TE Vwgh Beschluss 2009/6/23 2007/13/0030

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Veröffentlicht am 23.06.2009
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof;
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht;
32/04 Steuern vom Umsatz;

Norm

BAO §200;
UStG 1994 §21;
VwGG §33 Abs1;
VwGG §58 Abs2;
  1. BAO § 200 heute
  2. BAO § 200 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  3. BAO § 200 gültig von 01.01.2014 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  4. BAO § 200 gültig von 01.01.1986 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 557/1985
  1. UStG 1994 § 21 heute
  2. UStG 1994 § 21 gültig ab 01.01.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2025
  3. UStG 1994 § 21 gültig von 01.01.2025 bis 31.12.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2024
  4. UStG 1994 § 21 gültig von 01.01.2025 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2024
  5. UStG 1994 § 21 gültig von 01.01.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  6. UStG 1994 § 21 gültig von 23.10.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 91/2019
  7. UStG 1994 § 21 gültig von 15.08.2015 bis 22.10.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2015
  8. UStG 1994 § 21 gültig von 02.08.2011 bis 14.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2011
  9. UStG 1994 § 21 gültig von 16.06.2010 bis 01.08.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2010
  10. UStG 1994 § 21 gültig von 18.06.2009 bis 15.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  11. UStG 1994 § 21 gültig von 31.12.2004 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 180/2004
  12. UStG 1994 § 21 gültig von 31.12.2003 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2003
  13. UStG 1994 § 21 gültig von 21.08.2003 bis 30.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  14. UStG 1994 § 21 gültig von 29.03.2003 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2003
  15. UStG 1994 § 21 gültig von 27.06.2001 bis 28.03.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  16. UStG 1994 § 21 gültig von 15.07.1999 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/1999
  17. UStG 1994 § 21 gültig von 19.06.1998 bis 14.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/1998
  18. UStG 1994 § 21 gültig von 31.12.1996 bis 18.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 756/1996
  19. UStG 1994 § 21 gültig von 01.05.1996 bis 30.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 201/1996
  20. UStG 1994 § 21 gültig von 01.01.1995 bis 30.04.1996
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Hargassner und die Hofräte Dr. Fuchs und Dr. Mairinger als Richter, im Beisein des Schriftführers Dr. Unger, in der Beschwerdesache der M GmbH in W, vertreten durch Dr. Heinrich Balas, Steuerberater in 1040 Wien, Operngasse 18/12A - 16, gegen den Bescheid des unabhängigen Finanzsenats, Außenstelle Wien, vom 29. Jänner 2007, Zl. RV/2180-W/05, betreffend Umsatzsteuerfestsetzung Mai und Juni 2004, den Beschluss gefasst:

Spruch

Das Verfahren wird eingestellt.

Aufwandersatz wird nicht zuerkannt.

Begründung

Mit dem angefochtenen Bescheid setzte die belangte Behörde im Instanzenzug die Umsatzsteuer für die Voranmeldungszeiträume der Kalendermonate Mai und Juni 2004 fest.

Gegen diesen Bescheid richtet sich die am 16. März 2007 zur Post gegebene Beschwerde.

Das Finanzamt legte nach Einleitung des Vorverfahrens mit email den (gemäß § 200 Abs. 1 BAO vorläufig erlassenen) Umsatzsteuerbescheid für 2004 vom 29. März 2007 vor.Das Finanzamt legte nach Einleitung des Vorverfahrens mit email den (gemäß Paragraph 200, Absatz eins, BAO vorläufig erlassenen) Umsatzsteuerbescheid für 2004 vom 29. März 2007 vor.

Die beschwerdeführende Partei vertrat dazu im Schriftsatz vom 10. Juni 2009 die Ansicht, die Umsatzsteuerfestsetzung Mi und Juni 2004 sei durch den vorläufigen Umsatzsteuerbescheid 2004 nicht außer Kraft gesetzt worden, weil die für eine vorläufige Festsetzung vorausgesetzte Ungewissheit (im Beschwerdefall der tatsächlichen Höhe der Vorsteuern) weiter bestehe.

Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes (vgl. etwa das hg. Erkenntnis vom 26. März 2003, 2001/13/0302 bis 0316, und die hg. Beschlüsse vom 30. April 2003, 97/13/0099, vom 29. Oktober 2003, 2001/13/0007, vom 13. September 2006, 2002/13/0066, vom 28. Februar 2007, 2003/13/0103, vom 24. Mai 2007, 2006/15/0136, vom 1. Oktober 2008, 2006/13/0182, und vom 28. Oktober 2008, 2006/15/0369) wird ein Bescheid über die Festsetzung der Umsatzsteuer für einen Voranmeldungszeitraum durch die Erlassung eines Umsatzsteuerbescheides für den Veranlagungszeitraum, der den Voranmeldungszeitraum (mit)umfasst, derart außer Kraft gesetzt, das er ab Erlassung des Veranlagungsbescheides keine Rechtswirkungen mehr entfalten kann. Diese Wirkung tritt unabhängig davon ein, ob die Festsetzung der Umsatzsteuer für den Veranlagungszeitraum gem. § 200 BAO vorläufig oder endgültig erfolgt ist (vgl. den erwähnten hg. Beschluss vom 24. Mai 2007).Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes vergleiche etwa das hg. Erkenntnis vom 26. März 2003, 2001/13/0302 bis 0316, und die hg. Beschlüsse vom 30. April 2003, 97/13/0099, vom 29. Oktober 2003, 2001/13/0007, vom 13. September 2006, 2002/13/0066, vom 28. Februar 2007, 2003/13/0103, vom 24. Mai 2007, 2006/15/0136, vom 1. Oktober 2008, 2006/13/0182, und vom 28. Oktober 2008, 2006/15/0369) wird ein Bescheid über die Festsetzung der Umsatzsteuer für einen Voranmeldungszeitraum durch die Erlassung eines Umsatzsteuerbescheides für den Veranlagungszeitraum, der den Voranmeldungszeitraum (mit)umfasst, derart außer Kraft gesetzt, das er ab Erlassung des Veranlagungsbescheides keine Rechtswirkungen mehr entfalten kann. Diese Wirkung tritt unabhängig davon ein, ob die Festsetzung der Umsatzsteuer für den Veranlagungszeitraum gem. Paragraph 200, BAO vorläufig oder endgültig erfolgt ist vergleiche den erwähnten hg. Beschluss vom 24. Mai 2007).

Wird eine Beschwerde inhaltlich gegenstandslos, ohne dass der angefochtene Bescheid formell beseitigt wird, so führt dies in sinngemäßer Anwendung des § 33 Abs. 1 VwGG ebenfalls zur Einstellung des Verfahrens.Wird eine Beschwerde inhaltlich gegenstandslos, ohne dass der angefochtene Bescheid formell beseitigt wird, so führt dies in sinngemäßer Anwendung des Paragraph 33, Absatz eins, VwGG ebenfalls zur Einstellung des Verfahrens.

Eine formelle Klaglosstellung (mit den Kostenfolgen des § 56 VwGG) liegt im Beschwerdefall nicht vor. Ein Zuspruch von Kosten nach § 58 Abs. 2 VwGG setzt voraus, dass bereits ohne unverhältnismäßigen Aufwand an Prüfungstätigkeit des Verwaltungsgerichtshofes der fiktive Ausgang des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens eindeutig ist, also entweder der angefochtene Bescheid offenkundig als rechtswidrig zu erkennen oder die Beschwerde offenkundig unbegründet ist. Da die Antwort auf die Frage, wer im Beschwerdefall als obsiegende Partei anzusehen wäre,Eine formelle Klaglosstellung (mit den Kostenfolgen des Paragraph 56, VwGG) liegt im Beschwerdefall nicht vor. Ein Zuspruch von Kosten nach Paragraph 58, Absatz 2, VwGG setzt voraus, dass bereits ohne unverhältnismäßigen Aufwand an Prüfungstätigkeit des Verwaltungsgerichtshofes der fiktive Ausgang des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens eindeutig ist, also entweder der angefochtene Bescheid offenkundig als rechtswidrig zu erkennen oder die Beschwerde offenkundig unbegründet ist. Da die Antwort auf die Frage, wer im Beschwerdefall als obsiegende Partei anzusehen wäre,

mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden wäre, wird im Sinne der freien Überzeugung nach § 58 Abs. 2 VwGG den Parteien kein Aufwandersatz zuerkannt. mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden wäre, wird im Sinne der freien Überzeugung nach Paragraph 58, Absatz 2, VwGG den Parteien kein Aufwandersatz zuerkannt.

Wien, am 23. Juni 2009

Schlagworte

Kein Zuspruch KeinZuspruch von Aufwandersatz gemäß §58 Abs2 VwGG idF BGBl 1997/I/088

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2007130030.X00

Im RIS seit

04.12.2009

Zuletzt aktualisiert am

07.12.2009
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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