TE Vwgh Beschluss 2013/7/19 2013/02/0077

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Veröffentlicht am 19.07.2013
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Index

L67003 Ausländergrunderwerb Grundverkehr Niederösterreich;
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

B-VG Art133 Z4;
GVG NÖ 2007 §8 Abs8;
GVG NÖ 2007 §8;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch die Vorsitzende Senatspräsidentin Dr. Riedinger und die Hofräte Dr. Beck und Mag. Dr. Köller als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Farcas, in der Beschwerdesache 1. des S in M, 2. der T in K, beide vertreten durch die Hofbauer & Wagner Rechtsanwälte KG in 3100 St. Pölten, Riemerplatz 1, gegen den Bescheid der Grundverkehrs-Landeskommission beim Amt der NÖ. Landesregierung vom 28. Februar 2013, Zl. LF1-GV-107/096-2012, betreffend Versagung der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung (weitere

Partei: Niederösterreichische Landesregierung; mitbeteiligte

Partei: Hugo Pitterle in 3240 Mank, Hagberg 3), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Begründung

Mit dem im Instanzenzug ergangenen Bescheid der belangten Behörde vom 28. Februar 2013 wurde dem Übergabs- und Dienstbarkeitsvertrag vom 17. August 2011 zwischen dem Erstbeschwerdeführer als Übergeber und der Zweitbeschwerdeführerin als Übernehmerin betreffend mehrere Grundstücke, die überwiegend unter den land- und forstwirtschaftlichen Grundverkehr fallen, gemäß § 6 Abs. 2 Z. 1, 2 und 3 i.V.m. § 1 Z. 1 und 2 NÖ. Grundverkehrsgesetz 2007, LGBl. 6800-3, versagt.Mit dem im Instanzenzug ergangenen Bescheid der belangten Behörde vom 28. Februar 2013 wurde dem Übergabs- und Dienstbarkeitsvertrag vom 17. August 2011 zwischen dem Erstbeschwerdeführer als Übergeber und der Zweitbeschwerdeführerin als Übernehmerin betreffend mehrere Grundstücke, die überwiegend unter den land- und forstwirtschaftlichen Grundverkehr fallen, gemäß Paragraph 6, Absatz 2, Ziffer eins, 2, und 3 in Verbindung mit Paragraph eins, Ziffer eins und 2 NÖ. Grundverkehrsgesetz 2007, Landesgesetzblatt 6800, -3, versagt.

Gegen diesen Bescheid erhoben die Beschwerdeführer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof, in der sie Rechtswidrigkeit des Inhaltes geltend machen.

Die Grundverkehrslandeskommission beim Amt der NÖ. Landesregierung nach § 8 des NÖ Grundverkehrsgesetzes 2007 (kurz: NÖ GVG), LGBl. Nr. 6800-3, ist als eine sogenannte Kollegialbehörde mit richterlichem Einschlag im Sinne des Art. 133 Z. 4 B-VG eingerichtet. Gegen ihre Entscheidungen ist kein ordentliches Rechtsmittel zulässig (vgl. § 8 Abs. 8 NÖ GVG). Die Anrufung des Verwaltungsgerichtshofes ist nicht für zulässig erklärt worden.Die Grundverkehrslandeskommission beim Amt der NÖ. Landesregierung nach Paragraph 8, des NÖ Grundverkehrsgesetzes 2007 (kurz: NÖ GVG), Landesgesetzblatt , Nr. 6800-3, ist als eine sogenannte Kollegialbehörde mit richterlichem Einschlag im Sinne des Artikel 133, Ziffer 4, B-VG eingerichtet. Gegen ihre Entscheidungen ist kein ordentliches Rechtsmittel zulässig vergleiche , Paragraph 8, Absatz 8, NÖ GVG). Die Anrufung des Verwaltungsgerichtshofes ist nicht für zulässig erklärt worden.

Damit sind ihre Entscheidungen gemäß Art. 133 Z. 4 B-VG von der Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtshofes ausgenommen (vgl. den Beschluss des Verwaltungsgerichtshofes vom 16. Dezember 1992, Zl. 92/02/0328, m.w.N.).Damit sind ihre Entscheidungen gemäß Artikel 133, Ziffer 4, B-VG von der Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtshofes ausgenommen vergleiche , den Beschluss des Verwaltungsgerichtshofes vom 16. Dezember 1992, Zl. 92/02/0328, m.w.N.).

Die Beschwerde war daher gemäß § 34 Abs. 1 und 3 VwGG wegen Unzuständigkeit des Verwaltungsgerichtshofes ohne weiteres Verfahren zurückzuweisen.Die Beschwerde war daher gemäß Paragraph 34, Absatz eins, und 3 VwGG wegen Unzuständigkeit des Verwaltungsgerichtshofes ohne weiteres Verfahren zurückzuweisen.

Wien, am 19. Juli 2013

Schlagworte

Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Bescheide von Kollegialbehörden iSd B-VG Art133 Z4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2013020077.X00

Im RIS seit

01.10.2013

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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