TE Vwgh Beschluss 2013/3/19 2013/21/0016

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Veröffentlicht am 19.03.2013
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

B-VG Art131 Abs1 Z1
FPG 2005 §67 Abs1 idF 2011/I/0038
FPG 2005 §67 Abs2 idF 2011/I/038
FPG 2005 §70 Abs3 idF 2011/I/038
FPG 2005 §9 Abs1
VwGG §34 Abs1
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Vizepräsident Dr. Thienel und die Hofräte Dr. Pelant und Dr. Sulzbacher als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Dobner, in der Beschwerdesache des PZ in B, vertreten durch Mag. Manfred Sommerbauer und MMag. Dr. Michael Dohr, Rechtsanwälte in 2700 Wiener Neustadt, Babenbergerring 5a/3. OG, gegen den Bescheid der Landespolizeidirektion Burgenland vom 8. November 2012, Zl. 1024413/FRB/12, betreffend Aufenthaltsverbot, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Begründung

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Mit Bescheid vom 8. November 2012 erließ die Landespolizeidirektion Burgenland gegen den Beschwerdeführer, einen slowakischen Staatsangehörigen, gemäß § 67 Abs. 1 und 2 Fremdenpolizeigesetz 2005 - FPG ein mit zehn Jahren befristetes Aufenthaltsverbot, schloss gemäß § 68 Abs. 3 FPG die aufschiebende Wirkung einer Berufung gegen diesen Bescheid aus und hielt fest, dass gemäß § 70 Abs. 3 FPG von Amts wegen kein Durchsetzungsaufschub erteilt werde.Mit Bescheid vom 8. November 2012 erließ die Landespolizeidirektion Burgenland gegen den Beschwerdeführer, einen slowakischen Staatsangehörigen, gemäß Paragraph 67, Absatz eins, und 2 Fremdenpolizeigesetz 2005 - FPG ein mit zehn Jahren befristetes Aufenthaltsverbot, schloss gemäß Paragraph 68, Absatz 3, FPG die aufschiebende Wirkung einer Berufung gegen diesen Bescheid aus und hielt fest, dass gemäß Paragraph 70, Absatz 3, FPG von Amts wegen kein Durchsetzungsaufschub erteilt werde.

Gegen diesen Bescheid - ausschließlich gegen die Verhängung des Aufenthaltsverbotes; (insbesondere) die Ablehnung der Erteilung des Durchsetzungsaufschubes wird mit keinem Wort erwähnt - richtet sich die gegenständliche Beschwerde, die sich jedoch mangels Erschöpfung des Instanzenzuges (siehe Art. 131 Abs. 1 Z 1 B-VG) als unzulässig erweist. Gegen das Aufenthaltsverbot hätte nämlich gemäß § 9 Abs. 1 FPG eine Berufung eingebracht werden können, worauf auch zutreffend in der Rechtsmittelbelehrung hingewiesen worden war. Die (weitere) Rechtsmittelbelehrung, wonach gemäß § 9 Abs. 2 FPG gegen diesen Bescheid eine Berufung nicht zulässig sei, hatte sich dagegen schon gemäß ihrem ergänzenden Klammerausdruck („§ 70 FPG“) nur auf den Ausschluss des Durchsetzungsaufschubes bezogen, der jedoch, wie erwähnt, nicht in Beschwerde gezogen wird. Gegen diesen Bescheid - ausschließlich gegen die Verhängung des Aufenthaltsverbotes; (insbesondere) die Ablehnung der Erteilung des Durchsetzungsaufschubes wird mit keinem Wort erwähnt - richtet sich die gegenständliche Beschwerde, die sich jedoch mangels Erschöpfung des Instanzenzuges (siehe Artikel 131, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG) als unzulässig erweist. Gegen das Aufenthaltsverbot hätte nämlich gemäß Paragraph 9, Absatz eins, FPG eine Berufung eingebracht werden können, worauf auch zutreffend in der Rechtsmittelbelehrung hingewiesen worden war. Die (weitere) Rechtsmittelbelehrung, wonach gemäß Paragraph 9, Absatz 2, FPG gegen diesen Bescheid eine Berufung nicht zulässig sei, hatte sich dagegen schon gemäß ihrem ergänzenden Klammerausdruck („§ 70 FPG“) nur auf den Ausschluss des Durchsetzungsaufschubes bezogen, der jedoch, wie erwähnt, nicht in Beschwerde gezogen wird.

Die nur gegen die Verhängung des Aufenthaltsverbotes gerichtete Beschwerde war nach dem Gesagten gemäß § 34 Abs. 1 VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung mit Beschluss zurückzuweisen (siehe zu einer ähnlichen Konstellation den hg. Beschluss vom 28. August 2012, Zl. 2012/21/0160).Die nur gegen die Verhängung des Aufenthaltsverbotes gerichtete Beschwerde war nach dem Gesagten gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung mit Beschluss zurückzuweisen (siehe zu einer ähnlichen Konstellation den hg. Beschluss vom 28. August 2012, Zl. 2012/21/0160).

Wien, am 19. März 2013

Schlagworte

Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Nichterschöpfung des Instanzenzuges Besondere Rechtsgebiete Diverses

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2013210016.X00

Im RIS seit

06.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

25.06.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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