TE Vwgh Beschluss 2014/9/30 Fr 2014/02/0004

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Veröffentlicht am 30.09.2014
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein;
10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

VwGG §34 Abs1 idF 2013/I/033;
VwGG §38 Abs1 idF 2013/I/033;
VwRallg;
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch die Vorsitzende Senatspräsidentin Dr. Riedinger, den Hofrat Mag. Dr. Köller und die Hofrätin Mag. Dr. Maurer-Kober als Richter, unter Beiziehung der Schriftführerin Mag. Farcas-Hutchinson, über den Fristsetzungsantrag des S in M, vertreten durch Dr. Johann Postlmayr, Rechtsanwalt in 5230 Mattighofen, Stadtplatz 6, gegen das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich iA Übertretung der StVO, den Beschluss gefasst:

Spruch

Der Fristsetzungsantrag wird zurückgewiesen.

Begründung

Der Antragsteller hat gegen das Straferkenntnis der BH St. Pölten vom 31. Mai 2013 mit Schriftsatz vom 18. Juni 2013 Berufung an den UVS im Land Niederösterreich erhoben.

Am 1. Juli 2014 langte in dieser Rechtsache beim mittlerweile zuständigen Landesverwaltungsgericht Niederösterreich ein Fristsetzungsantrag des Antragstellers mit der Behauptung ein, das Verwaltungsgericht habe in der vorliegenden Rechtsache über seine rechtzeitig eingebrachte Berufung nicht binnen sechs Monaten entschieden.

Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich sprach sich im Schriftsatz vom 2. Juli 2014 gegen die Stattgebung des Antrages aus, weil dieser vor Ablauf der Sechsmonatsfrist eingebracht worden sei.

Gemäß § 38 Abs. 1 VwGG kann ein Fristsetzungsantrag erst gestellt werden, wenn das Verwaltungsgericht die Rechtssache nicht binnen sechs Monaten, wenn aber durch Bundes- oder Landesgesetz eine kürzere oder längere Frist bestimmt ist, nicht binnen dieser entschieden hat.Gemäß Paragraph 38, Absatz eins, VwGG kann ein Fristsetzungsantrag erst gestellt werden, wenn das Verwaltungsgericht die Rechtssache nicht binnen sechs Monaten, wenn aber durch Bundes- oder Landesgesetz eine kürzere oder längere Frist bestimmt ist, nicht binnen dieser entschieden hat.

Angesichts der Einrichtung der Verwaltungsgerichte per 1. Jänner 2014 kann die diesen Gerichten gemäß § 38 Abs. 1 VwGG offen stehende Frist zur Entscheidung frühestens mit diesem Zeitpunkt zu laufen beginnen (vgl. den Beschluss vom 24. März 2014, Fr 2014/01/0002).Angesichts der Einrichtung der Verwaltungsgerichte per 1. Jänner 2014 kann die diesen Gerichten gemäß Paragraph 38, Absatz eins, VwGG offen stehende Frist zur Entscheidung frühestens mit diesem Zeitpunkt zu laufen beginnen vergleiche , den Beschluss vom 24. März 2014, Fr 2014/01/0002).

Davon ausgehend endet die am 1. Jänner 2014 beginnende Frist erst um 24.00 Uhr des 1. Juli 2014 (vgl. zur Fristberechnung bei der Säumnisbeschwerde etwa die hg. Beschlüsse vom 17. November 1992, Zl. 92/11/0195, vom 21. Februar 1995, Zl. 94/05/0299, vom 10. September 1998, Zl. 98/20/0347 und vom 25. Juni 2002, Zl. 2001/17/0207, sowie zum Erfordernis des Einlangens vom 10. September 2014, Zl. Fr 2014/20/0022).Davon ausgehend endet die am 1. Jänner 2014 beginnende Frist erst um 24.00 Uhr des 1. Juli 2014 vergleiche , zur Fristberechnung bei der Säumnisbeschwerde etwa die hg. Beschlüsse vom 17. November 1992, Zl. 92/11/0195, vom 21. Februar 1995, Zl. 94/05/0299, vom 10. September 1998, Zl. 98/20/0347 und vom 25. Juni 2002, Zl. 2001/17/0207, sowie zum Erfordernis des Einlangens vom 10. September 2014, Zl. Fr 2014/20/0022).

Der mit Telefax dem Verwaltungsgericht am 1. Juli 2014 übermittelte Fristsetzungsantrag ist daher verfrüht eingebracht worden, weshalb er gemäß § 34 Abs. 1 VwGG zurückzuweisen war.Der mit Telefax dem Verwaltungsgericht am 1. Juli 2014 übermittelte Fristsetzungsantrag ist daher verfrüht eingebracht worden, weshalb er gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG zurückzuweisen war.

Wien, am 30. September 2014

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:FR2014020004.F00

Im RIS seit

27.11.2014

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2014
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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