht schlechthin ihre Zuständigkeit, sondern bloß die Voraussetzungen für die - nur ausnahmsweise zulässige - Erlangung eines Feststellungsbescheides verneint. Aus diesem Grund liegen die Voraussetzungen für einen verneinenden Kompetenzkonflikt sowie eine Zuständigkeit des VfGH nicht vor.

Die angefochtene Bestimmung bildet keine Voraussetzung der Entscheidung des ordentlichen Gerichtes im Anlassfall iSd Art140 Abs1 Z1 litd B-VG. Das Erstgericht hat die Klage der Antragstellerinnen zurückgewiesen, weil kein Fall des §1 JN vorliege und es der Klage daher an der Prozessvoraussetzung der Zulässigkeit des Rechtsweges mangle. Der Umstand, dass das Erstgericht das Handeln der beklagten Partei allenfalls auch im Hinblick auf §1 Abs1 2. COVID-19-HochschulG nicht als bürgerliche Rechtssache iSd §1 JN gewertet hat, bedeutet nicht, dass §1 Abs1 oder auch eine andere Bestimmung des 2. COVID-19-HochschulG vom Gericht unmittelbar angewendet wurde oder unmittelbar anzuwenden wäre.

Entscheidungstexte

  • KI4/2022 ua
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 04.10.2023 KI4/2022 ua

Schlagworte

COVID (Corona), VfGH / Kompetenzkonflikt, VfGH / Legitimation, Zuständigkeit, Feststellungsbescheid

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2023:KI4.2022

Zuletzt aktualisiert am

29.11.2023
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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