RS Vwgh 1968/6/26 0069/67

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Veröffentlicht am 26.06.1968
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

B-VG Art89 Abs4;
VStG §1 Abs1;
VStG §1 Abs2;
VStG §5 Abs1;
VStG §5 Abs2;
VwGG §41 Abs1;
  1. B-VG Art. 89 heute
  2. B-VG Art. 89 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 89 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 89 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 89 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  6. B-VG Art. 89 gültig von 07.04.1964 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 59/1964
  7. B-VG Art. 89 gültig von 19.12.1945 bis 06.04.1964 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  8. B-VG Art. 89 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 41 heute
  2. VwGG § 41 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 41 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 41 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. VwGG § 41 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 41 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Beachte

y27910; yk28401; yk28902

Rechtssatz

Im Falle der (rückwirkenden) Aufhebung einer Strafbefreiungsbestimmung (hier: § 1 Abs 2 lit c der LadenschlussV Vlbg, LGBl 6/1959 idF der Verordnung LGBl 1961/20) durch ein Erkenntnis des VfGH muss dem Beschuldigten, dessen Beschwerde nach Art 144 B-VG den VfGH zur Aufhebung dieser Bestimmung veranlasste, hinsichtlich der Nichtgeltung dieser aufgehobenen Ausnahmeregelung im Zeitpunkt der Tat eine unverschuldete Unkenntnis zugebilligt werden. Ein Verschulden iSd § 5 VStG kann dem Beschuldigten aber nur dann nicht zur Last gelegt werden, wenn sich dieser unter Annahme der Geltung der Ausnahmeregelung im Zeitpunkt der Tat wenigstens im Guten Glauben auf diese Regelung berufen konnte.Im Falle der (rückwirkenden) Aufhebung einer Strafbefreiungsbestimmung (hier: Paragraph eins, Absatz 2, Litera c, der LadenschlussV Vlbg, Landesgesetzblatt 6 aus 1959, in der Fassung der Verordnung LGBl 1961/20) durch ein Erkenntnis des VfGH muss dem Beschuldigten, dessen Beschwerde nach Artikel 144, B-VG den VfGH zur Aufhebung dieser Bestimmung veranlasste, hinsichtlich der Nichtgeltung dieser aufgehobenen Ausnahmeregelung im Zeitpunkt der Tat eine unverschuldete Unkenntnis zugebilligt werden. Ein Verschulden iSd Paragraph 5, VStG kann dem Beschuldigten aber nur dann nicht zur Last gelegt werden, wenn sich dieser unter Annahme der Geltung der Ausnahmeregelung im Zeitpunkt der Tat wenigstens im Guten Glauben auf diese Regelung berufen konnte.

*

E 26.6.1968, 69/67 #1 VwSlg 7377 A/1968

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1968:1967000069.X01

Im RIS seit

12.12.2001
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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