TE Vwgh Erkenntnis 2017/5/8 Ro 2017/03/0006

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Veröffentlicht am 08.05.2017
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Index

L65003 Jagd Wild Niederösterreich;
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
41/04 Sprengmittel Waffen Munition;

Norm

B-VG Art10 Abs1 Z7;
B-VG Art15 Abs1;
JagdG NÖ 1974 §64;
JagdG NÖ 1974 §72;
VwGG §42 Abs2 Z1;
WaffG 1996 §21;
WaffG 1996 §22;
  1. B-VG Art. 10 heute
  2. B-VG Art. 10 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  4. B-VG Art. 10 gültig von 01.08.2016 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2016
  5. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  6. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  7. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  8. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  9. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2012 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  10. B-VG Art. 10 gültig von 01.04.2012 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  11. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2011
  12. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  13. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2008 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  14. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2005
  15. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  16. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  17. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  18. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  19. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1994 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  20. B-VG Art. 10 gültig von 31.07.1993 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  21. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  22. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  23. B-VG Art. 10 gültig von 06.06.1992 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  24. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1990 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 445/1990
  25. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  26. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  27. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 175/1983
  28. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  29. B-VG Art. 10 gültig von 29.05.1974 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 287/1974
  30. B-VG Art. 10 gültig von 22.01.1969 bis 28.05.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 27/1969
  31. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1961 bis 21.01.1969 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 148/1960
  32. B-VG Art. 10 gültig von 17.12.1958 bis 31.12.1960 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 271/1958
  33. B-VG Art. 10 gültig von 31.12.1954 bis 16.12.1958 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 8/1955
  34. B-VG Art. 10 gültig von 19.12.1945 bis 30.12.1954 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  35. B-VG Art. 10 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 15 heute
  2. B-VG Art. 15 gültig von 19.07.2024 bis 18.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2024
  3. B-VG Art. 15 gültig ab 19.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2026
  4. B-VG Art. 15 gültig von 27.02.2024 bis 18.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  5. B-VG Art. 15 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  6. B-VG Art. 15 gültig von 01.01.2014 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 15 gültig von 01.09.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  8. B-VG Art. 15 gültig von 01.09.2012 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 49/2012
  9. B-VG Art. 15 gültig von 01.07.2012 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  10. B-VG Art. 15 gültig von 01.10.2011 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2011
  11. B-VG Art. 15 gültig von 01.01.2004 bis 30.09.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  12. B-VG Art. 15 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  13. B-VG Art. 15 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 175/1983
  14. B-VG Art. 15 gültig von 28.04.1975 bis 30.06.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  15. B-VG Art. 15 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  16. B-VG Art. 15 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  17. B-VG Art. 15 gültig von 18.07.1962 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  18. B-VG Art. 15 gültig von 01.01.1961 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 148/1960
  19. B-VG Art. 15 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1960 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 232/1945
  20. B-VG Art. 15 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Präsident Dr. Thienel und die Hofräte Dr. Handstanger und Dr. Lehofer als Richter, unter Mitwirkung des Schriftführers Dr. Zeleny, über die Revision des A H in M, vertreten durch Hopmeier Wagner Kirnbauer Rechtsanwälte OG in 1010 Wien, Rathausstraße 15, gegen das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts Niederösterreich vom 20. April 2016, Zl LVwG-AV-217/001-2016, betreffend Ausstellung eines Waffenpasses (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn), zu Recht erkannt:

Spruch

Das angefochtene Erkenntnis wird wegen Rechtswidrigkeit seines Inhalts aufgehoben.

Der Bund hat dem Revisionswerber Aufwendungen in der Höhe von EUR 1.346,40 binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Begründung

1 Aus den Feststellungen des angefochtenen Erkenntnisses ergibt sich, dass die Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn den Revisionswerber ausgehend von dem seitens der Bezirkshauptmannschaft ausgestellten Ausweis in seiner Eigenschaft als Jagdaufseher im Sinne des Niederösterreichischen Jagdgesetzes (Nö JagdG) beeidete, er in Ausübung seines Dienstes als öffentliche Wache anzusehen ist und als Beamter den besonderen Schutz des § 74 StGB genießt. 1 Aus den Feststellungen des angefochtenen Erkenntnisses ergibt sich, dass die Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn den Revisionswerber ausgehend von dem seitens der Bezirkshauptmannschaft ausgestellten Ausweis in seiner Eigenschaft als Jagdaufseher im Sinne des Niederösterreichischen Jagdgesetzes (Nö JagdG) beeidete, er in Ausübung seines Dienstes als öffentliche Wache anzusehen ist und als Beamter den besonderen Schutz des Paragraph 74, StGB genießt.

2 Am 26. Jänner 2016 beantragte der Revisionswerber bei der Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn die Ausstellung eines Waffenpasses zum Zweck der Führung von Schusswaffen der Kategorie B. Dazu legte er ein Schreiben der Niederösterreichischen Landesjagdverbands vor. Der Landesjagdverband bestätigte darin nach Abwägung des vom Revisionswerber vorgebrachten Sachverhalts und Einsicht in die von ihm vorgelegten Unterlagen - dem Ausweis für den Dienst als beeidete Wache - dass er die Jagd als Jagdaufseher, nämlich die Schalenwildjagd, sowie die Jagd auf Haarraubwild ausübe, und dabei mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in eine besondere Gefahrensituation geraten könne, in welcher der Einsatz einer Schusswaffe der Kategorie B zur Abwehr der Gefährdung geradezu erforderlich sei, weil dieser auf andere Weise nicht begegnet werden könne.

3 Mit Bescheid vom 11. Februar 2016 wies die Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn den Antrag des Revisionswerbers auf Ausstellung eines Waffenpasses aus dem Grund des mangelnden Bedarfs ab.

4 Das Verwaltungsgericht wies die gegen diesen Bescheid gerichtete Beschwerde mit Erkenntnis vom 20. April 2016 als unbegründet ab und erklärte die Revision für zulässig.

5 Dagegen richtet sich die vorliegende ordentliche Revision. 6 Der Sachverhalt des vorliegenden Falles und die sich daraus

ergebenden, maßgeblichen Rechtsfragen gleichen in allen für die Entscheidung des Falles wesentlichen Gesichtspunkten der Rechtssache, der mit hg Erkenntnis vom 3. Mai 2017, Ro 2017/03/0004, entschieden wurde. Bezüglich der anzuwendenden Rechtslage und den im Rahmen der Begründung getroffenen Erwägungen wird daher gemäß § 43 Abs 2 zweiter Satz VwGG auf dieses Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs verwiesen. Da danach die in §§ 64 und 72 NÖ JagdG festgelegte Stellung samt Zuständigkeiten des Jagdaufsehers für die effektive Erfüllung der Aufgaben des Jagdschutzes (vgl dazu Punkt A.1) einen waffenrechtlichen Bedarf zum Führen von Schusswaffen der Kategorie B begründen, entstehen (entgegen der Anregung in der Revision) dem Verwaltungsgerichtshof unter dem Gesichtspunkt der sich aus dem bundesstaatlichen Grundprinzip des B-VG ergebenden Rücksichtnahmepflicht gegen die Anwendung dieser Bestimmungen keine verfassungsrechtlichen Bedenken.ergebenden, maßgeblichen Rechtsfragen gleichen in allen für die Entscheidung des Falles wesentlichen Gesichtspunkten der Rechtssache, der mit hg Erkenntnis vom 3. Mai 2017, Ro 2017/03/0004, entschieden wurde. Bezüglich der anzuwendenden Rechtslage und den im Rahmen der Begründung getroffenen Erwägungen wird daher gemäß Paragraph 43, Absatz 2, zweiter Satz VwGG auf dieses Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs verwiesen. Da danach die in Paragraphen 64, und 72 NÖ JagdG festgelegte Stellung samt Zuständigkeiten des Jagdaufsehers für die effektive Erfüllung der Aufgaben des Jagdschutzes vergleiche , dazu Punkt A.1) einen waffenrechtlichen Bedarf zum Führen von Schusswaffen der Kategorie B begründen, entstehen (entgegen der Anregung in der Revision) dem Verwaltungsgerichtshof unter dem Gesichtspunkt der sich aus dem bundesstaatlichen Grundprinzip des B-VG ergebenden Rücksichtnahmepflicht gegen die Anwendung dieser Bestimmungen keine verfassungsrechtlichen Bedenken.

7 Das angefochtene Erkenntnis war aus den im zitierten Erkenntnis Ro 2017/03/0004 angegebenen Gründen gemäß § 42 Abs 2 Z 1 VwGG wegen Rechtswidrigkeit seines Inhalts aufzuheben. 7 Das angefochtene Erkenntnis war aus den im zitierten Erkenntnis Ro 2017/03/0004 angegebenen Gründen gemäß Paragraph 42, Absatz 2, Ziffer eins, VwGG wegen Rechtswidrigkeit seines Inhalts aufzuheben.

8 Die Durchführung einer mündlichen Verhandlung war im Grunde des § 39 Abs 2 Z 4 VwGG entbehrlich (vgl dazu VwGH 20. Dezember 2016, Ro 2014/03/0035, Rz 137). 8 Die Durchführung einer mündlichen Verhandlung war im Grunde des Paragraph 39, Absatz 2, Ziffer 4, VwGG entbehrlich vergleiche , dazu VwGH 20. Dezember 2016, Ro 2014/03/0035, Rz 137).

9 Der Spruch über den Aufwandersatz gründet auf §§ 47 ff iVm der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2014. 9 Der Spruch über den Aufwandersatz gründet auf Paragraphen 47, ff in Verbindung mit der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2014.

Wien, am 8. Mai 2017

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RO2017030006.J00

Im RIS seit

08.06.2017

Zuletzt aktualisiert am

04.07.2018
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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