TE Vwgh Beschluss 2014/3/20 2013/07/0150

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Veröffentlicht am 20.03.2014
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein;
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
40/01 Verwaltungsverfahren;

Norm

B-VG Art132;
B-VG Art133 Abs1 Z2 idF 2012/I/051;
B-VG Art133 Abs7 idF 2012/I/051;
VwGbk-ÜG 2013 §5 Abs1;
VwGbk-ÜG 2013 §5 Abs2;
VwGG §38 idF 2013/I/033;
VwRallg;
  1. B-VG Art. 132 heute
  2. B-VG Art. 132 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  4. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 132 gültig von 25.12.1946 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  8. B-VG Art. 132 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 132 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Bumberger sowie die Hofrätin Dr. Hinterwirth und den Hofrat Dr. Lukasser als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Schweda, über die Anträge der beschwerdeführenden Parteien 1. Gemeinde S und 2. W eGen mbH, beide in S, beide vertreten durch die Eisenberger & Herzog Rechtsanwalts GmbH in 8010 Graz, Hilmgasse 10, auf Zuerkennung von Aufwandersatz, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Anträge der beschwerdeführenden Parteien, ihnen Aufwandersatz in Höhe von EUR 793,20 (Schriftsatzaufwand und Eingabegebühr), in eventu den Ersatz des Schriftsatzaufwandes in Höhe von EUR 553,20 zuzuerkennen, werden zurückgewiesen.

Begründung

1. Aufgrund einer Säumnisbeschwerde der beschwerdeführenden Parteien wurde die (damals) belangte Behörde, der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, mit hg. Verfügung vom 16. August 2013 (u.a.) aufgefordert, den versäumten Bescheid binnen drei Monaten zu erlassen und eine Abschrift des Bescheides dem Verwaltungsgerichtshof vorzulegen oder anzugeben, warum eine Verletzung der Entscheidungspflicht nicht vorliege (§ 36 Abs. 2 VwGG a.F.). 1. Aufgrund einer Säumnisbeschwerde der beschwerdeführenden Parteien wurde die (damals) belangte Behörde, der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, mit hg. Verfügung vom 16. August 2013 (u.a.) aufgefordert, den versäumten Bescheid binnen drei Monaten zu erlassen und eine Abschrift des Bescheides dem Verwaltungsgerichtshof vorzulegen oder anzugeben, warum eine Verletzung der Entscheidungspflicht nicht vorliege (Paragraph 36, Absatz 2, VwGG a.F.).

2. Mit Blick auf ein Ersuchen der belangten Behörde wurde die Frist für die Nachholung des versäumten Bescheides mit hg. Verfügung vom 16. November 2013 gemäß § 36 Abs. 2 zweiter Satz VwGG a.F. bis 10. Dezember 2013 erstreckt. 2. Mit Blick auf ein Ersuchen der belangten Behörde wurde die Frist für die Nachholung des versäumten Bescheides mit hg. Verfügung vom 16. November 2013 gemäß Paragraph 36, Absatz 2, zweiter Satz VwGG a.F. bis 10. Dezember 2013 erstreckt.

3. Der mit 2. Dezember 2013 datierte, nach dem Vorbringen der beschwerdeführenden Parteien diesen am 10. Dezember 2013 zugestellte (somit innerhalb der erstreckten Frist nachgeholte) Bescheid der belangten Behörde wurde dem Verwaltungsgerichtshof erst am 20. Dezember 2013 von der belangten Behörde vorgelegt. Eine Beschlussfassung im Senat über die Einstellung des Verfahrens über die Säumnisbeschwerde gemäß § 36 Abs. 2 letzter Satz VwGG a.F. war vor Ablauf des 31. Dezember 2013 nicht mehr möglich. 3. Der mit 2. Dezember 2013 datierte, nach dem Vorbringen der beschwerdeführenden Parteien diesen am 10. Dezember 2013 zugestellte (somit innerhalb der erstreckten Frist nachgeholte) Bescheid der belangten Behörde wurde dem Verwaltungsgerichtshof erst am 20. Dezember 2013 von der belangten Behörde vorgelegt. Eine Beschlussfassung im Senat über die Einstellung des Verfahrens über die Säumnisbeschwerde gemäß Paragraph 36, Absatz 2, letzter Satz VwGG a.F. war vor Ablauf des 31. Dezember 2013 nicht mehr möglich.

4. Mit hg. Verfügung vom 8. Jänner 2014 wurde die (noch nicht erledigte) Säumnisbeschwerde gemäß § 5 Abs. 2 VwGbk-ÜG dem Landesverwaltungsgericht Tirol abgetreten; bei dieser Gelegenheit wurde darauf hingewiesen, dass gemäß § 5 Abs. 3 VwGbk-ÜG in diesem Fall eine bereits entrichtete Eingabengebühr rückzuerstatten ist und dass ein Antrag auf Rückerstattung beim Finanzamt für Gebühren, Verkehrssteuern und Glückspiel einzubringen ist. 4. Mit hg. Verfügung vom 8. Jänner 2014 wurde die (noch nicht erledigte) Säumnisbeschwerde gemäß Paragraph 5, Absatz 2, VwGbk-ÜG dem Landesverwaltungsgericht Tirol abgetreten; bei dieser Gelegenheit wurde darauf hingewiesen, dass gemäß Paragraph 5, Absatz 3, VwGbk-ÜG in diesem Fall eine bereits entrichtete Eingabengebühr rückzuerstatten ist und dass ein Antrag auf Rückerstattung beim Finanzamt für Gebühren, Verkehrssteuern und Glückspiel einzubringen ist.

5. Mit Schriftsatz vom 12. Februar 2014 beantragen die beschwerdeführenden Parteien nunmehr die Zuerkennung von Aufwandersatz in Höhe von EUR 793,20 (Schriftsatzaufwand in Höhe von EUR 553,20 zuzüglich der Eingabegebühr in Höhe von EUR 240,--), in eventu die Zuerkennung "zumindest" des Ersatzes für Schriftsatzaufwand in Höhe von EUR 553,20 und bringen dazu im Wesentlichen vor, im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Tirol gebühre ihnen kein Aufwandersatz.

6. Der Antrag erweist sich als nicht zulässig:

Nach § 5 Abs. 1 VwGbk-ÜG gelten (lediglich) die beim Verwaltungsgerichtshof mit Ablauf des 31. Dezember 2013 anhängigen Verfahren über Beschwerden wegen Verletzung der Entscheidungspflicht durch eine unabhängige Verwaltungsbehörde als Verfahren über einen Fristsetzungsantrag (iSd Art. 133 Abs. 1 Z. 2 und Abs. 7 B-VG sowie § 38 VwGG, jeweils n.F.) weiter.Nach Paragraph 5, Absatz eins, VwGbk-ÜG gelten (lediglich) die beim Verwaltungsgerichtshof mit Ablauf des 31. Dezember 2013 anhängigen Verfahren über Beschwerden wegen Verletzung der Entscheidungspflicht durch eine unabhängige Verwaltungsbehörde als Verfahren über einen Fristsetzungsantrag (iSd Artikel 133, Absatz eins, Ziffer 2 und Absatz 7, B-VG sowie Paragraph 38, VwGG, jeweils n.F.) weiter.

Gemäß § 5 Abs. 2 erster Satz VwGbk-ÜG hat der Verwaltungsgerichtshof die Beschwerden in sonstigen bei ihm mit Ablauf des 31. Dezember 2013 anhängigen Verfahren über Beschwerden wegen Verletzung der Entscheidungspflicht an das zuständige Verwaltungsgericht unter Anschluss der Akten des Verfahrens abzutreten. Solche Säumnisbeschwerden hat der Verwaltungsgerichtshof somit nach Ablauf des 31. Dezember 2013 nicht mehr zu erledigen (vgl. etwa Fister/Fuchs/Sachs, Verwaltungsgerichtsverfahren, § 5 VwGbk-ÜG Anm. 5).Gemäß Paragraph 5, Absatz 2, erster Satz VwGbk-ÜG hat der Verwaltungsgerichtshof die Beschwerden in sonstigen bei ihm mit Ablauf des 31. Dezember 2013 anhängigen Verfahren über Beschwerden wegen Verletzung der Entscheidungspflicht an das zuständige Verwaltungsgericht unter Anschluss der Akten des Verfahrens abzutreten. Solche Säumnisbeschwerden hat der Verwaltungsgerichtshof somit nach Ablauf des 31. Dezember 2013 nicht mehr zu erledigen vergleiche , etwa Fister/Fuchs/Sachs, Verwaltungsgerichtsverfahren, Paragraph 5, VwGbk-ÜG Anmerkung 5, ).

Nach der im Sinn dieser Bestimmungen am 8. Jänner 2014 erfolgten Abtretung der Säumnisbeschwerde der beschwerdeführenden Parteien ist der Verwaltungsgerichtshof auch zur Zuerkennung von Aufwandersatz für das Säumnisbeschwerdeverfahren im Sinne des Art. 132 B-VG a.F. nicht mehr berufen.Nach der im Sinn dieser Bestimmungen am 8. Jänner 2014 erfolgten Abtretung der Säumnisbeschwerde der beschwerdeführenden Parteien ist der Verwaltungsgerichtshof auch zur Zuerkennung von Aufwandersatz für das Säumnisbeschwerdeverfahren im Sinne des Artikel 132, B-VG a.F. nicht mehr berufen.

Die Anträge waren daher als unzulässig zurückzuweisen.

Wien, am 20. März 2014

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013070150.X00

Im RIS seit

02.06.2014

Zuletzt aktualisiert am

24.09.2014
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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