RS Vfgh 2024/6/26 E223/2024

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Veröffentlicht am 26.06.2024
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Index

41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, Asylrecht

Norm

BVG-Rassendiskriminierung ArtI Abs1
AsylG 2005 §3, §8, §10, §57
FremdenpolizeiG 2005 §46, §52, §55
VfGG §7 Abs2
  1. AsylG 2005 § 3 heute
  2. AsylG 2005 § 3 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  3. AsylG 2005 § 3 gültig von 01.06.2016 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2016
  4. AsylG 2005 § 3 gültig von 20.07.2015 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2015
  5. AsylG 2005 § 3 gültig von 01.01.2014 bis 19.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  6. AsylG 2005 § 3 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2013
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Verletzung im Recht auf Gleichbehandlung von Fremden betreffend die Abweisung eines Antrages auf internationalen Schutz eines Staatsangehörigen von Bangladesch; mangelhafte Auseinandersetzung mit der Glaubwürdigkeit der homosexuellen Orientierung

Rechtssatz

Soweit das BVwG knapp und pauschal davon ausgeht, dass eine Verfolgung des Beschwerdeführers auf Grund der Zugehörigkeit zur sozialen Gruppe der Homosexuellen nicht glaubhaft sei, weil der Beschwerdeführer zum fluchtauslösenden Ereignis widersprüchliche Angaben getätigt habe, ist die Begründung im Lichte des Akteninhaltes und der protokollierten Aussagen des Beschwerdeführers nicht tragfähig. Auch die Alternativbegründung, wonach der Beschwerdeführer "mehrfach widersprüchliche Angaben zu seinen Fluchtgründen" gemacht habe und "sein Vorbringen weder schlüssig darlegen noch durch hinreichende Beweis- oder Bescheinigungsmittel glaubhaft machen" habe können ist nicht schlüssig, zumal das BVwG nicht näher ausführt, worin es die "mehrfach widersprüchlichen Angaben" sieht und es völlig unterlässt, sich beispielsweise mit den Verletzungen des Beschwerdeführers auseinanderzusetzen.

Vor dem Hintergrund der Umstände des Falles und des seit der Erstbefragung im Wesentlichen gleichbleibenden und detaillierten Fluchtvorbringens sowie der sonstigen vom Beschwerdeführer gleichbleibenden Angaben zu seiner Person, vermag das BVwG die Unglaubwürdigkeit des Fluchtvorbringens nicht substantiiert zu begründen.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Asylrecht, Entscheidungsbegründung, Homosexualität, Ermittlungsverfahren, Rückkehrentscheidung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2024:E223.2024

Zuletzt aktualisiert am

25.09.2024
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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