TE Vwgh Beschluss 2021/3/12 Ra 2020/19/0408

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Veröffentlicht am 12.03.2021
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §10 Abs1
VwGG §26 Abs2 Z1
VwGG §34 Abs1
VwGG §61
  1. AVG § 10 heute
  2. AVG § 10 gültig ab 01.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  3. AVG § 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 10 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  5. AVG § 10 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. AVG § 10 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. VwGG § 26 heute
  2. VwGG § 26 gültig ab 06.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 26 gültig von 01.01.2017 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 26 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 26 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 26 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 61 heute
  2. VwGG § 61 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  3. VwGG § 61 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 61 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 61 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 61 gültig von 22.07.1995 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 470/1995
  7. VwGG § 61 gültig von 05.01.1985 bis 21.07.1995

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2020/19/0409
Ra 2020/19/0410

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch die Vorsitzende Senatspräsidentin Dr. Büsser sowie die Hofräte Mag. Stickler und Dr. Faber als Richter, unter Mitwirkung des Schriftführers Mag. Schara, in den Revisionssachen des namens 1. der S C, 2. des K C, und 3. der K C, einschreitenden Dr. Florian Gibitz, Rechtsanwalt in 1220 Wien, Ares-Tower, Donau-City-Straße 11, gegen die Erkenntnisse des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. Juli 2020, L518 2160287-2/5E, L518 2160290-2/4E und L518 2160294-2/4E, betreffend Angelegenheiten nach dem AsylG 2005 und dem FPG (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revisionen werden zurückgewiesen.

Begründung

1
S C, Ko C und Ka C sind Angehörige einer Familie. Mit den in Revision gezogenen Erkenntnissen vom 6. Juli 2020 wies das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) - im Beschwerdeverfahren - ihre Anträge auf internationalen Schutz hinsichtlich des Status der Asylberechtigten ab und sprach aus, dass Revisionen gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig seien. Die Erkenntnisse des BVwG wurden S C, Ko C und Ka C am 9. Juli 2020 zugestellt.S C, Ko C und Ka C sind Angehörige einer Familie. Mit den in Revision gezogenen Erkenntnissen vom 6. Juli 2020 wies das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) - im Beschwerdeverfahren - ihre Anträge auf internationalen Schutz hinsichtlich des Status der Asylberechtigten ab und sprach aus, dass Revisionen gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig seien. Die Erkenntnisse des BVwG wurden S C, Ko C und Ka C am 9. Juli 2020 zugestellt.
2
Ebenfalls mit Erkenntnis vom 6. Juli 2020 hatte das BVwG auch den Antrag des R C - eines Familienangehörigen von der S C, des Ko C und der Ka C - auf internationalen Schutz hinsichtlich des Status des Asylberechtigten abgewiesen. R C beantragte fristgerecht beim Verwaltungsgerichtshof die Bewilligung der Verfahrenshilfe zur Erhebung einer außerordentlichen Revision gegen dieses Erkenntnis. Von S C, Ko C und Ka C wurden keine Anträge auf Verfahrenshilfe gestellt.
3
Mit Beschluss vom 2. September 2020 bewilligte der Verwaltungsgerichtshof dem R C die Verfahrenshilfe zur Erhebung einer außerordentlichen Revision. Zu seinem Verfahrenshelfer wurde Rechtsanwalt Dr. Florian Gibitz bestellt.
4
Mit Schriftsatz vom 11. November 2020 wurden von dem für R C bestellten Verfahrenshelfer Rechtsanwalt Dr. Florian Gibitz, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christoph Neuhuber als Substituten, außerordentliche Revisionen sowohl für R C als auch für S C, Ko C und Ka C gegen die genannten Erkenntnisse des BVwG vom 6. Juli 2020 erhoben. Dazu berief sich der einschreitende Rechtsanwalt auf seine mit Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs vom 2. September 2020 erfolgte Bestellung als Verfahrenshelfer. Auf eine Bevollmächtigung durch S C, Ko C und Ka C berief sich der Rechtsanwalt nicht.
5
Da die Bestellung von Rechtsanwalt Dr. Florian Gibitz zum Verfahrenshelfer nur für R C erfolgte, mangelt es dem einschreitenden Rechtsanwalt hinsichtlich S C, Ko C und Ka C an einer entsprechenden Vertretungsmacht (vgl. VwGH 12.12.2018, Ra 2018/19/0293, mwN). Darüber hinaus war hinsichtlich der zu S C, Ko C und Ka C ergangenen Erkenntnisse des BVwG vom 6. Juli 2020 zum Zeitpunkt der Einbringung der außerordentlichen Revisionen die sechswöchige Revisionsfrist (§ 26 Abs. 2 Z 1 VwGG) auch bereits abgelaufen.Da die Bestellung von Rechtsanwalt Dr. Florian Gibitz zum Verfahrenshelfer nur für R C erfolgte, mangelt es dem einschreitenden Rechtsanwalt hinsichtlich S C, Ko C und Ka C an einer entsprechenden Vertretungsmacht vergleiche , VwGH 12.12.2018, Ra 2018/19/0293, mwN). Darüber hinaus war hinsichtlich der zu S C, Ko C und Ka C ergangenen Erkenntnisse des BVwG vom 6. Juli 2020 zum Zeitpunkt der Einbringung der außerordentlichen Revisionen die sechswöchige Revisionsfrist (Paragraph 26, Absatz 2, Ziffer eins, VwGG) auch bereits abgelaufen.
6
Dem trat der einschreitende Rechtsanwalt nach Aufforderung zur Stellungnahme nicht entgegen.
7
Die Revisionen waren daher gemäß § 34 Abs. 1 VwGG zurückzuweisen.Die Revisionen waren daher gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG zurückzuweisen.

Wien, am 12. März 2021

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2020190408.L00

Im RIS seit

10.04.2021

Zuletzt aktualisiert am

03.05.2021
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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