TE Vwgh Beschluss 2014/5/7 2013/22/0300

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Veröffentlicht am 07.05.2014
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof;
24/01 Strafgesetzbuch;
41/02 Passrecht Fremdenrecht;

Norm

PaßG 1992 §14 Abs1 Z2;
PaßG 1992 §14 Abs1 Z3 lita;
StGB §297;
VwGG §34 Abs1 idF 2013/I/033;
VwGG §34 Abs3 idF 2013/I/033;
VwGG §79 Abs11 idF 2013/I/122;
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 79 heute
  2. VwGG § 79 gültig ab 25.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2025
  3. VwGG § 79 gültig von 31.05.2025 bis 24.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2025
  4. VwGG § 79 gültig von 19.07.2024 bis 30.05.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2024
  5. VwGG § 79 gültig von 05.07.2024 bis 18.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2024
  6. VwGG § 79 gültig von 21.07.2023 bis 04.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  7. VwGG § 79 gültig von 01.07.2021 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2021
  8. VwGG § 79 gültig von 15.05.2021 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2021
  9. VwGG § 79 gültig von 15.05.2021 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2021
  10. VwGG § 79 gültig von 06.01.2021 bis 14.05.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2021
  11. VwGG § 79 gültig von 06.01.2021 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  12. VwGG § 79 gültig von 05.04.2020 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2020
  13. VwGG § 79 gültig von 22.03.2020 bis 04.04.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  14. VwGG § 79 gültig von 30.10.2019 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  15. VwGG § 79 gültig von 25.04.2019 bis 29.10.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2019
  16. VwGG § 79 gültig von 15.08.2018 bis 24.04.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  17. VwGG § 79 gültig von 16.05.2018 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  18. VwGG § 79 gültig von 16.09.2017 bis 15.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  19. VwGG § 79 gültig von 18.01.2017 bis 15.09.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  20. VwGG § 79 gültig von 09.07.2016 bis 17.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2016
  21. VwGG § 79 gültig von 01.01.2014 bis 08.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  22. VwGG § 79 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  23. VwGG § 79 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  24. VwGG § 79 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch die Vorsitzende Senatspräsidentin Dr. Bernegger, den Hofrat Dr. Robl, die Hofrätin Mag. Merl und die Hofräte Dr. Mayr und Dr. Schwarz als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Perauer, in der Beschwerdesache des A, vertreten durch Mag. Charlotte Poeffel, Rechtsanwalt in 1120 Wien, Tivoligasse 63, gegen den Bescheid der Bundesministerin für Inneres vom 25. Juli 2013, Zl. BMI-9592553/0010-III/3/a/2013, betreffend Ausstellung eines Reisepasses, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Der Beschwerdeführer hat dem Bund Aufwendungen in der Höhe von EUR 57,40 binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Begründung

Mit dem im Instanzenzug ergangenen Bescheid der Bundesministerin für Inneres (in der Folge kurz als "Behörde" bezeichnet) vom 29. Oktober 2012 wurde dem Beschwerdeführer der österreichische Reisepass gemäß § 14 Abs. 1 Z 2 und Z 3 lit. a Passgesetz (PassG) entzogen, da gegen ihn eine Anordnung zur Festnahme zur Strafverfolgung aus dem Haftgrund der Fluchtgefahr wegen des Verdachts der Übertretung des § 297 StGB (Verleumdung) bestehe. Weiters wurde die am 4. Juli 2012 beantragte Ausstellung eines Reisepasses gemäß den angeführten Bestimmungen versagt.Mit dem im Instanzenzug ergangenen Bescheid der Bundesministerin für Inneres (in der Folge kurz als "Behörde" bezeichnet) vom 29. Oktober 2012 wurde dem Beschwerdeführer der österreichische Reisepass gemäß Paragraph 14, Absatz eins, Ziffer 2 und Ziffer 3, Litera a, Passgesetz (PassG) entzogen, da gegen ihn eine Anordnung zur Festnahme zur Strafverfolgung aus dem Haftgrund der Fluchtgefahr wegen des Verdachts der Übertretung des Paragraph 297, StGB (Verleumdung) bestehe. Weiters wurde die am 4. Juli 2012 beantragte Ausstellung eines Reisepasses gemäß den angeführten Bestimmungen versagt.

Mit dem mit 7. Februar 2013 datierten, per E-Mail am 6. März 2013 bei der Österreichischen Botschaft in Bangkok eingebrachten Antrag begehrte der Beschwerdeführer die neuerliche Ausstellung eines österreichischen Reisepasses.

Dieser Antrag wurde mit Bescheid der Österreichischen Botschaft in Bangkok vom 2. Mai 2013 gemäß § 13 Abs. 3 AVG zurückgewiesen. Mit dem angefochtenen Bescheid wurde die dagegen erhobene Berufung mit der Begründung abgewiesen, dass der Beschwerdeführer dem zu Recht erteilten Verbesserungsauftrag (nämlich persönlich vor der Botschaft zu erscheinen und eine Konsulargebühr zu entrichten) nicht nachgekommen sei.Dieser Antrag wurde mit Bescheid der Österreichischen Botschaft in Bangkok vom 2. Mai 2013 gemäß Paragraph 13, Absatz 3, AVG zurückgewiesen. Mit dem angefochtenen Bescheid wurde die dagegen erhobene Berufung mit der Begründung abgewiesen, dass der Beschwerdeführer dem zu Recht erteilten Verbesserungsauftrag (nämlich persönlich vor der Botschaft zu erscheinen und eine Konsulargebühr zu entrichten) nicht nachgekommen sei.

Mit weiterem Bescheid der Österreichischen Botschaft in Bangkok vom 11. Juli 2013 wurde der Antrag vom 7. Februar 2013 gemäß § 14 Abs. 1 Z 2 und Z 3 lit. a PassG abgewiesen. Die dagegen erhobene Berufung wurde mit Bescheid der Behörde vom 29. Juli 2013 abgewiesen. Begründend führte sie zusammengefasst aus, dass keine wesentliche Änderung des Sachverhaltes seit dem Entzug des Reisepasses eingetreten sei und nach wie vor der Verdacht bestünde, der Beschwerdeführer würde einen Reisepass dazu benützen, um sich der Strafverfolgung oder Strafvollstreckung - etwa durch einen Verbleib im Ausland - zu entziehen.Mit weiterem Bescheid der Österreichischen Botschaft in Bangkok vom 11. Juli 2013 wurde der Antrag vom 7. Februar 2013 gemäß Paragraph 14, Absatz eins, Ziffer 2 und Ziffer 3, Litera a, PassG abgewiesen. Die dagegen erhobene Berufung wurde mit Bescheid der Behörde vom 29. Juli 2013 abgewiesen. Begründend führte sie zusammengefasst aus, dass keine wesentliche Änderung des Sachverhaltes seit dem Entzug des Reisepasses eingetreten sei und nach wie vor der Verdacht bestünde, der Beschwerdeführer würde einen Reisepass dazu benützen, um sich der Strafverfolgung oder Strafvollstreckung - etwa durch einen Verbleib im Ausland - zu entziehen.

Gegen die angeführten Bescheide der Behörde vom 25. Juli 2013 (der angefochtene Bescheid) und vom 29. Juli 2013 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof. Die Beschwerde gegen den Bescheid der Behörde vom 29. Juli 2013 wurde in weiterer Folge nicht aufrechterhalten, sodass mit hg. Beschluss vom 18. März 2014, Zl. 2013/22/0382, das diesbezügliche Verfahren eingestellt wurde.

Mit der gegenständlichen Beschwerde wird die im Instanzenzug bestätigte Zurückweisung des Antrages auf Ausstellung eines Reisepasses vom 7. März 2013 bekämpft.

Ungeachtet dessen, dass mit dem nunmehr angefochtenen Bescheid der Behörde vom 25. Juli 2013 eine Entscheidung in der Sache verwehrt wurde, steht der Zulässigkeit dieser Beschwerde der Mangel der Beschwer und daher des Rechtsschutzbedürfnisses entgegen, da über den gegenständlichen Antrag auf Ausstellung eines Reisepasses vom 7. Februar 2013 bereits mit rechtskräftigem und letztlich unbekämpft gebliebenen Bescheid der Behörde vom 29. Juli 2013 inhaltlich negativ abgesprochen wurde. Die verfahrensgegenständliche zurückweisende Entscheidung der Behörde über denselben Antrag kann den Beschwerdeführer im Hinblick darauf nicht in Rechten verletzen.

Die Beschwerde war somit gemäß § 34 Abs. 1 und Abs. 3 VwGG in der gemäß § 79 Abs. 11 idF BGBl. I Nr. 122/2013 bis 31. Dezember 2013 geltenden Fassung in einem gemäß § 12 Abs. 2 leg. cit. gebildeten Senat zurückzuweisen.Die Beschwerde war somit gemäß Paragraph 34, Absatz eins und Absatz 3, VwGG in der gemäß Paragraph 79, Absatz 11, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 122 aus 2013, bis 31. Dezember 2013 geltenden Fassung in einem gemäß Paragraph 12, Absatz 2, leg. cit. gebildeten Senat zurückzuweisen.

Die Kostenentscheidung beruht auf den §§ 47 ff VwGG iVm der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008 und § 3 Z 1 der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2014 idF BGBl. II Nr. 8/2014. Wien, am 7. Mai 2014Die Kostenentscheidung beruht auf den Paragraphen 47, ff VwGG in Verbindung mit der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008 und Paragraph 3, Ziffer eins, der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2014 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 8 aus 2014,. Wien, am 7. Mai 2014

Schlagworte

Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Parteienrechte und Beschwerdelegitimation Verwaltungsverfahren Mangelnde Rechtsverletzung Beschwerdelegitimation verneint keineBESCHWERDELEGITIMATION

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013220300.X00

Im RIS seit

05.09.2014

Zuletzt aktualisiert am

15.09.2014
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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