TE Vwgh Beschluss 2009/1/22 2008/19/0760

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Veröffentlicht am 22.01.2009
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof;
41/02 Passrecht Fremdenrecht;

Norm

AsylG 2005 §10;
AsylG 2005 §25 Abs1 Z3;
AsylG 2005 §3;
AsylG 2005 §8;
VwGG §33 Abs1;
VwGG §58 Abs1;
  1. AsylG 2005 § 10 heute
  2. AsylG 2005 § 10 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  3. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  5. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  6. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  7. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  8. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  9. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  10. AsylG 2005 § 10 gültig von 09.11.2007 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2007
  11. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2006 bis 08.11.2007
  1. AsylG 2005 § 25 heute
  2. AsylG 2005 § 25 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  3. AsylG 2005 § 25 gültig von 20.07.2015 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2015
  4. AsylG 2005 § 25 gültig von 01.01.2014 bis 19.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  5. AsylG 2005 § 25 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  6. AsylG 2005 § 25 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  7. AsylG 2005 § 25 gültig von 01.07.2008 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  8. AsylG 2005 § 25 gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2008
  1. AsylG 2005 § 3 heute
  2. AsylG 2005 § 3 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  3. AsylG 2005 § 3 gültig von 01.06.2016 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2016
  4. AsylG 2005 § 3 gültig von 20.07.2015 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2015
  5. AsylG 2005 § 3 gültig von 01.01.2014 bis 19.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  6. AsylG 2005 § 3 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2013
  1. AsylG 2005 § 8 heute
  2. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.03.2027 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/2025
  3. AsylG 2005 § 8 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  4. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  5. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  6. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  7. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  8. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  9. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2008/19/0761 2008/19/0763 2008/19/0762

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Mag. Heinzl und die Hofräte Mag. Nedwed und Dr. N. Bachler als Richter, im Beisein der Schriftführerin Dr. S. Giendl, in den Beschwerdesachen 1. des A, 2. der Z, 3. des T, 4. der R, alle vertreten durch Dr. Klaus Kocher und Mag. Wilfried Bucher, Rechtsanwälte in 8010 Graz, Sackstraße 36/II, gegen die Bescheide des unabhängigen Bundesasylsenates vom 1.) 20. Mai 2008, Zl. 317.749-1/2E-XVIII/58/08, 2.) 20. Mai 2008, Zl. 317.750-1/2E-XVIII/58/08, 3.) 20. Mai 2008, Zl. 317.752-1/3E-XVIII/58/08,

4.) 20. Mai 2008, Zl. 317.751-1/2E-XVIII/58/08, betreffend §§ 3, 8, 10 Asylgesetz 2005 (weitere Partei: Bundesminister für Inneres), den Beschluss gefasst:4.) 20. Mai 2008, Zl. 317.751-1/2E-XVIII/58/08, betreffend Paragraphen 3, 8, 10, Asylgesetz 2005 (weitere Partei: Bundesminister für Inneres), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerden werden als gegenstandslos geworden erklärt und die Verfahren eingestellt.

Ein Kostenersatz findet nicht statt.

Begründung

Mit den angefochtenen Bescheiden wurden die Berufungen der Beschwerdeführer, alle Staatsangehörige der Russischen Föderation, gegen die in ihren Asylangelegenheiten ergangenen erstinstanzlichen Bescheide vom 8. Februar 2008 gemäß §§ 3, 8, 10 Asylgesetz 2005 abgewiesen.Mit den angefochtenen Bescheiden wurden die Berufungen der Beschwerdeführer, alle Staatsangehörige der Russischen Föderation, gegen die in ihren Asylangelegenheiten ergangenen erstinstanzlichen Bescheide vom 8. Februar 2008 gemäß Paragraphen 3, 8, 10, Asylgesetz 2005 abgewiesen.

Nach Einleitung des Vorverfahrens über die dagegen erhobenen Beschwerden übermittelte die belangte Behörde am 3. September 2008 an sie gerichtete Erklärungen vom 28. August 2008, wonach die Beschwerdeführer beabsichtigten "freiwillig zurückzukehren" und sich damit einverstanden erklärten, dass mit ihrer Ausreise ihre Asylanträge "gemäß § 25 Abs. 1 Ziff. 3 AsylG als gegenstandslos abgelegt" würden. Aktenkundigen Bestätigungen der IOM Internationale Organisation für Migration vom 17. Dezember 2008 zufolge sind die Beschwerdeführer am 11. Dezember 2008 unter Gewährung von Rückkehrhilfe auch tatsächlich aus dem Bundesgebiet ausgereist. Nach Einleitung des Vorverfahrens über die dagegen erhobenen Beschwerden übermittelte die belangte Behörde am 3. September 2008 an sie gerichtete Erklärungen vom 28. August 2008, wonach die Beschwerdeführer beabsichtigten "freiwillig zurückzukehren" und sich damit einverstanden erklärten, dass mit ihrer Ausreise ihre Asylanträge "gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziff. 3 AsylG als gegenstandslos abgelegt" würden. Aktenkundigen Bestätigungen der IOM Internationale Organisation für Migration vom 17. Dezember 2008 zufolge sind die Beschwerdeführer am 11. Dezember 2008 unter Gewährung von Rückkehrhilfe auch tatsächlich aus dem Bundesgebiet ausgereist.

Der Vertreter der Beschwerdeführer gab mit Schriftsatz vom 2. Oktober 2008 folgende Erklärung ab:

Der Drittbeschwerdeführer wolle kurzfristig in sein Heimatland zurückkehren, weil seine Mutter dort im Sterben liege. Um ihr beistehen zu können, nehme er in Kauf, allenfalls Verfolgungshandlungen ausgesetzt zu werden. Dabei wolle er seine junge Frau und die beiden Kleinkinder nicht in Österreich zurücklassen. Eine solche Reise der gesamten Familie erscheine dem Drittbeschwerdeführer am ehesten auf legalem Ausreiseweg zu bewerkstelligen, weshalb er sich diesbezüglich an eine Rückkehrberatungsstelle gewandt habe. Die Verfolgungsgefahr im Herkunftsstaat sei insbesondere für den Drittbeschwerdeführer nicht gebannt. Er nehme sie vielmehr aus humanitären Erwägungen in Kauf. Eine Wiedereinreise nach Österreich sei daher nicht ausgeschlossen, ein langfristiger Aufenthalt in der Russischen Föderation jedenfalls nicht vorgesehen. Die Beschwer der Beschwerdeführer durch die angefochtenen Bescheide sei daher nach wie vor aufrecht.

Dem ist zu erwidern, dass die Beschwerdeführer mit ihren obgenannten Erklärungen und der Heimreise in den Herkunftsstaat unter Gewährung von Rückkehrhilfe unmissverständlich zum Ausdruck gebracht haben, an einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes über die Beschwerden kein rechtliches Interesse mehr zu haben. Dass eine (vollkommen ungewisse) Wiedereinreise nach Österreich für die Zukunft nicht ausgeschlossen sei, vermag an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Das Verfahren über die somit als gegenstandslos geworden anzusehenden Beschwerden war daher in sinngemäßer Anwendung des § 33 Abs. 1 VwGG einzustellen. Dem ist zu erwidern, dass die Beschwerdeführer mit ihren obgenannten Erklärungen und der Heimreise in den Herkunftsstaat unter Gewährung von Rückkehrhilfe unmissverständlich zum Ausdruck gebracht haben, an einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes über die Beschwerden kein rechtliches Interesse mehr zu haben. Dass eine (vollkommen ungewisse) Wiedereinreise nach Österreich für die Zukunft nicht ausgeschlossen sei, vermag an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Das Verfahren über die somit als gegenstandslos geworden anzusehenden Beschwerden war daher in sinngemäßer Anwendung des Paragraph 33, Absatz eins, VwGG einzustellen.

Ein Zuspruch von Kosten hat im vorliegenden Fall gemäß § 58 Abs. 1 VwGG zu unterbleiben. Ein Zuspruch von Kosten hat im vorliegenden Fall gemäß Paragraph 58, Absatz eins, VwGG zu unterbleiben.

Wien, am 22. Jänner 2009

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2008190760.X00

Im RIS seit

28.05.2009

Zuletzt aktualisiert am

29.05.2009
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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