TE Vwgh Erkenntnis 2009/10/14 2006/08/0331

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Veröffentlicht am 14.10.2009
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Index

66/02 Andere Sozialversicherungsgesetze;

Norm

BSVG §2 Abs1 Z1;
BSVG §23;
  1. BSVG § 2 heute
  2. BSVG § 2 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2024
  3. BSVG § 2 gültig von 01.07.2020 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  4. BSVG § 2 gültig von 18.07.2017 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 7/2018
  5. BSVG § 2 gültig von 01.01.2016 bis 17.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 162/2015
  6. BSVG § 2 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2015
  7. BSVG § 2 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  8. BSVG § 2 gültig von 01.01.2010 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  9. BSVG § 2 gültig von 01.08.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  10. BSVG § 2 gültig von 01.08.2009 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  11. BSVG § 2 gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2001
  12. BSVG § 2 gültig von 18.04.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2001
  13. BSVG § 2 gültig von 01.01.2001 bis 17.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  14. BSVG § 2 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 176/1999
  1. BSVG § 23 heute
  2. BSVG § 23 gültig von 01.07.2020 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  3. BSVG § 23 gültig ab 01.07.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2020
  4. BSVG § 23 gültig von 01.01.2020 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2020
  5. BSVG § 23 gültig von 01.04.2018 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 162/2015
  6. BSVG § 23 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2015
  7. BSVG § 23 gültig von 01.01.2016 bis 31.03.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 162/2015
  8. BSVG § 23 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2015
  9. BSVG § 23 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2013
  10. BSVG § 23 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  11. BSVG § 23 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  12. BSVG § 23 gültig von 01.01.2010 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  13. BSVG § 23 gültig von 01.08.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  14. BSVG § 23 gültig von 01.08.2009 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  15. BSVG § 23 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  16. BSVG § 23 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2004
  17. BSVG § 23 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2004
  18. BSVG § 23 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2002
  19. BSVG § 23 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2002
  20. BSVG § 23 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2001
  21. BSVG § 23 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2001
  22. BSVG § 23 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2001
  23. BSVG § 23 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  24. BSVG § 23 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  25. BSVG § 23 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2001
  26. BSVG § 23 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  27. BSVG § 23 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 176/1999

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Müller und die Hofräte Dr. Strohmayer und Dr. Lehofer als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Peck, über die Beschwerde der ED in L, vertreten durch Dr. Ernst Gramm, Rechtsanwalt in 3040 Neulengbach, Am Kirchenplatz, gegen den Bescheid des Landeshauptmannes von Niederösterreich vom 30. Oktober 2006, Zl. GS9-SV-123/001-2006, betreffend Beitragsgrundlagen nach dem BSVG (mitbeteiligte Partei:

Sozialversicherungsanstalt der Bauern in 1030 Wien, Ghegastraße 1), zu Recht erkannt:

Spruch

Die Beschwerde wird als unbegründet abgewiesen.

Die Beschwerdeführerin hat dem Bund Aufwendungen in der Höhe von EUR 610,60 binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Begründung

Mit dem im Instanzenzug ergangenen angefochtenen Bescheid hat die belangte Behörde ausgesprochen, dass die von der Beschwerdeführerin für das Jahr 2004 und 2005 im Rahmen der Betriebsprüfung gemeldete Tätigkeit der Einstellung von Pferden als Nebengewerbe der Land- und Forstwirtschaft unter dem Tatbestand der Pflichtversicherung nach § 2 Abs. 1 Z. 1 letzter Satz BSVG falle. Weiters hat sie die monatlichen Beitragsgrundlagen für den Zeitraum vom 1. Jänner 2004 bis zum 31. Dezember 2005 festgesetzt.Mit dem im Instanzenzug ergangenen angefochtenen Bescheid hat die belangte Behörde ausgesprochen, dass die von der Beschwerdeführerin für das Jahr 2004 und 2005 im Rahmen der Betriebsprüfung gemeldete Tätigkeit der Einstellung von Pferden als Nebengewerbe der Land- und Forstwirtschaft unter dem Tatbestand der Pflichtversicherung nach Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer eins, letzter Satz BSVG falle. Weiters hat sie die monatlichen Beitragsgrundlagen für den Zeitraum vom 1. Jänner 2004 bis zum 31. Dezember 2005 festgesetzt.

Die gegen den Ausspruch betreffend das Bestehen der Pflichtversicherung von der Beschwerdeführerin erhobene Berufung wurde mit Bescheid des Bundesministers für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz vom 26. Februar 2007 abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof wurde mit Erkenntnis vom heutigen Tag, Zl. 2007/08/0072, als unbegründet abgewiesen.

In der Beschwerde gegen den hier angefochtenen Bescheid des Landeshauptmannes von Niederösterreich weist die Beschwerdeführerin auf die gegen diesen Bescheid erhobene Berufung hin und führt aus, dass mit der gegenständlichen Beschwerde "aushilfsweise" die Höhe der im angefochtenen Bescheid festgesetzten Beitragsgrundlage "für eine allfällig doch gegebene Versicherungspflicht" bekämpft werde.

Die belangte Behörde legte die Akten des Verwaltungsverfahrens vor und erstattete - ebenso wie die mitbeteiligte Sozialversicherungsanstalt - eine Gegenschrift mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde.

Der Verwaltungsgerichtshof hat in einem gemäß § 12 Abs. 1 Z. 2 VwGG gebildeten Senat erwogen:Der Verwaltungsgerichtshof hat in einem gemäß Paragraph 12, Absatz eins, Ziffer 2, VwGG gebildeten Senat erwogen:

1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie Fohlen gezüchtet habe. Die Aufzucht von Fohlen stelle ohne Zweifel eine landwirtschaftliche Tätigkeit dar, sodass diesbezüglich eine gesonderte versicherungspflichtige Nebentätigkeit nicht vorliegen könne. Wenn überhaupt eine solche Pflicht bestehe, könne sich diese nur auf das Einstellen der beiden sogenannten "Gnadenbrotpferde" beziehen. Der angefochtene Bescheid treffe keine Feststellung darüber, in welcher Höhe Einnahmen aus dem Einstellen der beiden "Gnadenbrotpferde" erzielt würden. Der Bescheid sei inhaltlich rechtswidrig, weil die Beitragsgrundlage nicht lediglich auf der Basis der Einnahmen für das Einstellen der beiden "Gnadenbrotpferde" ermittelt worden sei.

2. Ungeachtet der Bindung der belangten Behörde an ihren im selben Bescheid getroffenen Abspruch über die Pflichtversicherung vermag das Vorbringen der Beschwerdeführerin die Beschwerde nicht zum Erfolg zu führen, da es sich darauf beschränkt, die festgestellten Beitragsgrundlage nur im Hinblick darauf zu bekämpfen, dass bei deren Bildung auch die Einnahmen aus dem Einstellen der Fohlen und nicht bloß die Einnahmen aus dem Einstellen der "Gnadenbrotpferde" herangezogen wurden.

Im Übrigen hat der Verwaltungsgerichtshof sich in seinem Erkenntnis vom heutigen Tag, Zl. 2007/08/0072, mit der Frage der Pflichtversicherung der Beschwerdeführerin auf Grund des Einstellens von Reittieren (im vorliegenden Fall: junge Pferde und Gnadenbrotpferde) nach § 2 Abs. 1 Z. 1 letzter Satz BSVG befasst hat und zum Ergebnis gekommen ist, dass diese Pflichtversicherung auf Grund des land(forst)wirtschaftlichen Nebengewerbes des Einstellens von Reittieren zu Recht angenommen wurde; auf die näheren Ausführungen in diesem Erkenntnis wird verwiesen.Im Übrigen hat der Verwaltungsgerichtshof sich in seinem Erkenntnis vom heutigen Tag, Zl. 2007/08/0072, mit der Frage der Pflichtversicherung der Beschwerdeführerin auf Grund des Einstellens von Reittieren (im vorliegenden Fall: junge Pferde und Gnadenbrotpferde) nach Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer eins, letzter Satz BSVG befasst hat und zum Ergebnis gekommen ist, dass diese Pflichtversicherung auf Grund des land(forst)wirtschaftlichen Nebengewerbes des Einstellens von Reittieren zu Recht angenommen wurde; auf die näheren Ausführungen in diesem Erkenntnis wird verwiesen.

Die Beschwerde war daher gemäß § 42 Abs. 1 VwGG als unbegründet abzuweisen.Die Beschwerde war daher gemäß Paragraph 42, Absatz eins, VwGG als unbegründet abzuweisen.

Der Ausspruch über den Aufwandersatz gründet sich auf die §§ 47 ff VwGG i.V.m. der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008, BGBl. II Nr. 455.Der Ausspruch über den Aufwandersatz gründet sich auf die Paragraphen 47, ff VwGG in Verbindung mit der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008, Bundesgesetzblatt , römisch zwei Nr. 455.

Wien, am 14. Oktober 2009

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2006080331.X00

Im RIS seit

18.11.2009

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2010
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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