RS Vwgh 1982/11/17 82/03/0262

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 17.11.1982
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Index

90/01 Straßenverkehrsordnung

Norm

StVO 1960 §99 Abs6 litc;
  1. StVO 1960 § 99 heute
  2. StVO 1960 § 99 gültig ab 30.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.2026 bis 29.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  4. StVO 1960 § 99 gültig von 01.03.2024 bis 30.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2023
  5. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2021 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  6. StVO 1960 § 99 gültig von 31.03.2013 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  7. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2012 bis 30.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  8. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2012 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2011
  9. StVO 1960 § 99 gültig von 31.05.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2011
  10. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2009 bis 30.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2009
  11. StVO 1960 § 99 gültig von 26.03.2009 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2009
  12. StVO 1960 § 99 gültig von 02.04.2005 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  13. StVO 1960 § 99 gültig von 25.05.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  14. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2002 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2002
  15. StVO 1960 § 99 gültig von 24.07.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/1999
  16. StVO 1960 § 99 gültig von 22.07.1998 bis 23.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  17. StVO 1960 § 99 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/1998
  18. StVO 1960 § 99 gültig von 28.01.1997 bis 05.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/1997
  19. StVO 1960 § 99 gültig von 01.10.1994 bis 27.01.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  20. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.1986 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 81/03/0073 E 3. März 1982 VwSlg 10667 A/1982 RS 1

Stammrechtssatz

Wird ein Beschuldigter, der durch einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung einen anderen fahrlässig am Körper leicht verletzt hat, vom Gericht nur deshalb freigesprochen, weil der Verletzte mit ihm verwandt war und kein schweres Verschulden vorlag (§ 88 Abs 2 Z 1 StGB), so liegt keine in die Zuständigkeit der Gerichte fallende Handlung im Sinne des § 99 Abs 6 lit c StVO vor; es sind also die Verwaltungsstrafbehörden zur Ahndung der Übertretung der Straßenverkehrsordnung berufen. Die vom Erkenntnis vom 13. März 1974, VwSlg 8571 A/1974 zu § 431 StG in der Fassung des Strafrechtsänderungsgesetzes 1971 erarbeiteten Rechtssätze sind auch auf die Rechtslage nach dem Strafgesetzbuch anzuwenden, weil in diesem die Wendungen "ist nicht zu bestrafen, ist nicht strafbar" auch einen Mangel am Tatbestand - nicht aber einen Strafausschließungsgrund im engeren Sinn - bedeuten können.Wird ein Beschuldigter, der durch einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung einen anderen fahrlässig am Körper leicht verletzt hat, vom Gericht nur deshalb freigesprochen, weil der Verletzte mit ihm verwandt war und kein schweres Verschulden vorlag (Paragraph 88, Absatz 2, Ziffer eins, StGB), so liegt keine in die Zuständigkeit der Gerichte fallende Handlung im Sinne des Paragraph 99, Absatz 6, Litera c, StVO vor; es sind also die Verwaltungsstrafbehörden zur Ahndung der Übertretung der Straßenverkehrsordnung berufen. Die vom Erkenntnis vom 13. März 1974, VwSlg 8571 A/1974 zu Paragraph 431, StG in der Fassung des Strafrechtsänderungsgesetzes 1971 erarbeiteten Rechtssätze sind auch auf die Rechtslage nach dem Strafgesetzbuch anzuwenden, weil in diesem die Wendungen "ist nicht zu bestrafen, ist nicht strafbar" auch einen Mangel am Tatbestand - nicht aber einen Strafausschließungsgrund im engeren Sinn - bedeuten können.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1982:1982030262.X01

Im RIS seit

13.05.2004
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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