RS Vwgh 1985/6/26 84/09/0219

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 26.06.1985
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Index

40/01 Verwaltungsverfahren
64/03 Landeslehrer

Norm

AVG §66 Abs3;
AVG §66 Abs4;
LDG 1984 §74 idF 1984/302;
LDG 1984 §95 Abs2 idF 1984/302;
  1. LDG 1984 § 74 heute
  2. LDG 1984 § 74 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 143/2024
  3. LDG 1984 § 74 gültig von 31.07.2016 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2016
  4. LDG 1984 § 74 gültig von 01.01.2014 bis 30.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 210/2013
  5. LDG 1984 § 74 gültig von 01.03.1998 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 46/1998
  6. LDG 1984 § 74 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 16/1994
  7. LDG 1984 § 74 gültig von 01.11.1991 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 688/1991
  8. LDG 1984 § 74 gültig von 01.09.1984 bis 31.10.1991
  1. LDG 1984 § 95 heute
  2. LDG 1984 § 95 gültig ab 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2016
  3. LDG 1984 § 95 gültig von 01.01.2014 bis 30.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2013
  4. LDG 1984 § 95 gültig von 01.09.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/1999
  5. LDG 1984 § 95 gültig von 01.03.1998 bis 31.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 46/1998
  6. LDG 1984 § 95 gültig von 01.09.1984 bis 28.02.1998

Rechtssatz

Über eine dem Beschuldigten zur Last gelegte Dienstpflichtverletzung, die nicht im Verhandlungsbeschluss bezeichnet wurde, dürfen die (daran gebundenen) Disziplinarbehörden nicht urteilen (Hinweis auf E vom 11.4.1984, 83/09/0226, ergangen zu § 86 Abs 2 BDG 1977). Die bel Behörde ist daher in diesem Umfang in Wahrnehmung ihrer Entscheidungskompetenz nach § 66 Abs 4 AVG 1950 (§ 74 LDG 1984) verhalten, einen Freispruch zu fällen (Hinweis auf E vom 23.4.1985, 84/04/0102), zumal sich aus der Bestimmung des § 66 Abs 2 AVG 1956 dessen Anwendbarkeit Sachverhaltsmängel voraussetzen, keine Handhabe dafür ergibt, etwa eine diesbezügliche Ergänzung des Verhandlungsbeschlusses durch die Disziplinarbehörde erster Instanz zu ermöglichen.Über eine dem Beschuldigten zur Last gelegte Dienstpflichtverletzung, die nicht im Verhandlungsbeschluss bezeichnet wurde, dürfen die (daran gebundenen) Disziplinarbehörden nicht urteilen (Hinweis auf E vom 11.4.1984, 83/09/0226, ergangen zu Paragraph 86, Absatz 2, BDG 1977). Die bel Behörde ist daher in diesem Umfang in Wahrnehmung ihrer Entscheidungskompetenz nach Paragraph 66, Absatz 4, AVG 1950 (Paragraph 74, LDG 1984) verhalten, einen Freispruch zu fällen (Hinweis auf E vom 23.4.1985, 84/04/0102), zumal sich aus der Bestimmung des Paragraph 66, Absatz 2, AVG 1956 dessen Anwendbarkeit Sachverhaltsmängel voraussetzen, keine Handhabe dafür ergibt, etwa eine diesbezügliche Ergänzung des Verhandlungsbeschlusses durch die Disziplinarbehörde erster Instanz zu ermöglichen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984090219.X02

Im RIS seit

18.01.2005
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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