Index
41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, AsylrechtNorm
EMRK Art8Leitsatz
Verletzung im Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens betreffend die Erlassung von Rückkehrentscheidungen an zwei Staatsangehörige der russischen Föderation; unzureichende Auseinandersetzung mit der Trennung des minderjährigen Beschwerdeführers von seinem VaterRechtssatz
Das BVwG stellt fest, dass die Beschwerdeführerin mit einem in Österreich auf Grund einer "Rot-Weiß-Rot-Karte plus" aufenthaltsberechtigten Staatsangehörigen der Russischen Föderation verheiratet sei, der minderjährige Beschwerdeführer sei der gemeinsame Sohn. Darüber hinausgehende Feststellungen zur Intensität und konkreten Ausgestaltung des Familienlebens – insbesondere zwischen dem minderjährigen Beschwerdeführer und seinem Vater – trifft das BVwG nicht. Es befragte die Beschwerdeführerin hiezu auch nicht in der mündlichen Verhandlung. In der rechtlichen Beurteilung hält das BVwG fest, dass es ihrem Ehemann nach den Angaben der Beschwerdeführerin möglich gewesen sei, diese in ihrem Heimatland zu besuchen, und das Aufenthaltsrecht des minderjährigen Beschwerdeführers lediglich auf der Stellung eines Asylantrages beruhe. Auf Grund dessen werde nicht in das Familienleben eingegriffen.
Entscheidungstexte
Schlagworte
Asylrecht, Kinder, Ermittlungsverfahren, Entscheidungsbegründung, Verhältnismäßigkeit, Privat- und Familienleben, RückkehrentscheidungEuropean Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VFGH:2026:E3833.2025Zuletzt aktualisiert am
20.08.2026