RS Vwgh 1957/5/14 2578/55

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.05.1957
beobachten
merken

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
50/01 Gewerbeordnung

Norm

AVG §76 Abs1;
AVG §76 Abs2;
AVG §76 Abs3;
AVG §76 Abs4;
AVG §8;
GewO 1859 §25;
GewO 1859 §32;
  1. AVG § 76 heute
  2. AVG § 76 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  6. AVG § 76 gültig von 18.08.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  7. AVG § 76 gültig von 01.01.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  8. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  9. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  10. AVG § 76 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  11. AVG § 76 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 76 heute
  2. AVG § 76 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  6. AVG § 76 gültig von 18.08.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  7. AVG § 76 gültig von 01.01.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  8. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  9. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  10. AVG § 76 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  11. AVG § 76 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 76 heute
  2. AVG § 76 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  6. AVG § 76 gültig von 18.08.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  7. AVG § 76 gültig von 01.01.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  8. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  9. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  10. AVG § 76 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  11. AVG § 76 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 76 heute
  2. AVG § 76 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  6. AVG § 76 gültig von 18.08.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  7. AVG § 76 gültig von 01.01.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  8. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  9. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  10. AVG § 76 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  11. AVG § 76 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Rechtssatz

Die Erhebung einer Berufung ist jedenfalls nicht so zu werten, als ob mit ihr ein die Rechtsfolgen des § 76 Abs 1 AVG 1950 nach sich ziehender Antrag auf Durchführung von Barauslagen verursachender Amtshandlungen durch die Berufungsbehörde verbunden wäre. Dies würde dem Wesen des Rechtsmittels als einem dem Rechtsschutzbedürfnis dienenden Institut der rechtsstaatlichen Verwaltung, das zum Zweck der Überprüfung verwaltungsbehördlicher Bescheide jeder Partei nach Maßgabe der verwaltungsrechtlichen Vorschriften unter den gleichen Bedingungen zustehen muß, widerstreiten. So kann es nicht als zulässig erachtet werden, einer Partei, die zur Wahrung ihres Rechtes Berufung erhoben hat und mit ihrem Rechtsstandpunkt in sachlicher Hinsicht auch vollständig durchgedrungen ist, nur aus dem Grunde, weil sie Berufung erhoben hat, der Behörde allenfalls erwachsene Kosten aufzuerlegen (vgl. auch das bei Mannlicher, Das Verwaltungsverfahren, 6. Auflage, S. 769 (76, 4 a) auszugsweise abgedruckte Erkenntnis des VwGH vom 30. April 1932, Z. A 80/31). Anders verhält es sich freilich, wenn das Vorbrigen eines Berufungswerbers, das den Grund für die Durchführung von Barauslagen verursachenden Amtshandlungen gebildet hatte, sich in der Folge als nicht stichhältig erweist. Gewiß kann auch in diesem Fall das entscheidende Merkaml nicht darin gefunden werden, daß Berufung erhoben worden ist. Maßgebend ist vielmehr der Inhalt des Vorbringens des Berufungswerbers, sei es in der Berufung, sei es im Verlauf des Berufungsverfahrens. Handelt es sich hiebei um ein Vorbringen tatsächlich Art, dessen Richtigkeit nur mittels Barauslagen verursachender Amthandlungen (oder eine Amtshandlung außerhalb des Amtes) geklärt werden kann, so ist ein solches Vorbrigen im Hinblick darauf, daß im Verwaltungsverfahren, soweit die Verwaltungsvorschriften nicht ausdrücklich anderes vorsehen, ganz allgemein der Grundsatz der Formlosigkeit gilt, nicht anders zu beurteilen, als ob ein förmlicher Antrag auf Durchführung derartiger Amtshandlungen gestellt worden wäre.Die Erhebung einer Berufung ist jedenfalls nicht so zu werten, als ob mit ihr ein die Rechtsfolgen des Paragraph 76, Absatz eins, AVG 1950 nach sich ziehender Antrag auf Durchführung von Barauslagen verursachender Amtshandlungen durch die Berufungsbehörde verbunden wäre. Dies würde dem Wesen des Rechtsmittels als einem dem Rechtsschutzbedürfnis dienenden Institut der rechtsstaatlichen Verwaltung, das zum Zweck der Überprüfung verwaltungsbehördlicher Bescheide jeder Partei nach Maßgabe der verwaltungsrechtlichen Vorschriften unter den gleichen Bedingungen zustehen muß, widerstreiten. So kann es nicht als zulässig erachtet werden, einer Partei, die zur Wahrung ihres Rechtes Berufung erhoben hat und mit ihrem Rechtsstandpunkt in sachlicher Hinsicht auch vollständig durchgedrungen ist, nur aus dem Grunde, weil sie Berufung erhoben hat, der Behörde allenfalls erwachsene Kosten aufzuerlegen vergleiche auch das bei Mannlicher, Das Verwaltungsverfahren, 6. Auflage, S. 769 (76, 4 a) auszugsweise abgedruckte Erkenntnis des VwGH vom 30. April 1932, Z. A 80/31). Anders verhält es sich freilich, wenn das Vorbrigen eines Berufungswerbers, das den Grund für die Durchführung von Barauslagen verursachenden Amtshandlungen gebildet hatte, sich in der Folge als nicht stichhältig erweist. Gewiß kann auch in diesem Fall das entscheidende Merkaml nicht darin gefunden werden, daß Berufung erhoben worden ist. Maßgebend ist vielmehr der Inhalt des Vorbringens des Berufungswerbers, sei es in der Berufung, sei es im Verlauf des Berufungsverfahrens. Handelt es sich hiebei um ein Vorbringen tatsächlich Art, dessen Richtigkeit nur mittels Barauslagen verursachender Amthandlungen (oder eine Amtshandlung außerhalb des Amtes) geklärt werden kann, so ist ein solches Vorbrigen im Hinblick darauf, daß im Verwaltungsverfahren, soweit die Verwaltungsvorschriften nicht ausdrücklich anderes vorsehen, ganz allgemein der Grundsatz der Formlosigkeit gilt, nicht anders zu beurteilen, als ob ein förmlicher Antrag auf Durchführung derartiger Amtshandlungen gestellt worden wäre.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1957:1955002578.X04

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

20.09.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten