RS Vwgh 1981/2/24 3200/80

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.02.1981
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Index

20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

ABGB §1294;
AVG §63 Abs1 impl;
AVG §66 Abs4 impl;
AVG §76;
  1. AVG § 63 heute
  2. AVG § 63 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 63 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 686/1994
  6. AVG § 63 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 76 heute
  2. AVG § 76 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  6. AVG § 76 gültig von 18.08.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  7. AVG § 76 gültig von 01.01.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  8. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  9. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  10. AVG § 76 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  11. AVG § 76 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Rechtssatz

Gem § 76 Abs 1 AVG 1950 trifft die Pflicht zur Tragung der Kosten einer Amtshandlung den Ansuchenden nur dann, wenn er im Zeitpunkt seines Ansuchens im Sinne des § 8 AVG 1950 Partei des Verwaltungsverfahrens ist, in dessen Verlauf die Amtshandlung durchgeführt wurde. Bei dem nach § 76 AVG 1950 für eine Kostenersatzpflicht erforderlichen Verschulden handelt es sich um ein Verschulden iSd § 1294 ABGB. Das die belangte Behörde erst auf Grund eines Rechtsmittels zu dem Ergebnis gelangen konnte, dass eine Beeinträchtigung von Rechten des Rechtsmittelwerbers nicht vorliegt und er daher nicht Partei des Verwaltungsverfahrens ist, stellt zwar einen Kausalzusammenhang zwischen diesem Rechtsmittel und einer im Berufungsverfahren abgehaltenen Verhandlung her, kann aber nicht als Verschulden des Rechtsmittelwerbers iS des § 76 AVG 1950 gewertet werden (Berufungswerber ist mit Antragsteller für eine wasserrechtl. Bewilligung nicht identisch). (Hinweis auf E 25.10.1963, 1613/62, VwSlg 6129 A/1963, E 30.1.1964, 1841/62 und E 1.4.1970, 1145/69).Gem Paragraph 76, Absatz eins, AVG 1950 trifft die Pflicht zur Tragung der Kosten einer Amtshandlung den Ansuchenden nur dann, wenn er im Zeitpunkt seines Ansuchens im Sinne des Paragraph 8, AVG 1950 Partei des Verwaltungsverfahrens ist, in dessen Verlauf die Amtshandlung durchgeführt wurde. Bei dem nach Paragraph 76, AVG 1950 für eine Kostenersatzpflicht erforderlichen Verschulden handelt es sich um ein Verschulden iSd Paragraph 1294, ABGB. Das die belangte Behörde erst auf Grund eines Rechtsmittels zu dem Ergebnis gelangen konnte, dass eine Beeinträchtigung von Rechten des Rechtsmittelwerbers nicht vorliegt und er daher nicht Partei des Verwaltungsverfahrens ist, stellt zwar einen Kausalzusammenhang zwischen diesem Rechtsmittel und einer im Berufungsverfahren abgehaltenen Verhandlung her, kann aber nicht als Verschulden des Rechtsmittelwerbers iS des Paragraph 76, AVG 1950 gewertet werden (Berufungswerber ist mit Antragsteller für eine wasserrechtl. Bewilligung nicht identisch). (Hinweis auf E 25.10.1963, 1613/62, VwSlg 6129 A/1963, E 30.1.1964, 1841/62 und E 1.4.1970, 1145/69).

Schlagworte

Berufungsrecht Diverses Verhältnis zu anderen Materien und Normen Diverses

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1981:1980003200.X01

Im RIS seit

17.03.2004
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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