TE Vwgh Erkenntnis 2012/10/19 2012/02/0096

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Veröffentlicht am 19.10.2012
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof;
90/01 Straßenverkehrsordnung;

Norm

StVO 1960 §2 Abs1;
StVO 1960 §84 Abs2;
StVO 1960 §99 Abs3 litd;
StVO 1960 §99 Abs3 litj;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. StVO 1960 § 2 heute
  2. StVO 1960 § 2 gültig ab 01.10.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. StVO 1960 § 2 gültig von 01.05.2026 bis 30.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  4. StVO 1960 § 2 gültig von 01.07.2024 bis 30.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2024
  5. StVO 1960 § 2 gültig von 01.10.2022 bis 30.06.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2022
  6. StVO 1960 § 2 gültig von 01.06.2019 bis 30.09.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2019
  7. StVO 1960 § 2 gültig von 01.04.2019 bis 31.05.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2019
  8. StVO 1960 § 2 gültig von 06.10.2015 bis 31.03.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2015
  9. StVO 1960 § 2 gültig von 31.03.2013 bis 05.10.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  10. StVO 1960 § 2 gültig von 22.07.1998 bis 30.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  11. StVO 1960 § 2 gültig von 01.10.1994 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  12. StVO 1960 § 2 gültig von 01.03.1989 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 86/1989
  13. StVO 1960 § 2 gültig von 01.07.1983 bis 28.02.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 174/1983
  1. StVO 1960 § 84 heute
  2. StVO 1960 § 84 gültig ab 06.10.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2015
  3. StVO 1960 § 84 gültig von 31.05.2011 bis 05.10.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2011
  4. StVO 1960 § 84 gültig von 22.07.1998 bis 30.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  5. StVO 1960 § 84 gültig von 01.10.1994 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  6. StVO 1960 § 84 gültig von 01.07.1983 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 174/1983
  1. StVO 1960 § 99 heute
  2. StVO 1960 § 99 gültig ab 30.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.2026 bis 29.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  4. StVO 1960 § 99 gültig von 01.03.2024 bis 30.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2023
  5. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2021 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  6. StVO 1960 § 99 gültig von 31.03.2013 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  7. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2012 bis 30.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  8. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2012 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2011
  9. StVO 1960 § 99 gültig von 31.05.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2011
  10. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2009 bis 30.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2009
  11. StVO 1960 § 99 gültig von 26.03.2009 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2009
  12. StVO 1960 § 99 gültig von 02.04.2005 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  13. StVO 1960 § 99 gültig von 25.05.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  14. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2002 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2002
  15. StVO 1960 § 99 gültig von 24.07.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/1999
  16. StVO 1960 § 99 gültig von 22.07.1998 bis 23.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  17. StVO 1960 § 99 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/1998
  18. StVO 1960 § 99 gültig von 28.01.1997 bis 05.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/1997
  19. StVO 1960 § 99 gültig von 01.10.1994 bis 27.01.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  20. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.1986 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986
  1. StVO 1960 § 99 heute
  2. StVO 1960 § 99 gültig ab 30.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.2026 bis 29.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  4. StVO 1960 § 99 gültig von 01.03.2024 bis 30.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2023
  5. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2021 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  6. StVO 1960 § 99 gültig von 31.03.2013 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  7. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2012 bis 30.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  8. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2012 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2011
  9. StVO 1960 § 99 gültig von 31.05.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2011
  10. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2009 bis 30.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2009
  11. StVO 1960 § 99 gültig von 26.03.2009 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2009
  12. StVO 1960 § 99 gültig von 02.04.2005 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  13. StVO 1960 § 99 gültig von 25.05.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  14. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2002 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2002
  15. StVO 1960 § 99 gültig von 24.07.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/1999
  16. StVO 1960 § 99 gültig von 22.07.1998 bis 23.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  17. StVO 1960 § 99 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/1998
  18. StVO 1960 § 99 gültig von 28.01.1997 bis 05.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/1997
  19. StVO 1960 § 99 gültig von 01.10.1994 bis 27.01.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  20. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.1986 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Gall und die Hofräte Dr. Beck und Dr. Köller als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Farcas, über die Beschwerde des Dr. H in S, vertreten durch Hochwimmer & Horcicka Rechtsanwälte, 5020 Salzburg, Neutorstraße 15A, gegen den Bescheid des Unabhängigen Verwaltungssenates in Tirol vom 28. März 2012, Zl. uvs-2012/25/0778-3, betreffend Übertretung des TNSchG 2005 und Übertretung der StVO 1960 (weitere Partei: Tiroler Landesregierung), zu Recht erkannt:

Spruch

Der angefochtene Bescheid wird, soweit er die Bestrafung nach der StVO 1960 betrifft (Spruchpunkt 2.), wegen Rechtswidrigkeit des Inhaltes aufgehoben.

Das Land Tirol hat dem Beschwerdeführer Aufwendungen in der Höhe von EUR 1.326,40 binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Begründung

Mit Straferkenntnis vom 7. Februar 2012 hat die BH L dem Beschwerdeführer vorgeworfen, er habe es als zur Vertretung nach außen berufenes Organ der G AG, nämlich als deren Vorstand zu verantworten, dass die AG zumindest im Zeitraum vom 18. Juli bis zum 8. August 2011 im unmittelbaren Nahebereich der B 100 Drautalstraße auf dem Grundstück X und somit sowohl außerhalb der geschlossenen Ortschaft als auch außerhalb des Ortsgebietes jedoch innerhalb einer Entfernung von 100 m vom Fahrbahnrand der B 100 Drautalstraße (Entfernung zum Fahrbahnrand der B 100 beträgt ca. 5 m) eine Werbeeinrichtung mit der Aufschrift "GH-Ein Naturerlebnis der besonderen Art ..."

aufgestellt habe, obwohl mit Ausnahme der Ankündigung von Werkstätten, Radiostationen und Tankstellen außerhalb von Ortsgebieten Werbungen und Ankündigungen an Straßen innerhalb einer Entfernung von 100 m vom Fahrbahnrand verboten seien und für die gegenständliche Werbeeinrichtung auch keine Ausnahmebewilligung von diesem Verbot erteilt worden sei. Der Beschwerdeführer habe dadurch § 9 Abs. 1 VStG 1991 iVm § 84 Abs. 2 iVm § 99 Abs. 3 lit. j StVO 1960 verletzt, wofür über den Beschwerdeführer gemäß § 99 Abs. 3 lit. j StVO 1960 eine Geldstrafe von EUR 70,-- (Ersatzfreiheitsstrafe 30 Stunden) verhängt wurde.aufgestellt habe, obwohl mit Ausnahme der Ankündigung von Werkstätten, Radiostationen und Tankstellen außerhalb von Ortsgebieten Werbungen und Ankündigungen an Straßen innerhalb einer Entfernung von 100 m vom Fahrbahnrand verboten seien und für die gegenständliche Werbeeinrichtung auch keine Ausnahmebewilligung von diesem Verbot erteilt worden sei. Der Beschwerdeführer habe dadurch Paragraph 9, Absatz eins, VStG 1991 in Verbindung mit Paragraph 84, Absatz 2, in Verbindung mit Paragraph 99, Absatz 3, Litera j, StVO 1960 verletzt, wofür über den Beschwerdeführer gemäß Paragraph 99, Absatz 3, Litera j, StVO 1960 eine Geldstrafe von EUR 70,-- (Ersatzfreiheitsstrafe 30 Stunden) verhängt wurde.

Der dagegen erhobenen Berufung des Beschwerdeführers hat die belangte Behörde keine Folge gegeben und den Spruch über die Bestrafung nach der StVO 1960 dahin berichtigt, dass die Strafnorm richtig § 99 Abs. 3 lit. d StVO 1960 laute.Der dagegen erhobenen Berufung des Beschwerdeführers hat die belangte Behörde keine Folge gegeben und den Spruch über die Bestrafung nach der StVO 1960 dahin berichtigt, dass die Strafnorm richtig Paragraph 99, Absatz 3, Litera d, StVO 1960 laute.

Nach der Begründung zu diesem Spruchpunkt sei die Bestrafung wegen des konsenslosen Aufstellens einer Werbeeinrichtung im angelasteten Tatzeitraum erfolgt. Für das Anbringen der Tafel sei eine straßenpolizeiliche Bewilligung nötig gewesen.

Gegen diesen Bescheid richtet sich die vorliegende Beschwerde wegen Rechtswidrigkeit des Inhaltes und Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften.

Die belangte Behörde hat die Verwaltungsakten vorgelegt und eine Gegenschrift erstattet, in der sie die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde beantragt.

Der Verwaltungsgerichtshof hat erwogen:

Gemäß § 2 Abs. 1 StVO gilt als Straße im Sinne dieses Bundesgesetzes eine für den Fußgänger- oder Fahrzeugverkehr bestimmte Landfläche samt den in ihrem Zuge befindlichen und diesem Verkehr dienenden baulichen Anlagen.Gemäß Paragraph 2, Absatz eins, StVO gilt als Straße im Sinne dieses Bundesgesetzes eine für den Fußgänger- oder Fahrzeugverkehr bestimmte Landfläche samt den in ihrem Zuge befindlichen und diesem Verkehr dienenden baulichen Anlagen.

Nach der von der erstinstanzlichen Behörde im Straferkenntnis zu Grunde gelegten Bestimmung des § 84 Abs. 2 StVO sind - außer den in Abs. 1 genannten Fällen - außerhalb von Ortsgebieten Werbungen und Ankündigungen an Straßen innerhalb von einer Entfernung von 100 m vom Fahrbahnrand verboten.Nach der von der erstinstanzlichen Behörde im Straferkenntnis zu Grunde gelegten Bestimmung des Paragraph 84, Absatz 2, StVO sind - außer den in Absatz eins, genannten Fällen - außerhalb von Ortsgebieten Werbungen und Ankündigungen an Straßen innerhalb von einer Entfernung von 100 m vom Fahrbahnrand verboten.

Gemäß § 99 Abs. 3 lit. j StVO 1960 begeht eine Verwaltungsübertretung, die mit einer Geldstrafe bis zu EUR 726,-- zu bestrafen ist, wer in anderer als - unter anderem - der in lit. a bis h bezeichneten Weise Gebote, Verbote, oder Beschränkungen sowie Auflagen, Bedingungen oder Fristen in Bescheiden nicht beachtet.Gemäß Paragraph 99, Absatz 3, Litera j, StVO 1960 begeht eine Verwaltungsübertretung, die mit einer Geldstrafe bis zu EUR 726,-- zu bestrafen ist, wer in anderer als - unter anderem - der in Litera a bis h bezeichneten Weise Gebote, Verbote, oder Beschränkungen sowie Auflagen, Bedingungen oder Fristen in Bescheiden nicht beachtet.

Gemäß § 99 Abs. 3 lit. d StVO 1960 begeht eine Verwaltungsübertretung, die mit einer Geldstrafe bis zu EUR 726,-- zu bestrafen ist, wer Straßen ohne Bewilligung zu verkehrsfremden Zwecken (X. Abschnitt) benützt, insbesondere ohne Bewilligung eine nach § 82 bewilligungspflichtige Tätigkeit oder Herstellung vornimmt oder ohne Bewilligung sportliche Veranstaltungen nach § 64 abhält.Gemäß Paragraph 99, Absatz 3, Litera d, StVO 1960 begeht eine Verwaltungsübertretung, die mit einer Geldstrafe bis zu EUR 726,-- zu bestrafen ist, wer Straßen ohne Bewilligung zu verkehrsfremden Zwecken (römisch zehn. Abschnitt) benützt, insbesondere ohne Bewilligung eine nach Paragraph 82, bewilligungspflichtige Tätigkeit oder Herstellung vornimmt oder ohne Bewilligung sportliche Veranstaltungen nach Paragraph 64, abhält.

Nach der Rechtsprechung verwirklicht, wer ohne Bewilligung nach dem X. Abschnitt der StVO 1960 Straßen zu verkehrsfremden Zwecken benützt, das Tatbild des § 99 Abs. 3 lit. d StVO 1960 (vgl. das Erkenntnis vom 28. November 2008, Zl. 2008/02/0200, mwN).Nach der Rechtsprechung verwirklicht, wer ohne Bewilligung nach dem römisch zehn. Abschnitt der StVO 1960 Straßen zu verkehrsfremden Zwecken benützt, das Tatbild des Paragraph 99, Absatz 3, Litera d, StVO 1960 vergleiche , das Erkenntnis vom 28. November 2008, Zl. 2008/02/0200, mwN).

Die erstinstanzliche Behörde hat die Bestrafung auf ein Tatbild gestützt (§ 84 Abs. 2 StVO 1960), das Werbungen und Ankündigungen außerhalb des Straßengrundes verbietet, während die belangte Behörde offenbar darauf abgestellt hat, dass die Werbetafel ohne Bewilligung auf Straßengrund aufgestellt worden sei. Andernfalls hätte es der Abänderung des erstinstanzlichen Bescheides und der Zitierung des § 99 Abs. 3 lit. d StVO 1960 nicht bedurft.Die erstinstanzliche Behörde hat die Bestrafung auf ein Tatbild gestützt (Paragraph 84, Absatz 2, StVO 1960), das Werbungen und Ankündigungen außerhalb des Straßengrundes verbietet, während die belangte Behörde offenbar darauf abgestellt hat, dass die Werbetafel ohne Bewilligung auf Straßengrund aufgestellt worden sei. Andernfalls hätte es der Abänderung des erstinstanzlichen Bescheides und der Zitierung des Paragraph 99, Absatz 3, Litera d, StVO 1960 nicht bedurft.

Es fehlen allerdings sowohl im Spruch als auch in der Begründung des angefochtenen Bescheides Feststellungen darüber, ob es sich beim Aufstellungsort der Werbetafel überhaupt um Straßengrund gehandelt hat. Die dazu in der Gegenschrift der belangten Behörde angestellten Überlegungen ersetzen keine der angefochtenen Entscheidung zu Grunde gelegten Feststellungen (vgl. das Erkenntnis vom 27. Februar 1992, Zl. 92/02/0081).Es fehlen allerdings sowohl im Spruch als auch in der Begründung des angefochtenen Bescheides Feststellungen darüber, ob es sich beim Aufstellungsort der Werbetafel überhaupt um Straßengrund gehandelt hat. Die dazu in der Gegenschrift der belangten Behörde angestellten Überlegungen ersetzen keine der angefochtenen Entscheidung zu Grunde gelegten Feststellungen vergleiche , das Erkenntnis vom 27. Februar 1992, Zl. 92/02/0081).

Indem die belangte Behörde im Spruch des angefochtenen Bescheides in Abänderung des erstinstanzlichen Bescheides offenbar auf eine konsenslose Aufstellung der Werbetafel auf Straßengrund abstellte, jedoch keine Feststellungen darüber getroffen hat, ob es sich beim Aufstellungsort um eine Straße mit öffentlichem Verkehr handelt, hat sie den angefochtenen Bescheid mit Rechtswidrigkeit belastet. Dieser war gemäß § 42 Abs. 2 Z. 1 VwGG wegen Rechtswidrigkeit des Inhaltes aufzuheben.Indem die belangte Behörde im Spruch des angefochtenen Bescheides in Abänderung des erstinstanzlichen Bescheides offenbar auf eine konsenslose Aufstellung der Werbetafel auf Straßengrund abstellte, jedoch keine Feststellungen darüber getroffen hat, ob es sich beim Aufstellungsort um eine Straße mit öffentlichem Verkehr handelt, hat sie den angefochtenen Bescheid mit Rechtswidrigkeit belastet. Dieser war gemäß Paragraph 42, Absatz 2, Ziffer eins, VwGG wegen Rechtswidrigkeit des Inhaltes aufzuheben.

Die Entscheidung über den Aufwandersatz beruht auf den §§ 47 ff VwGG iVm der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008, BGBl. II Nr. 455.Die Entscheidung über den Aufwandersatz beruht auf den Paragraphen 47, ff VwGG in Verbindung mit der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008, Bundesgesetzblatt , römisch zwei Nr. 455.

Wien, am 19. Oktober 2012

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2012020096.X00

Im RIS seit

28.11.2012

Zuletzt aktualisiert am

03.01.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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