TE Vwgh Beschluss 2014/11/6 Fr 2014/03/0003

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Veröffentlicht am 06.11.2014
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein;
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
40/01 Verwaltungsverfahren;

Norm

VwGG §34 Abs1;
VwGG §38 Abs1;
VwGG §38 Abs4;
VwGVG 2014 §34 Abs1;
VwRallg;
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Präsident Dr. Thienel und die Hofräte Dr. Handstanger und Mag. Nedwed als Richter, unter Beiziehung des Schriftführers Dr. Zeleny, in der Fristsetzungssache des K R in M, USA, gegen das Landesverwaltungsgericht Vorarlberg betreffend eine Angelegenheit nach der Rechtsanwaltsordnung, den Beschluss gefasst:

Spruch

Der Fristsetzungsantrag wird zurückgewiesen.

Begründung

Der Antragsteller stellte beim Landesverwaltungsgericht Vorarlberg mit Schriftsatz vom 10. Oktober 2014 (eingelangt am 13. Oktober 2014) einen als "Säumnisbeschwerde" titulierten Fristsetzungsantrag.

Darin führt er unter anderem aus, mit Schreiben vom 8. Juni 2014 eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen die "Entscheidung der Vorarlberger Anwaltskammer (AZ: 389/13, 41/14)" (gemeint: den Bescheid des Gesamtausschusses der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer vom 20. Mai 2014, Zl Zv 389/13, Zv 41/14) eingebracht zu haben. Dabei sei es um seinen Antrag auf Umbestellung eines Verfahrenshelfers gegangen. Solange er keine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes habe, werde auch die Anwaltskammer "keinen Finger krumm machen", wodurch es auch zu Verzögerungen in einem angestrebten Zivilprozess komme.

Das Landesverwaltungsgericht Vorarlberg legte den Fristsetzungsantrag samt Verwaltungsakten unter Hinweis darauf vor, dass die "sechsmonatige Entscheidungspflicht" noch nicht abgelaufen sei.

Gemäß § 38 Abs 1 VwGG kann ein Fristsetzungsantrag erst gestellt werden, wenn das Verwaltungsgericht die Rechtssache nicht binnen sechs Monaten, wenn aber durch Bundes- oder Landesgesetz eine kürzere oder längere Frist bestimmt ist, nicht binnen dieser Frist entschieden hat.Gemäß Paragraph 38, Absatz eins, VwGG kann ein Fristsetzungsantrag erst gestellt werden, wenn das Verwaltungsgericht die Rechtssache nicht binnen sechs Monaten, wenn aber durch Bundes- oder Landesgesetz eine kürzere oder längere Frist bestimmt ist, nicht binnen dieser Frist entschieden hat.

Im vorliegenden Fall langte die Beschwerde des Antragstellers gegen den Bescheid des Gesamtausschusses der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer vom 20. Mai 2014 nach der Aktenlage am 24. Juni 2014 beim Landesverwaltungsgericht Vorarlberg ein. Die sechsmonatige Entscheidungsfrist nach § 34 Abs 1 VwGVG wurde damit in Gang gesetzt (vgl etwa VwGH vom 23. September 2014, Fr 2014/01/0032) und war bei Einbringung des Fristsetzungsantrags am 13. Oktober 2014 noch nicht abgelaufen.Im vorliegenden Fall langte die Beschwerde des Antragstellers gegen den Bescheid des Gesamtausschusses der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer vom 20. Mai 2014 nach der Aktenlage am 24. Juni 2014 beim Landesverwaltungsgericht Vorarlberg ein. Die sechsmonatige Entscheidungsfrist nach Paragraph 34, Absatz eins, VwGVG wurde damit in Gang gesetzt vergleiche , etwa VwGH vom 23. September 2014, Fr 2014/01/0032) und war bei Einbringung des Fristsetzungsantrags am 13. Oktober 2014 noch nicht abgelaufen.

Der - nicht durch einen Rechtsanwalt eingebrachte - Fristsetzungsantrag war daher gemäß § 34 Abs 1 und 38 Abs 4 VwGG im Umlaufweg nach § 15 Abs 4 iVm § 12 Abs 1 Z 1 lit a VwGG zurückzuweisen.Der - nicht durch einen Rechtsanwalt eingebrachte - Fristsetzungsantrag war daher gemäß Paragraph 34, Absatz eins und 38 Absatz 4, VwGG im Umlaufweg nach Paragraph 15, Absatz 4, in Verbindung mit , Paragraph 12, Absatz eins, Ziffer eins, Litera a, VwGG zurückzuweisen.

Wien, am 6. November 2014

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:FR2014030003.F00

Im RIS seit

03.12.2015

Zuletzt aktualisiert am

03.12.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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