TE Vfgh Erkenntnis 1985/10/17 B854/84

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Veröffentlicht am 17.10.1985
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Index

65 Pensionsrecht für Bundesbedienstete
65/01 Allgemeines Pensionsrecht

Norm

ASVG §308
ASVG §308 Abs1 lita
PG 1965 §56
  1. ASVG § 308 heute
  2. ASVG § 308 gültig ab 01.02.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2016
  3. ASVG § 308 gültig von 01.01.2016 bis 31.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 162/2015
  4. ASVG § 308 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2013
  5. ASVG § 308 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  6. ASVG § 308 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  7. ASVG § 308 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2003
  8. ASVG § 308 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/2002
  9. ASVG § 308 gültig von 01.07.1996 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 201/1996
  1. ASVG § 308 heute
  2. ASVG § 308 gültig ab 01.02.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2016
  3. ASVG § 308 gültig von 01.01.2016 bis 31.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 162/2015
  4. ASVG § 308 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2013
  5. ASVG § 308 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  6. ASVG § 308 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  7. ASVG § 308 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2003
  8. ASVG § 308 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/2002
  9. ASVG § 308 gültig von 01.07.1996 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 201/1996
  1. PG 1965 § 56 heute
  2. PG 1965 § 56 gültig ab 12.02.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2015
  3. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.2012 bis 11.02.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/2011
  4. PG 1965 § 56 gültig von 31.12.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.2004 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 176/2004
  6. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2003
  7. PG 1965 § 56 gültig von 31.12.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2003
  8. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.2003 bis 30.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  9. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  10. PG 1965 § 56 gültig von 01.08.2001 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2001
  11. PG 1965 § 56 gültig von 01.10.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2001
  12. PG 1965 § 56 gültig von 01.10.2000 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  13. PG 1965 § 56 gültig von 01.10.2000 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2000
  14. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.2000 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2000
  15. PG 1965 § 56 gültig von 01.10.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  16. PG 1965 § 56 gültig von 01.03.1998 bis 30.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  17. PG 1965 § 56 gültig von 01.03.1998 bis 28.02.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/1997
  18. PG 1965 § 56 gültig von 01.03.1998 bis 28.02.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/1998
  19. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.1998 bis 28.02.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  20. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/1998
  21. PG 1965 § 56 gültig von 20.08.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  22. PG 1965 § 56 gültig von 20.08.1997 bis 19.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/1997
  23. PG 1965 § 56 gültig von 19.08.1997 bis 19.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  24. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.1994 bis 18.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 334/1993
  25. PG 1965 § 56 gültig von 01.07.1993 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 256/1993
  26. PG 1965 § 56 gültig von 01.07.1991 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 466/1991
  27. PG 1965 § 56 gültig von 01.07.1990 bis 30.06.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 408/1990
  28. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.1990 bis 30.06.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 651/1989
  29. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 737/1988
  30. PG 1965 § 56 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 288/1988
  31. PG 1965 § 56 gültig von 01.03.1985 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 426/1985
  32. PG 1965 § 56 gültig von 01.01.1979 bis 28.02.1985 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 104/1979

Leitsatz

PG 1965 §56; während eines Karenzurlaubes erworbene Ersatzzeiten als nicht überweisungsfähig erklärt - Vorschreibung eines besonderen Pensionsbeitrages nach §56 Abs1; keine Bedenken gegen die Vorschriften über die Festsetzung eines besonderen Pensionsbeitrages nach §56

Spruch

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Begründung

Entscheidungsgründe:

I. Die Bf. ist im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses seit 1. April 1984 als Oberrevident an der Universität Graz beschäftigt. Mit Bescheid des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung vom 12. April 1984 wurden ihr Dienstzeiten als Vertragsbedienstete des Bundes vom 2. September 1974 bis 31. März 1984 als Ruhegenußvordienstzeiten nach §53 Abs2 lita PensionsG angerechnet; über die Leistung eines besonderen Pensionsbeitrages wurde erst entschieden, wenn die Überweisungsbeträge feststünden. Nachdem die Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten am 10. September 1984 die von der Bf. während ihres Karenzurlaubes vom 29. März 1983 bis 3. Jänner 1984 erworbenen Ersatzzeiten als nicht überweisungsfähig erklärt hatte, schrieb der Bundesminister für Wissenschaft und Forschung mit Bescheid vom 17. September 1984 einen besonderen Pensionsbeitrag nach §56 Abs1 PensionsG in der Höhe von 22346 S vor.römisch eins. Die Bf. ist im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses seit 1. April 1984 als Oberrevident an der Universität Graz beschäftigt. Mit Bescheid des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung vom 12. April 1984 wurden ihr Dienstzeiten als Vertragsbedienstete des Bundes vom 2. September 1974 bis 31. März 1984 als Ruhegenußvordienstzeiten nach §53 Abs2 lita PensionsG angerechnet; über die Leistung eines besonderen Pensionsbeitrages wurde erst entschieden, wenn die Überweisungsbeträge feststünden. Nachdem die Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten am 10. September 1984 die von der Bf. während ihres Karenzurlaubes vom 29. März 1983 bis 3. Jänner 1984 erworbenen Ersatzzeiten als nicht überweisungsfähig erklärt hatte, schrieb der Bundesminister für Wissenschaft und Forschung mit Bescheid vom 17. September 1984 einen besonderen Pensionsbeitrag nach §56 Abs1 PensionsG in der Höhe von 22346 S vor.

Die gegen den Bescheid über die Vorschreibung eines besonderen Pensionsbeitrages erhobene Beschwerde rügt die Verletzung des verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechtes auf Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz. Obwohl Zeiten des Mutterschaftskarenzurlaubes nach §227 Z4 ASVG als Ersatzzeiten den Beitragszeiten gleichgestellt seien und nach §6 Abs2 PensionsG iVm.

§22 Abs4 Z1 GehaltsG ohne besonderen Beitrag als ruhegenußfähige Bundesdienstzeiten gelten, müsse im Falle des Wechsels von einem pensionsversicherungspflichtigen Dienstverhältnis in den (pensionsversicherungsfreien) öffentlich-rechtlichen Bundesdienst zufolge Versagung eines Überweisungsbetrages nach §308 ASVG nachträglich noch ein besonderer Pensionsbeitrag nach §56 Abs1 PensionsG geleistet werden. Diese unterschiedliche Behandlung sei sachlich nicht gerechtfertigt.

II. Die Beschwerde ist nicht begründet.römisch zwei. Die Beschwerde ist nicht begründet.

Nach §56 PensionsG wird beim Wechsel in ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis dem Beamten ein besonderer Pensionsbeitrag vorgeschrieben, soweit der Bund für die angerechneten Ruhegenußvordienstzeiten keinen Überweisungsbetrag nach den sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen erhält.

§308 Abs1 lita ASVG verpflichtet den zuständigen Versicherungsträger, für Beitragsmonate und für taxativ aufgezählte Ersatzmonate einen Überweisungsbetrag an den Dienstgeber zu leisten, wenn diese Zeiten für die Begründung des Anspruchs auf Ruhe(Versorgungs)genuß bedingt oder unbedingt angerechnet werden. Die Mutterschaft ist jedoch weder in dieser Vorschrift noch anderswo als überweisungspflichtige Ersatzzeit genannt.

Mit Beschl. B696, 697/84 vom heutigen Tag hat der VfGH aus Anlaß von Beschwerden gegen Bescheide über die Leistung von Überweisungsbeträgen die Verfassungsmäßigkeit der Wendung ", §227 Z2, 3 und 7 bis 9" in §308 Abs1 lita ASVG zu prüfen beschlossen.

Diese Bestimmung wurde bei Erlassung des bekämpften Bescheides nicht angewendet. Bei Vorschreibung eines besonderen Pensionsbeitrages ist nur darauf zu sehen, ob der Bund einen Überweisungsbetrag erhält oder nicht.

Die vorliegende Beschwerde ist nicht geeignet, beim VfGH Bedenken gegen Vorschriften über die Festsetzung eines besonderen Pensionsbeitrages nach §56 PensionsG zu erwecken. Es ist verfassungsrechtlich unbedenklich, wenn der Bund für den Fall, daß er keine Überweisungsbeträge erhält, für die angerechneten Vordienstzeiten die Zahlung eines besonderen Pensionsbeitrages verlangt. Der Bund ist insofern in keiner anderen Lage als jeder sonstige Dienstgeber. Die gerügte Verfassungswidrigkeit kann nur den Vorschriften über die Leistung eines Überweisungbetrages anhaften. Die vorgebrachten Bedenken richten sich gegen §308 ASVG, der hier nicht anzuwenden ist und nur in einer Beschwerde gegen jenen Bescheid angegriffen werden könnte, der - auf Verlangen des Betroffenen - über die Überweisungsbeträge abspricht.

Auch sonst ist keine Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte oder eine Rechtsverletzung wegen Anwendung rechtswidriger genereller Normen hervorgekommen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

Schlagworte

Sozialversicherung, Überweisung (Sozialversicherung), Dienstrecht, Ruhegenuß, Pensionsbeitrag, Pensionsrecht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1985:B854.1984

Dokumentnummer

JFT_10148983_84B00854_00
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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