TE Vwgh Beschluss 2014/9/10 Ra 2014/08/0010

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Veröffentlicht am 10.09.2014
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
60/01 Arbeitsvertragsrecht;
60/04 Arbeitsrecht allgemein;

Norm

AVRAG 1993 §7i Abs8;
BUAG §32 Abs1 Z3;
BUAG §32 Abs4;
B-VG Art133 Abs6 Z1;
B-VG Art133 Abs8;
VwGG §34 Abs1;
  1. BUAG § 32 heute
  2. BUAG § 32 gültig ab 01.08.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 66/2026
  3. BUAG § 32 gültig von 01.04.2021 bis 31.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2021
  4. BUAG § 32 gültig von 01.01.2017 bis 31.03.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2016
  5. BUAG § 32 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2014
  6. BUAG § 32 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2012
  7. BUAG § 32 gültig von 01.08.2011 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2011
  8. BUAG § 32 gültig von 01.01.2011 bis 31.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2010
  9. BUAG § 32 gültig von 01.08.2009 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2009
  10. BUAG § 32 gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  1. BUAG § 32 heute
  2. BUAG § 32 gültig ab 01.08.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 66/2026
  3. BUAG § 32 gültig von 01.04.2021 bis 31.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2021
  4. BUAG § 32 gültig von 01.01.2017 bis 31.03.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2016
  5. BUAG § 32 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2014
  6. BUAG § 32 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2012
  7. BUAG § 32 gültig von 01.08.2011 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2011
  8. BUAG § 32 gültig von 01.01.2011 bis 31.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2010
  9. BUAG § 32 gültig von 01.08.2009 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2009
  10. BUAG § 32 gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): Ra 2015/08/0166 B 4. Dezember 2015 Ra 2015/08/0167 B 4. Dezember 2015

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Waldstätten sowie den Hofrat Dr. Strohmayer, die Hofrätinnen Dr. Julcher und Mag. Rossmeisel und den Hofrat Dr. Pürgy als Richterinnen und Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Gruber, in der Revisionssache der BUAK Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse in Wien, vertreten durch Mag. Vera Noss, Rechtsanwältin in 1010 Wien, Reichsratsstraße 17/11, gegen den Beschluss des Landesverwaltungsgerichtes Burgenland vom 8. Mai 2014, Zl. E 216/05/2014.003/004, betreffend Bestrafung nach dem BUAG (mitbeteiligte Parteien: 1. Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See, 7100 Neusiedl am See, Eisenstädter Straße 1a,

2. I, vertreten durch Dr. Virga Heinzelmann, Rechtsanwalt in Bartok Bela ut 15/B I.5., 1114 Budapest, Ungarn), den Beschluss gefasst:2. römisch eins, vertreten durch Dr. Virga Heinzelmann, Rechtsanwalt in Bartok Bela ut 15/B römisch eins.5., 1114 Budapest, Ungarn), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Begründung

Mit Straferkenntnis der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl/See vom 18. Oktober 2013 wurde dem Zweitmitbeteiligten zur Last gelegt, er habe es als Geschäftsführer einer näher genannten Gesellschaft zu verantworten, dass diese (als Arbeitgeberin namentlich genannter Arbeitnehmer) den Bediensteten der revisionswerbenden Kasse die zur Durchführung ihrer Aufgaben erforderlichen Auskünfte nicht erteilt und die Einsicht in die erforderlichen Unterlagen nicht gewährt habe. Er habe § 32 Abs. 1 Z 3 BUAG verletzt und werde gemäß § 32 Abs. 1 letzter Satz mit einer Geldstrafe von EUR 1.000,-- belegt.Mit Straferkenntnis der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl/See vom 18. Oktober 2013 wurde dem Zweitmitbeteiligten zur Last gelegt, er habe es als Geschäftsführer einer näher genannten Gesellschaft zu verantworten, dass diese (als Arbeitgeberin namentlich genannter Arbeitnehmer) den Bediensteten der revisionswerbenden Kasse die zur Durchführung ihrer Aufgaben erforderlichen Auskünfte nicht erteilt und die Einsicht in die erforderlichen Unterlagen nicht gewährt habe. Er habe Paragraph 32, Absatz eins, Ziffer 3, BUAG verletzt und werde gemäß Paragraph 32, Absatz eins, letzter Satz mit einer Geldstrafe von EUR 1.000,-- belegt.

Mit dem in Revision gezogenen Beschluss hat das mit Beschwerde des Zweitmitbeteiligten angerufene Landesverwaltungsgericht Burgenland das erstinstanzliche Straferkenntnis gemäß § 31 VwGVG behoben und das Verwaltungsstrafverfahren gemäß § 45 Abs. 1 Z 2 VStG eingestellt.Mit dem in Revision gezogenen Beschluss hat das mit Beschwerde des Zweitmitbeteiligten angerufene Landesverwaltungsgericht Burgenland das erstinstanzliche Straferkenntnis gemäß Paragraph 31, VwGVG behoben und das Verwaltungsstrafverfahren gemäß Paragraph 45, Absatz eins, Ziffer 2, VStG eingestellt.

Der Tatbestand des § 32 Abs. 1 Z 2 (richtig: Z 3) BUAG sei nicht erfüllt, weil die Lohnunterlagen iSd § 7d AVRAG auf der kontrollierten Baustelle gar nicht aufgelegen seien. Das Nichtvorhandensein der erforderlichen Lohnunterlagen auf der Baustelle sei dem Zweitmitbeteiligten nicht vorgeworfen worden und wäre allenfalls in einem Verfahren nach § 7d iVm § 7i Abs. 2 AVRAG zu ahnden gewesen.Der Tatbestand des Paragraph 32, Absatz eins, Ziffer 2, (richtig: Ziffer 3,) BUAG sei nicht erfüllt, weil die Lohnunterlagen iSd Paragraph 7 d, AVRAG auf der kontrollierten Baustelle gar nicht aufgelegen seien. Das Nichtvorhandensein der erforderlichen Lohnunterlagen auf der Baustelle sei dem Zweitmitbeteiligten nicht vorgeworfen worden und wäre allenfalls in einem Verfahren nach Paragraph 7 d, in Verbindung mit , Paragraph 7 i, Absatz 2, AVRAG zu ahnden gewesen.

Gegen diesen Beschluss, gegen den eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof vom Landesverwaltungsgericht Burgenland nach Art. 133 Abs. 4 B-VG als nicht zulässig erklärt wurde, wendet sich die vorliegende außerordentliche Revision mit dem Begehren, den angefochtenen Beschluss gemäß § 42 Abs. 2 VwGG aufzuheben.Gegen diesen Beschluss, gegen den eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof vom Landesverwaltungsgericht Burgenland nach Artikel 133, Absatz 4, B-VG als nicht zulässig erklärt wurde, wendet sich die vorliegende außerordentliche Revision mit dem Begehren, den angefochtenen Beschluss gemäß Paragraph 42, Absatz 2, VwGG aufzuheben.

Die Revision ist unzulässig.

Art. 133 B-VG in der hier anzuwendendenArtikel 133, B-VG in der hier anzuwendenden

Fassung BGBl. I Nr. 51/2012 lautet (auszugsweise):Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 51 aus 2012, lautet (auszugsweise):

"Artikel 133. (1) Der Verwaltungsgerichtshof erkennt über

1. Revisionen gegen das Erkenntnis eines Verwaltungsgerichtes wegen Rechtswidrigkeit;

2. (...)

  1. (2)Absatz 2,bis (5) (...)
  2. (6)Absatz 6,Gegen das Erkenntnis eines Verwaltungsgerichtes kann wegen Rechtswidrigkeit Revision erheben:

1. wer durch das Erkenntnis in seinen Rechten verletzt zu sein behauptet;

2. die belangte Behörde des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht;

3. der zuständige Bundesminister in den im Art. 132 Abs. 1 Z 2 genannten Rechtssachen; 3. der zuständige Bundesminister in den im Artikel 132, Absatz eins, Ziffer 2, genannten Rechtssachen;

4. die Schulbehörde auf Grund eines Beschlusses des Kollegiums in den im Art. 132 Abs. 4 genannten Rechtssachen. 4. die Schulbehörde auf Grund eines Beschlusses des Kollegiums in den im Artikel 132, Absatz 4, genannten Rechtssachen.

  1. (7)Absatz 7,(...)
  2. (8)Absatz 8,Wer in anderen als den in Abs. 6 genannten Fällen wegen Rechtswidrigkeit Revision erheben kann, bestimmen die Bundes- oder Landesgesetze.Wer in anderen als den in Absatz 6, genannten Fällen wegen Rechtswidrigkeit Revision erheben kann, bestimmen die Bundes- oder Landesgesetze.
  3. (9)Absatz 9,Auf die Beschlüsse der Verwaltungsgerichte sind die für ihre Erkenntnisse geltenden Bestimmungen dieses Artikels sinngemäß anzuwenden. Inwieweit gegen Beschlüsse der Verwaltungsgerichte Revision erhoben werden kann, bestimmt das die Organisation und das Verfahren des Verwaltungsgerichtshofes regelnde besondere Bundesgesetz."

    Subjektive Rechte sind der revisionswerbenden Kasse in den Strafnormen, die dem erstinstanzlichen Bescheid zu Grunde liegen, nicht eingeräumt worden. Fehlt es an der Möglichkeit, in der eigenen Interessensphäre verletzt zu sein (eine solche Verletzung wurde vorliegend auch nicht behauptet), dann bedarf es zur Erhebung der Revision - außer in den bundesverfassungsgesetzlich vorgesehenen Fällen - einer ausdrücklichen gesetzlichen Ermächtigung iSd Art. 133 Abs. 8 B-VG (vgl. den zu Art. 131 Abs. 2 B-VG idF BGBl. Nr. 685/1988 ergangenen hg. Beschluss vom 4. März 2008, Zl. 2008/05/0028). Aus § 32 Abs. 4 BUAG, der lediglich bestimmt, dass die Urlaubs- und Abfertigungskasse im Verwaltungsstrafverfahren Parteistellung einnimmt, kann keine derartige Ermächtigung abgeleitet werden. Dies im Unterschied etwa zu § 7i Abs. 8 AVRAG, der eine solche Ermächtigung ausdrücklich ausspricht.Subjektive Rechte sind der revisionswerbenden Kasse in den Strafnormen, die dem erstinstanzlichen Bescheid zu Grunde liegen, nicht eingeräumt worden. Fehlt es an der Möglichkeit, in der eigenen Interessensphäre verletzt zu sein (eine solche Verletzung wurde vorliegend auch nicht behauptet), dann bedarf es zur Erhebung der Revision - außer in den bundesverfassungsgesetzlich vorgesehenen Fällen - einer ausdrücklichen gesetzlichen Ermächtigung iSd Artikel 133, Absatz 8, B-VG vergleiche , den zu Artikel 131, Absatz 2, B-VG in der Fassung , Bundesgesetzblatt Nr. 685 aus 1988, ergangenen hg. Beschluss vom 4. März 2008, Zl. 2008/05/0028). Aus Paragraph 32, Absatz 4, BUAG, der lediglich bestimmt, dass die Urlaubs- und Abfertigungskasse im Verwaltungsstrafverfahren Parteistellung einnimmt, kann keine derartige Ermächtigung abgeleitet werden. Dies im Unterschied etwa zu Paragraph 7 i, Absatz 8, AVRAG, der eine solche Ermächtigung ausdrücklich ausspricht.

    Die unzulässige Revision war gemäß § 34 Abs. 1 VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung in einem gemäß § 12 Abs. 3 VwGG gebildeten Senat zurückzuweisen.Die unzulässige Revision war gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung in einem gemäß Paragraph 12, Absatz 3, VwGG gebildeten Senat zurückzuweisen.

Wien, am 10. September 2014

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:RA2014080010.L00

Im RIS seit

18.02.2016

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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