TE Vwgh Beschluss 2009/9/16 2008/09/0337

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Veröffentlicht am 16.09.2009
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

B-VG Art131 Abs2;
VwGG §33 Abs1;
VwGG §42 Abs1;
VwGG §63 Abs1;
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Vizepräsident Dr. Thienel und die Hofräte Dr. Händschke, Dr. Rosenmayr, Dr. Bachler und Dr. Doblinger als Richter, im Beisein des Schriftführers Mag. Plankensteiner, in der Beschwerdesache des Disziplinaranwaltes beim Bundesministerium für Inneres gegen den Bescheid der Disziplinaroberkommission beim Bundeskanzleramt vom 10. September 2008, Zl. 28/9 - DOK/08, betreffend Disziplinarstrafe nach dem Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979 (vormals mitbeteiligte Partei: GS, verstorben am 24. Juni 2009), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird als gegenstandslos erklärt und das Verfahren eingestellt.

Ein Kostenersatz findet nicht statt.

Begründung

Mit dem im Instanzenzug ergangenen, angefochtenen Bescheid der belangten Behörde vom 10. September 2008 wurde über den Mitbeteiligten gemäß § 92 Abs. 1 Z. 3 iVm §§ 93, 95 und 105 Z. 1 des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979 (BDG 1979) die Disziplinarstrafe der Geldstrafe in der Höhe von fünf Monatsbezügen verhängt.Mit dem im Instanzenzug ergangenen, angefochtenen Bescheid der belangten Behörde vom 10. September 2008 wurde über den Mitbeteiligten gemäß Paragraph 92, Absatz eins, Ziffer 3, in Verbindung mit Paragraphen 93, 95, und 105 Ziffer eins, des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979 (BDG 1979) die Disziplinarstrafe der Geldstrafe in der Höhe von fünf Monatsbezügen verhängt.

Dagegen ist die vorliegende Beschwerde des Disziplinaranwalts beim Bundesministerium für Inneres gerichtet, der die unrichtige rechtliche Beurteilung bei der Bemessung des Strafausmaßes geltend machte und die Auffassung vertrat, dass im vorliegenden Fall wegen der Schwere der dem Mitbeteiligten zur Last liegenden Dienstpflichtverletzungen die Disziplinarstrafe der Entlassung zu verhängen gewesen wäre.

Die belangte Behörde legte die Akten des Verwaltungsverfahrens vor und der Mitbeteiligte hat eine Gegenschrift erstattet.

Nach Mitteilung des Beschwerdeführers ist der Mitbeteiligte am 24. Juni 2009 verstorben. Mit dem Tod des Mitbeteiligten hat gemäß § 20 Abs. 1 Z. 7 BDG 1979 dessen Dienstverhältnis geendet.Nach Mitteilung des Beschwerdeführers ist der Mitbeteiligte am 24. Juni 2009 verstorben. Mit dem Tod des Mitbeteiligten hat gemäß Paragraph 20, Absatz eins, Ziffer 7, BDG 1979 dessen Dienstverhältnis geendet.

Mit Schreiben vom 27. Juli 2009 vertrat der beschwerdeführende Disziplinaranwalt die Auffassung, dass ungeachtet des Todes des Mitbeteiligten eine Bescheidprüfung durch den Verwaltungsgerichtshof im Hinblick auf zukünftige Disziplinarverfahren wegen gleichartiger Dienstpflichtverletzungen als notwendig erachtet werde.

Dem Verwaltungsgerichtshof steht bei einer Bescheidbeschwerde gemäß § 42 Abs. 1 VwGG nur die Kompetenz zu, die Beschwerde als unbegründet abzuweisen oder den angefochtenen Bescheid aus den Gründen des § 42 Abs. 2 leg. cit. aufzuheben, nicht aber auch, die Rechtswidrigkeit des angefochtenen Bescheides festzustellen; dies gilt auch im Fall von Beschwerden gemäß Art. 131 Abs. 2 B-VG. Auch im Falle der Aufhebung eines Bescheides auf Grund einer solchen Beschwerde wäre die belangte Behörde gemäß § 63 Abs. 1 VwGG lediglich verpflichtet, "in dem betreffenden Falle" den der Rechtsanschauung des Verwaltungsgerichtshofes entsprechenden Rechtszustand herzustellen (vgl. die hg. Beschlüsse vom 17. Mai 1993, Zl. 91/10/0222, vom 7. Oktober 1996, Zl. 93/10/0002, und vom 23. Juli 2004, Zl. 2004/02/0106, mwN, alle betreffend Amtsbeschwerden).Dem Verwaltungsgerichtshof steht bei einer Bescheidbeschwerde gemäß Paragraph 42, Absatz eins, VwGG nur die Kompetenz zu, die Beschwerde als unbegründet abzuweisen oder den angefochtenen Bescheid aus den Gründen des Paragraph 42, Absatz 2, leg. cit. aufzuheben, nicht aber auch, die Rechtswidrigkeit des angefochtenen Bescheides festzustellen; dies gilt auch im Fall von Beschwerden gemäß Artikel 131, Absatz 2, B-VG. Auch im Falle der Aufhebung eines Bescheides auf Grund einer solchen Beschwerde wäre die belangte Behörde gemäß Paragraph 63, Absatz eins, VwGG lediglich verpflichtet, "in dem betreffenden Falle" den der Rechtsanschauung des Verwaltungsgerichtshofes entsprechenden Rechtszustand herzustellen vergleiche die hg. Beschlüsse vom 17. Mai 1993, Zl. 91/10/0222, vom 7. Oktober 1996, Zl. 93/10/0002, und vom 23. Juli 2004, Zl. 2004/02/0106, mwN, alle betreffend Amtsbeschwerden).

Zufolge des Wegfalls des möglichen Beschwerdezieles des Disziplinaranwaltes im vorliegenden Fall - der verstorbene Mitbeteiligte kann nicht mehr aus dem Bundesdienst entlassen werden - war die vorliegende Beschwerde daher in einem gemäß § 12 Abs. 3 VwGG gebildeten Senat im Sinne des § 33 Abs. 1 VwGG als gegenstandslos zu erklären und das Verfahren hierüber einzustellen.Zufolge des Wegfalls des möglichen Beschwerdezieles des Disziplinaranwaltes im vorliegenden Fall - der verstorbene Mitbeteiligte kann nicht mehr aus dem Bundesdienst entlassen werden - war die vorliegende Beschwerde daher in einem gemäß Paragraph 12, Absatz 3, VwGG gebildeten Senat im Sinne des Paragraph 33, Absatz eins, VwGG als gegenstandslos zu erklären und das Verfahren hierüber einzustellen.

Ein Kostenzuspruch entfiel gemäß § 58 VwGG.Ein Kostenzuspruch entfiel gemäß Paragraph 58, VwGG.

Wien, am 16. September 2009

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2008090337.X00

Im RIS seit

01.02.2010

Zuletzt aktualisiert am

02.02.2010
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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