TE Vfgh Beschluss 2025/11/27 G142/2025

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Veröffentlicht am 27.11.2025
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Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art140 Abs1 Z1 litd
BudgetbegleitG 2011 Art38 Z7, Art38 Z8
ZPO §524 Abs2
VfGG §7 Abs2
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. ZPO § 524 heute
  2. ZPO § 524 gültig ab 31.07.1929 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung eines Parteiantrags mangels Vorliegens einer in erster Instanz entschiedenen Rechtssache

Spruch

Der Antrag wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung

I. Anlassverfahren und Antrag römisch eins. Anlassverfahren und Antrag

Die Berufung des Antragstellers gegen das Urteil vom 30. Juni 2025 wurde vom Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien mit Beschluss vom 4. September 2025 wegen Verspätung zurückgewiesen. Gegen diesen Beschluss erhob der Antragsteller Rekurs an das Oberlandesgericht Wien. Mit diesem Rekurs verband der Antragsteller einen Antrag gemäß §524 Abs2 ZPO, der vom Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien mit Beschluss vom 12. September 2025 als Antrag, dem Rekurs aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, abgewiesen wurde.

Aus Anlass des gegen diesen Beschluss erhobenen Rekurses stellt der Antragsteller den vorliegenden auf Art140 (Abs1 Z1 litd) B-VG gestützten Antrag, näher bezeichnete "Regelungen des BGBl I Nummer 111/2010" als verfassungswidrig aufzuheben.Aus Anlass des gegen diesen Beschluss erhobenen Rekurses stellt der Antragsteller den vorliegenden auf Art140 (Abs1 Z1 litd) B-VG gestützten Antrag, näher bezeichnete "Regelungen des BGBl römisch eins Nummer 111/2010" als verfassungswidrig aufzuheben.

II. Zur Zulässigkeitrömisch zwei. Zur Zulässigkeit

1. Gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG erkennt der

Verfassungsgerichtshof über die Verfassungswidrigkeit von Gesetzen "auf Antrag einer Person, die als Partei einer von einem ordentlichen Gericht in erster Instanz entschiedenen Rechtssache wegen Anwendung eines verfassungswidrigen Gesetzes in ihren Rechten verletzt zu sein behauptet, aus Anlass eines gegen diese Entscheidung erhobenen Rechtsmittels". Voraussetzung eines Parteiantrages auf Normenkontrolle ist demnach die Einbringung eines Rechtsmittels in einer "in erster Instanz entschiedenen Rechtssache", somit eines Rechtsmittels gegen eine die Rechtssache erledigende Entscheidung erster Instanz (vgl nur VfSlg 20.581/2022; VfGH 25.2.2019, G7/2019).Verfassungsgerichtshof über die Verfassungswidrigkeit von Gesetzen "auf Antrag einer Person, die als Partei einer von einem ordentlichen Gericht in erster Instanz entschiedenen Rechtssache wegen Anwendung eines verfassungswidrigen Gesetzes in ihren Rechten verletzt zu sein behauptet, aus Anlass eines gegen diese Entscheidung erhobenen Rechtsmittels". Voraussetzung eines Parteiantrages auf Normenkontrolle ist demnach die Einbringung eines Rechtsmittels in einer "in erster Instanz entschiedenen Rechtssache", somit eines Rechtsmittels gegen eine die Rechtssache erledigende Entscheidung erster Instanz vergleiche nur VfSlg 20.581 aus 2022,; VfGH 25.2.2019, G7/2019).

2. Der Beschluss des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 12. September 2025 ist keine solche Entscheidung, durch die eine Rechtssache in erster Instanz erledigt wurde; der Beschluss ist vielmehr eine im Rahmen des Rekursverfahrens getroffene Entscheidung, aus deren Anlass die Erhebung eines Antrages gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG nicht zulässig ist (vgl VfGH 1.3.2022, G370/2021; 12.9.2025, G102/2025).2. Der Beschluss des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 12. September 2025 ist keine solche Entscheidung, durch die eine Rechtssache in erster Instanz erledigt wurde; der Beschluss ist vielmehr eine im Rahmen des Rekursverfahrens getroffene Entscheidung, aus deren Anlass die Erhebung eines Antrages gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG nicht zulässig ist vergleiche VfGH 1.3.2022, G370/2021; 12.9.2025, G102/2025).

Dem Antragsteller fehlt demnach die Legitimation zur Antragstellung gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG. Der Antrag war daher schon aus diesem Grund zurückzuweisen.

3. Dieser Beschluss konnte gemäß §19 Abs3 Z2 lite VfGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung gefasst werden.

Schlagworte

VfGH / Parteiantrag, VfGH / Zuständigkeit, Landesgericht, Zivilprozess

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2025:G142.2025

Zuletzt aktualisiert am

17.12.2025
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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