TE Vwgh Beschluss 2016/8/17 Ra 2016/11/0115

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Veröffentlicht am 17.08.2016
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof;
90/01 Straßenverkehrsordnung;
90/02 Führerscheingesetz;

Norm

FSG 1997 §24 Abs4;
StVO 1960 §99 Abs1a;
VwGG §30 Abs2;
  1. StVO 1960 § 99 heute
  2. StVO 1960 § 99 gültig ab 30.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.2026 bis 29.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  4. StVO 1960 § 99 gültig von 01.03.2024 bis 30.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2023
  5. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2021 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  6. StVO 1960 § 99 gültig von 31.03.2013 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  7. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2012 bis 30.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  8. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2012 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2011
  9. StVO 1960 § 99 gültig von 31.05.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2011
  10. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2009 bis 30.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2009
  11. StVO 1960 § 99 gültig von 26.03.2009 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2009
  12. StVO 1960 § 99 gültig von 02.04.2005 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  13. StVO 1960 § 99 gültig von 25.05.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  14. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2002 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2002
  15. StVO 1960 § 99 gültig von 24.07.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/1999
  16. StVO 1960 § 99 gültig von 22.07.1998 bis 23.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  17. StVO 1960 § 99 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/1998
  18. StVO 1960 § 99 gültig von 28.01.1997 bis 05.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/1997
  19. StVO 1960 § 99 gültig von 01.10.1994 bis 27.01.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  20. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.1986 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986
  1. VwGG § 30 heute
  2. VwGG § 30 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 30 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  4. VwGG § 30 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 30 gültig von 01.08.2004 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  6. VwGG § 30 gültig von 05.01.1985 bis 31.07.2004

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat über den Antrag des E, vertreten durch Mag. Alexander Razka, Rechtsanwalt in 1030 Wien, Marokkanergasse 21/11, der gegen das Erkenntnis des Verwaltungsgerichts Wien vom 30. Mai 2016, Zl. VGW- 131/019/4933/2016-4, betreffend Entziehung der Lenkberechtigung samt begleitenden Maßnahmen sowie Aufforderung zur amtsärztlichen Untersuchung gemäß § 24 Abs. 4 FSG, erhobenen Revision die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen (belangte Behörde: Landespolizeidirektion Wien), den Beschluss gefasst:Der Verwaltungsgerichtshof hat über den Antrag des E, vertreten durch Mag. Alexander Razka, Rechtsanwalt in 1030 Wien, Marokkanergasse 21/11, der gegen das Erkenntnis des Verwaltungsgerichts Wien vom 30. Mai 2016, Zl. VGW- 131/019/4933/2016-4, betreffend Entziehung der Lenkberechtigung samt begleitenden Maßnahmen sowie Aufforderung zur amtsärztlichen Untersuchung gemäß Paragraph 24, Absatz 4, FSG, erhobenen Revision die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen (belangte Behörde: Landespolizeidirektion Wien), den Beschluss gefasst:

Spruch

Gemäß § 30 Abs. 2 VwGG wird dem Antrag nicht stattgegeben.Gemäß Paragraph 30, Absatz 2, VwGG wird dem Antrag nicht stattgegeben.

Begründung

Mit dem angefochtenen Erkenntnis wurde einerseits die von der belangten Behörde verfügte Entziehung der Lenkberechtigung des Revisionswerbers für den Zeitraum 15. Juli 2015 bis 15. März 2016 samt begleitenden Maßnahmen bestätigt und der Revisionswerber andererseits gemäß § 24 Abs. 4 FSG aufgefordert, sich binnen näher genannter Frist der amtsärztlichen Untersuchung zu unterziehen.Mit dem angefochtenen Erkenntnis wurde einerseits die von der belangten Behörde verfügte Entziehung der Lenkberechtigung des Revisionswerbers für den Zeitraum 15. Juli 2015 bis 15. März 2016 samt begleitenden Maßnahmen bestätigt und der Revisionswerber andererseits gemäß Paragraph 24, Absatz 4, FSG aufgefordert, sich binnen näher genannter Frist der amtsärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

Dem legte das Verwaltungsgericht erkennbar zugrunde, dass der Revisionswerber im Zeitpunkt des Lenkens eines Kraftfahrzeuges einen Blutalkoholwert von 1,39 Promille aufgewiesen habe (§ 99 Abs. 1a StVO). Nach dem Gutachten des beigezogenen Sachverständigen gebe es beim Revisionswerber maßgebliche Hinweise auf das Vorliegen einer Alkoholerkrankung; der Revisionswerber habe im Rahmen eines stationären Krankenhausaufenthaltes ein Alkoholentzugssyndrom entwickelt, das medikamentös behandelt worden sei.Dem legte das Verwaltungsgericht erkennbar zugrunde, dass der Revisionswerber im Zeitpunkt des Lenkens eines Kraftfahrzeuges einen Blutalkoholwert von 1,39 Promille aufgewiesen habe (Paragraph 99, Absatz eins a, StVO). Nach dem Gutachten des beigezogenen Sachverständigen gebe es beim Revisionswerber maßgebliche Hinweise auf das Vorliegen einer Alkoholerkrankung; der Revisionswerber habe im Rahmen eines stationären Krankenhausaufenthaltes ein Alkoholentzugssyndrom entwickelt, das medikamentös behandelt worden sei.

Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist im Rahmen des Provisorialverfahrens betreffend die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung von den Sachverhaltsannahmen, die der angefochtenen Entscheidung zugrunde liegen, auszugehen, es sei denn, diese beruhten auf einem offenkundigen Verfahrensmangel (vgl. etwa den hg. Beschluss vom 29. Mai 2015, Zl. Ra 2015/11/0038, mwN). Letzteres trifft vorliegend nicht zu.Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist im Rahmen des Provisorialverfahrens betreffend die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung von den Sachverhaltsannahmen, die der angefochtenen Entscheidung zugrunde liegen, auszugehen, es sei denn, diese beruhten auf einem offenkundigen Verfahrensmangel vergleiche , etwa den hg. Beschluss vom 29. Mai 2015, Zl. Ra 2015/11/0038, mwN). Letzteres trifft vorliegend nicht zu.

Daher stehen der Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung gegenständlich zwingende öffentliche Interessen iSd § 30 Abs. 2 VwGG, konkret das Interesse an der Verkehrssicherheit, entgegen (vgl. aus vielen etwa den hg. Beschluss vom 23. Juli 2009, Zl. AW 2009/11/0032).Daher stehen der Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung gegenständlich zwingende öffentliche Interessen iSd Paragraph 30, Absatz 2, VwGG, konkret das Interesse an der Verkehrssicherheit, entgegen vergleiche , aus vielen etwa den hg. Beschluss vom 23. Juli 2009, Zl. AW 2009/11/0032).

Wien, am 17. August 2016

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016110115.L00.1

Im RIS seit

06.12.2016

Zuletzt aktualisiert am

12.12.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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