RS Vwgh 1975/11/4 1070/75

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 04.11.1975
beobachten
merken

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/02 Ämter der Landesregierungen

Norm

AdLRegOrgG 1925 §3 Abs1;
AdLRegOrgG 1925 §3 Abs3;
B-VG Art101;
B-VG Art103 Abs2;
B-VG Art119a Abs5 impl;
  1. B-VG Art. 103 heute
  2. B-VG Art. 103 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 103 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 103 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  5. B-VG Art. 103 gültig von 01.01.1995 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  6. B-VG Art. 103 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  7. B-VG Art. 103 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  8. B-VG Art. 103 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 119a heute
  2. B-VG Art. 119a gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 119a gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 119a gültig von 01.01.1985 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  5. B-VG Art. 119a gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2000/74 E VS 20. Mai 1975 VwSlg 8827 A/1975 RS 1

Stammrechtssatz

Sieht im Zusammenhang mit § 3 Abs 1 des BVG, betreffend die Grundsätze für die Errichtung und Geschäftsführung der Ämter der Landesregierungen außer Wien, BGBl Nr 289/1925, eine Landesverfassung, wie dies in der Stmk Landesverfassung (§ 30) zutrifft, vor, dass in der Geschäftsordnung der Landesregierung, abweichend vom Art 101 B-VG, die oberste Landesvollziehung auch nach dem Ministerialsystem von einem Mitglied der Landesregierung in deren Namen geführt werden kann, so muss diese Geschäftsordnung als Rechtsverordnung im Landesgesetzblatt kundgemacht werden, um rechtsverbindlich zu sein. Unterbleibt aber eine solche Kundmachung, dann bedarf jede Entscheidung in oberster Instanz der Landesvollziehung der kollegialen Beschlussfassung der Landesregierung. Eine bei dieser Rechtslage nur von einem Mitglied der Landesregierung in der Namen gefällte Entscheidung ist als von einer unzuständigen Behörde erlassen anzusehen.Sieht im Zusammenhang mit Paragraph 3, Absatz eins, des BVG, betreffend die Grundsätze für die Errichtung und Geschäftsführung der Ämter der Landesregierungen außer Wien, Bundesgesetzblatt Nr 289 aus 1925,, eine Landesverfassung, wie dies in der Stmk Landesverfassung (Paragraph 30,) zutrifft, vor, dass in der Geschäftsordnung der Landesregierung, abweichend vom Artikel 101, B-VG, die oberste Landesvollziehung auch nach dem Ministerialsystem von einem Mitglied der Landesregierung in deren Namen geführt werden kann, so muss diese Geschäftsordnung als Rechtsverordnung im Landesgesetzblatt kundgemacht werden, um rechtsverbindlich zu sein. Unterbleibt aber eine solche Kundmachung, dann bedarf jede Entscheidung in oberster Instanz der Landesvollziehung der kollegialen Beschlussfassung der Landesregierung. Eine bei dieser Rechtslage nur von einem Mitglied der Landesregierung in der Namen gefällte Entscheidung ist als von einer unzuständigen Behörde erlassen anzusehen.

Schlagworte

Zuständigkeit der Vorstellungsbehörde Verhältnis zwischen gemeindebehördlichem Verfahren und Vorstellungsverfahren Rechtsstellung der Gemeinde im Vorstellungsverfahren

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1975:1975001070.X01

Im RIS seit

04.03.2003
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten