TE Vwgh Beschluss 2012/12/12 2012/18/0206

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Veröffentlicht am 12.12.2012
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §10 Abs2
AsylG 2005 §10 Abs2 Z2
AsylG 2005 §10 Abs5
FPG 2005 §125 Abs3 idF 2011/I/038
FPG 2005 §60 Abs4 Z2 idF 2011/I/038
FPG 2005 §62
FPG 2005 §65 Abs1
FPG 2005 §65 Abs2
VwGG §33 Abs1
  1. AsylG 2005 § 10 heute
  2. AsylG 2005 § 10 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  3. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  5. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  6. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  7. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  8. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  9. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  10. AsylG 2005 § 10 gültig von 09.11.2007 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2007
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  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch die Vorsitzende Senatspräsidentin Dr. Bernegger sowie die Hofräte Mag. Eder und Mag. Straßegger als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Krawarik, in der Beschwerdesache des SS in L, vertreten durch Mag. Elisabeth Mitterbauer, Rechtsanwältin in 4910 Ried/Innkreis, Eiselsbergstraße 1a, gegen den Bescheid der Sicherheitsdirektion für das Bundesland Oberösterreich vom 29. Dezember 2009, Zl. E1/6725/2009, betreffend Aufhebung eines Rückkehrverbotes, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden erklärt und das Verfahren eingestellt.

Ein Aufwandersatz findet nicht statt.

Begründung

Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden erklärt und das Verfahren eingestellt.

Ein Aufwandersatz findet nicht statt.

Mit dem angefochtenen, im Instanzenzug ergangenen Bescheid wies die belangte Behörde den Antrag des Beschwerdeführers, eines indischen Staatsangehörigen, das gegen ihn vor Inkrafttreten des FPG erlassene Aufenthaltsverbot, welches ab 1. Jänner 2006 gemäß § 125 Abs. 3 zweiter Satz FPG als Rückkehrverbot weitergalt, aufzuheben, gemäß § 65 Abs. 1 Fremdenpolizeigesetz 2005 (FPG), ab.Mit dem angefochtenen, im Instanzenzug ergangenen Bescheid wies die belangte Behörde den Antrag des Beschwerdeführers, eines indischen Staatsangehörigen, das gegen ihn vor Inkrafttreten des FPG erlassene Aufenthaltsverbot, welches ab 1. Jänner 2006 gemäß Paragraph 125, Absatz 3, zweiter Satz FPG als Rückkehrverbot weitergalt, aufzuheben, gemäß Paragraph 65, Absatz eins, Fremdenpolizeigesetz 2005 (FPG), ab.

In weiterer Folge teilte der Beschwerdeführer dem Verwaltungsgerichtshof mit, das Bundesasylamt habe mit Bescheid vom 30. Dezember 2011 ausgesprochen, dass seine Ausweisung aus dem österreichischen Bundesgebiet gemäß § 10 Abs. 2 Z 1 und Abs. 5 Asylgesetz 2005 (AsylG 2005) auf Dauer unzulässig sei. Infolgedessen sei ihm auch ein bis 23. Jänner 2013 gültiger Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" erteilt worden. In weiterer Folge teilte der Beschwerdeführer dem Verwaltungsgerichtshof mit, das Bundesasylamt habe mit Bescheid vom 30. Dezember 2011 ausgesprochen, dass seine Ausweisung aus dem österreichischen Bundesgebiet gemäß Paragraph 10, Absatz 2, Ziffer eins und Absatz 5, Asylgesetz 2005 (AsylG 2005) auf Dauer unzulässig sei. Infolgedessen sei ihm auch ein bis 23. Jänner 2013 gültiger Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" erteilt worden.

Über Anfrage des Verwaltungsgerichtshofes, ob und aus welchen Gründen der Beschwerdeführer noch ein rechtliches Interesse an einer inhaltlichen Entscheidung über seine Beschwerde habe, gab er bekannt, ein solches resultiere aus dem Umstand, dass das Rückkehrverbot immer noch bestehe.

Der Verwaltungsgerichtshof hat zu einer Konstellation, wie sie auch hier vorliegt, in seinem Beschluss vom 28. August 2012, Zl. 2009/21/0062, festgehalten, dass - anders als der Beschwerdeführer meint - das Rückkehrverbot mit dem Ausspruch, dass die Ausweisung gemäß § 10 Abs. 2 Z 2 und Abs. 5 AsylG 2005 auf Dauer unzulässig ist, außer Kraft tritt. Gemäß § 43 Abs. 2 zweiter Satz und Abs. 9 VwGG wird daher insoweit auf die Entscheidungsgründe dieses Beschlusses verwiesen.Der Verwaltungsgerichtshof hat zu einer Konstellation, wie sie auch hier vorliegt, in seinem Beschluss vom 28. August 2012, Zl. 2009/21/0062, festgehalten, dass - anders als der Beschwerdeführer meint - das Rückkehrverbot mit dem Ausspruch, dass die Ausweisung gemäß Paragraph 10, Absatz 2, Ziffer 2 und Absatz 5, AsylG 2005 auf Dauer unzulässig ist, außer Kraft tritt. Gemäß Paragraph 43, Absatz 2, zweiter Satz und Absatz 9, VwGG wird daher insoweit auf die Entscheidungsgründe dieses Beschlusses verwiesen.

Aus den dort genannten Gründen ist auch hier davon auszugehen, dass das gegen den Beschwerdeführer früher erlassene Aufenthaltsverbot, welches ab Inkrafttreten des FPG als Rückkehrverbot weitergalt, außer Kraft getreten ist. In einem solchen Fall kann seine Rechtsstellung auch durch ein stattgebendes Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes nicht verbessert werden. Angesichts dessen besteht ein rechtliches Interesse des Beschwerdeführers an einer Entscheidung über die gegenständliche Beschwerde nicht mehr. Zufolge nachträglichem Wegfall des Rechtsschutzbedürfnisses ist die Beschwerde sohin in sinngemäßer Anwendung des § 33 Abs. 1 VwGG als gegenstandslos geworden zu erklären und das Verfahren einzustellen (vgl. auch dazu den bereits genannten Beschluss vom 28. August 2012).Aus den dort genannten Gründen ist auch hier davon auszugehen, dass das gegen den Beschwerdeführer früher erlassene Aufenthaltsverbot, welches ab Inkrafttreten des FPG als Rückkehrverbot weitergalt, außer Kraft getreten ist. In einem solchen Fall kann seine Rechtsstellung auch durch ein stattgebendes Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes nicht verbessert werden. Angesichts dessen besteht ein rechtliches Interesse des Beschwerdeführers an einer Entscheidung über die gegenständliche Beschwerde nicht mehr. Zufolge nachträglichem Wegfall des Rechtsschutzbedürfnisses ist die Beschwerde sohin in sinngemäßer Anwendung des Paragraph 33, Absatz eins, VwGG als gegenstandslos geworden zu erklären und das Verfahren einzustellen vergleiche , auch dazu den bereits genannten Beschluss vom 28. August 2012).

Das Unterbleiben der Zuerkennung von Aufwandersatz gründet sich auf § 58 Abs. 2 VwGG.Das Unterbleiben der Zuerkennung von Aufwandersatz gründet sich auf Paragraph 58, Absatz 2, VwGG.

Wien, am 12. Dezember 2012

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2012180206.X00

Im RIS seit

20.02.2013

Zuletzt aktualisiert am

18.06.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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