TE Vwgh Beschluss 2017/4/27 Ra 2017/07/0033

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Veröffentlicht am 27.04.2017
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein;
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
40/01 Verwaltungsverfahren;
81/01 Wasserrechtsgesetz;

Norm

AVG §68 Abs1;
B-VG Art133 Abs1;
B-VG Art133 Abs4;
B-VG Art144;
VwGG §34 Abs1;
VwGVG 2014 §27;
VwRallg;
WRG 1959 §137 Abs1 Z5;
WRG 1959 §138 Abs2;
WRG 1959 §138;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. WRG 1959 § 137 heute
  2. WRG 1959 § 137 gültig ab 26.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2017
  3. WRG 1959 § 137 gültig von 19.06.2013 bis 25.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2013
  4. WRG 1959 § 137 gültig von 31.03.2011 bis 18.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2011
  5. WRG 1959 § 137 gültig von 27.07.2006 bis 30.03.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2006
  6. WRG 1959 § 137 gültig von 22.12.2003 bis 26.07.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2003
  7. WRG 1959 § 137 gültig von 01.01.2002 bis 21.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2001
  8. WRG 1959 § 137 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  9. WRG 1959 § 137 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2000
  10. WRG 1959 § 137 gültig von 30.12.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  11. WRG 1959 § 137 gültig von 08.07.2000 bis 29.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2000
  12. WRG 1959 § 137 gültig von 01.01.2000 bis 07.07.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/1999
  13. WRG 1959 § 137 gültig von 01.10.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  14. WRG 1959 § 137 gültig von 20.06.1997 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/1997
  15. WRG 1959 § 137 gültig von 01.07.1990 bis 19.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990
  1. WRG 1959 § 138 heute
  2. WRG 1959 § 138 gültig ab 01.01.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/1999
  3. WRG 1959 § 138 gültig von 01.10.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  4. WRG 1959 § 138 gültig von 01.07.1990 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990
  1. WRG 1959 § 138 heute
  2. WRG 1959 § 138 gültig ab 01.01.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/1999
  3. WRG 1959 § 138 gültig von 01.10.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  4. WRG 1959 § 138 gültig von 01.07.1990 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Bumberger und die Hofrätin Dr. Hinterwirth sowie den Hofrat Dr. Lukasser als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag. Schubert-Zsilavecz, über die Revision der E Z in M, vertreten durch Dr. Peter Resch, Rechtsanwalt in 3100 St. Pölten, Franziskanergasse 12, gegen das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts Niederösterreich vom 17. Februar 2017, Zl. LVwG-S-306/001-2016, betreffend eine Übertretung des WRG 1959 (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Bezirkshauptmannschaft Zwettl), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Begründung

1 Mit Bescheid der belangten Behörde vom 26. November 2013, berichtigt mit Bescheid vom 20. Dezember 2013, wurde der Revisionswerberin ein Auftrag nach § 138 Abs. 2 WRG 1959 erteilt; die Revisionswerberin habe entweder um die nachträgliche wasserrechtliche Bewilligung eines Rohrdurchlasses auf dem Zufahrtsweg zu ihrem Anwesen anzusuchen oder diesen Rohrdurchlass bis Ende Mai 2014 zu entfernen. Eine Beschwerde gegen den Berichtigungsbescheid blieb erfolglos. 1 Mit Bescheid der belangten Behörde vom 26. November 2013, berichtigt mit Bescheid vom 20. Dezember 2013, wurde der Revisionswerberin ein Auftrag nach Paragraph 138, Absatz 2, WRG 1959 erteilt; die Revisionswerberin habe entweder um die nachträgliche wasserrechtliche Bewilligung eines Rohrdurchlasses auf dem Zufahrtsweg zu ihrem Anwesen anzusuchen oder diesen Rohrdurchlass bis Ende Mai 2014 zu entfernen. Eine Beschwerde gegen den Berichtigungsbescheid blieb erfolglos.

2 In weiterer Folge stellte die Revisionswerberin keinen Antrag auf Erteilung der wasserrechtlichen Bewilligung und entfernte den Rohrdurchlass nicht.

3 Die wegen der dadurch verwirklichten Verwaltungsübertretung des § 137 Abs. 1 Z 5 WRG 1959 über die Revisionswerberin mit Straferkenntnis der belangten Behörde vom 7. Jänner 2016 verhängte Geldstrafe von EUR 500,00 (Ersatzfreiheitsstrafe 50 Stunden) setzte das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich (LVwG) nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung mit dem nunmehr in Revision gezogenen Erkenntnis vom 17. Februar 2017 mit näherer Begründung auf EUR 300,-- (Ersatzfreiheitsstrafe 28 Stunden) herab. 3 Die wegen der dadurch verwirklichten Verwaltungsübertretung des Paragraph 137, Absatz eins, Ziffer 5, WRG 1959 über die Revisionswerberin mit Straferkenntnis der belangten Behörde vom 7. Jänner 2016 verhängte Geldstrafe von EUR 500,00 (Ersatzfreiheitsstrafe 50 Stunden) setzte das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich (LVwG) nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung mit dem nunmehr in Revision gezogenen Erkenntnis vom 17. Februar 2017 mit näherer Begründung auf EUR 300,-- (Ersatzfreiheitsstrafe 28 Stunden) herab.

4 Das LVwG ging mit näherer Begründung davon aus, dass der Alternativauftrag rechtskräftig und die Erfüllungsfrist ergebnislos verstrichen sei; damit sei der Tatbestand des § 137 Abs. 1 Z 5 WRG 1959 erfüllt. Weil der Revisionswerberin aber die Bewilligungspflicht anfangs unbekannt gewesen sei und sie das Grundstück mit dem bereits damals bestandenen Rohrdurchlass erworben habe, sei dieser Umstand zugunsten der Revisionswerberin zu berücksichtigen gewesen. 4 Das LVwG ging mit näherer Begründung davon aus, dass der Alternativauftrag rechtskräftig und die Erfüllungsfrist ergebnislos verstrichen sei; damit sei der Tatbestand des Paragraph 137, Absatz eins, Ziffer 5, WRG 1959 erfüllt. Weil der Revisionswerberin aber die Bewilligungspflicht anfangs unbekannt gewesen sei und sie das Grundstück mit dem bereits damals bestandenen Rohrdurchlass erworben habe, sei dieser Umstand zugunsten der Revisionswerberin zu berücksichtigen gewesen.

5 Die ordentliche Revision wurde nicht zugelassen, weil keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung zu lösen gewesen sei.

6 Die Revisionswerberin erhob eine außerordentliche Revision, in der sie in den Zulässigkeitsgründen ausführte, dass sich das Erkenntnis zwar auf einen rechtskräftigen, aber dennoch nichtigen und gesetzwidrigen Bescheid der belangten Behörde stütze; dieser Alternativauftrag hätte wegen der Bewilligungsfreiheit des Rohrdurchlasses gar nicht erteilt werden dürfen. Nur durch einen Behördenfehler sei es zu einer "formalrechtlich möglicherweise richtigen, aber materiell rechtlich falschen Entscheidung über die Rechtskraft des Bescheides vom 26. November 2013 gekommen." Diese Umstände hätten im Verwaltungsstrafverfahren berücksichtigt werden müssen.

7 Auch der Umstand, dass die Revisionswerberin nicht die Errichterin des Rohrdurchlasses gewesen sei, hätte bei der Lösung der Frage, ob die Revisionswerberin überhaupt die richtige Adressatin des Alternativauftrages sei, berücksichtigt werden müssen. Das LVwG hätte sich mit der Frage, ob der Alternativauftrag richtig zustande gekommen sei, beschäftigen und -

darauf aufbauend - das Verschulden der Revisionswerberin an der Nichterfüllung bewerten müssen.

8 Nach Art. 133 Abs. 4 B-VG ist gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtes die Revision zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird. 8 Nach Artikel 133, Absatz 4, B-VG ist gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtes die Revision zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird.

9 Nach § 34 Abs. 1 VwGG sind Revisionen, die sich wegen Nichtvorliegens der Voraussetzungen des Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zur Behandlung eignen, ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung mit Beschluss zurückzuweisen. 9 Nach Paragraph 34, Absatz eins, VwGG sind Revisionen, die sich wegen Nichtvorliegens der Voraussetzungen des Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zur Behandlung eignen, ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung mit Beschluss zurückzuweisen.

10 Nach § 34 Abs. 1a VwGG ist der Verwaltungsgerichtshof bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Revision gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG an den Ausspruch des Verwaltungsgerichtes gemäß § 25a Abs. 1 VwGG nicht gebunden. Die Zulässigkeit einer außerordentlichen Revision gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG hat der Verwaltungsgerichtshof im Rahmen der dafür in der Revision vorgebrachten Gründe (§ 28 Abs. 3 VwGG) zu überprüfen. 10 Nach Paragraph 34, Absatz eins a, VwGG ist der Verwaltungsgerichtshof bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG an den Ausspruch des Verwaltungsgerichtes gemäß Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG nicht gebunden. Die Zulässigkeit einer außerordentlichen Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG hat der Verwaltungsgerichtshof im Rahmen der dafür in der Revision vorgebrachten Gründe (Paragraph 28, Absatz 3, VwGG) zu überprüfen.

11 In den gemäß § 28 Abs. 3 VwGG bei einer außerordentlichen Revision gesondert vorzubringenden Gründen ist konkret auf die vorliegende Rechtssache bezogen aufzuzeigen, welche Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung der Verwaltungsgerichtshof in seiner Entscheidung über die Revision zu lösen hätte (vgl. den hg. Beschluss vom 21. November 2014, Ra 2014/02/0114, mwN). 11 In den gemäß Paragraph 28, Absatz 3, VwGG bei einer außerordentlichen Revision gesondert vorzubringenden Gründen ist konkret auf die vorliegende Rechtssache bezogen aufzuzeigen, welche Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung der Verwaltungsgerichtshof in seiner Entscheidung über die Revision zu lösen hätte vergleiche , den hg. Beschluss vom 21. November 2014, Ra 2014/02/0114, mwN).

12 Die Ausführungen in den Zulässigkeitsgründen der vorliegenden Revision werden diesem Anspruch nicht gerecht. Es fehlt an der Formulierung einer Rechtsfrage; die unter dem Punkt "Zulässigkeit der Revision" zu findenden Ausführungen stellen eigentlich Revisionsgründe dar. Eine Darstellung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung, die der Verwaltungsgerichtshof in seiner Entscheidung über die Revision zu lösen hätte, wird nicht vorgenommen. Bereits daran scheitert der Erfolg der Revision.

13 Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass das LVwG - angesichts der von der Revisionswerberin nicht bestrittenen Rechtskraft des Alternativauftrages - im Verwaltungsstrafverfahren keinesfalls verhalten gewesen wäre, die Frage der Rechtskonformität des Alternativauftrages oder die Frage zu prüfen, ob die Revisionswerberin die richtige Bescheidadressatin war (vgl. den hg. Beschluss vom 25. Juni 2015, Ra 2015/07/0072). 13 Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass das LVwG - angesichts der von der Revisionswerberin nicht bestrittenen Rechtskraft des Alternativauftrages - im Verwaltungsstrafverfahren keinesfalls verhalten gewesen wäre, die Frage der Rechtskonformität des Alternativauftrages oder die Frage zu prüfen, ob die Revisionswerberin die richtige Bescheidadressatin war vergleiche , den hg. Beschluss vom 25. Juni 2015, Ra 2015/07/0072).

14 Die inhaltliche Prüfung oder gar Abänderung des wasserpolizeilichen Auftrages kann im nachfolgenden Verwaltungsstrafverfahren nämlich nicht mehr erfolgen (vgl. die hg. Erkenntnisse vom 29. Juni 1995, 94/07/0007, vom 17. Jänner 1997, 96/07/0234, und vom 25. April 2002, 98/07/0120). Es wäre der Revisionswerberin frei gestanden, sich gegen den wasserpolizeilichen Auftrag und seine Fristsetzung an die Höchstgerichte des öffentlichen Rechts zu wenden (vgl. die hg. Erkenntnisse vom 26. April 2012, 2010/07/0116 und 2012/07/0056, und vom 20. November 2014, Ra 2014/07/0085). 14 Die inhaltliche Prüfung oder gar Abänderung des wasserpolizeilichen Auftrages kann im nachfolgenden Verwaltungsstrafverfahren nämlich nicht mehr erfolgen vergleiche , die hg. Erkenntnisse vom 29. Juni 1995, 94/07/0007, vom 17. Jänner 1997, 96/07/0234, und vom 25. April 2002, 98/07/0120). Es wäre der Revisionswerberin frei gestanden, sich gegen den wasserpolizeilichen Auftrag und seine Fristsetzung an die Höchstgerichte des öffentlichen Rechts zu wenden vergleiche , die hg. Erkenntnisse vom 26. April 2012, 2010/07/0116 und 2012/07/0056, und vom 20. November 2014, Ra 2014/07/0085).

15 Die Rechtsansicht des LVwG steht daher in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes.

16 In der Revision werden daher keine Rechtsfragen aufgeworfen, denen im Sinne des Art. 133 Abs. 4 B-VG grundsätzliche Bedeutung zukäme. Die Revision war somit zurückzuweisen. 16 In der Revision werden daher keine Rechtsfragen aufgeworfen, denen im Sinne des Artikel 133, Absatz 4, B-VG grundsätzliche Bedeutung zukäme. Die Revision war somit zurückzuweisen.

Wien, am 27. April 2017

Schlagworte

Rechtskraft Umfang der Rechtskraftwirkung Allgemein Bindung der Behörde Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtswirkungen von Bescheiden Rechtskraft VwRallg9/3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2017070033.L00

Im RIS seit

06.06.2017

Zuletzt aktualisiert am

04.07.2018
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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