TE Vwgh Beschluss 2021/3/31 Ra 2020/22/0190

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Veröffentlicht am 31.03.2021
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

B-VG Art133 Abs4
VwGG §25a Abs5
VwGG §26 Abs3
VwGG §34 Abs1
VwGG §46
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 25a heute
  2. VwGG § 25a gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGG § 25a gültig von 01.01.2017 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 25a gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  1. VwGG § 26 heute
  2. VwGG § 26 gültig ab 06.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 26 gültig von 01.01.2017 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 26 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 26 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 26 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 46 heute
  2. VwGG § 46 gültig von 01.07.2021 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 46 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2021
  4. VwGG § 46 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 46 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VwGG § 46 gültig von 01.02.1986 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 564/1985
  7. VwGG § 46 gültig von 01.02.1986 bis 31.01.1986 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 197/1985
  8. VwGG § 46 gültig von 05.01.1985 bis 31.01.1986

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Köhler sowie die Hofräte Dr. Mayr und Mag. Berger als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag.a Thaler, in der Revisionssache des A B, vertreten durch Mag. Thomas C. Meier, Rechtsanwalt in 6700 Bludenz, Kirchgasse 1, gegen das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes vom 17. Juli 2020, Zl. I408 2232950-1/8E, betreffend Aufenthaltstitel nach § 55 AsylG 2005 und Rückkehrentscheidung samt Nebenaussprüchen (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl), den Beschluss gefasst:Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Köhler sowie die Hofräte Dr. Mayr und Mag. Berger als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag.a Thaler, in der Revisionssache des A B, vertreten durch Mag. Thomas C. Meier, Rechtsanwalt in 6700 Bludenz, Kirchgasse 1, gegen das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes vom 17. Juli 2020, Zl. I408 2232950-1/8E, betreffend Aufenthaltstitel nach Paragraph 55, AsylG 2005 und Rückkehrentscheidung samt Nebenaussprüchen (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Begründung

1
Der Revisionswerber, ein Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina, stellte mit Schreiben vom 28. August 2020 einen Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe zur Abfassung und Einbringung einer außerordentlichen Revision gegen das - in einer Angelegenheit betreffend die Abweisung seines Antrags auf Erteilung eines Aufenthaltstitels nach § 55 Asylgesetz 2005 sowie Erlassung einer Rückkehrentscheidung samt Nebenaussprüchen ergangene - Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes (BVwG) vom 17. Juli 2020.Der Revisionswerber, ein Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina, stellte mit Schreiben vom 28. August 2020 einen Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe zur Abfassung und Einbringung einer außerordentlichen Revision gegen das - in einer Angelegenheit betreffend die Abweisung seines Antrags auf Erteilung eines Aufenthaltstitels nach Paragraph 55, Asylgesetz 2005 sowie Erlassung einer Rückkehrentscheidung samt Nebenaussprüchen ergangene - Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes (BVwG) vom 17. Juli 2020.
2
Mit Beschluss vom 29. September 2020, Ra 2020/22/0190-4, bewilligte der Verwaltungsgerichtshof die Verfahrenshilfe. Mit Bescheid des Ausschusses der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer vom 12. Oktober 2020 wurde der nunmehrige Rechtsvertreter des Revisionswerbers zum Verfahrenshelfer bestellt. Aus dem ebenfalls dem Verwaltungsgerichtshof übermittelten Zustellnachweis ergibt sich, dass dieser Bescheid dem Verfahrenshelfer am 15. Oktober 2020 zugestellt wurde.
3
Die am 26. November 2020 unmittelbar beim Verwaltungsgerichtshof eingelangte außerordentliche Revision wurde vom Verwaltungsgerichtshof mit Beschluss vom 30. November 2020, Ra 2020/22/0190-16, zuständigkeitshalber dem BVwG übermittelt.
4
Am 27. November 2020 brachte der Revisionswerber beim BVwG einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Revisionsfrist - verbunden mit der außerordentlichen Revision - ein.
5
Mit Beschluss vom 30. November 2020, Zl. I408 2232950-1/15E, dem Verfahrenshelfer laut Verfahrensakt am 1. Dezember 2020 zugestellt, wies das BVwG den Wiedereinsetzungsantrag des Revisionswerbers gemäß § 46 VwGG ab. Die außerordentliche Revision gegen das Erkenntnis des BVwG vom 17. Juli 2020 wurde dem Verwaltungsgerichtshof vom BVwG mit Schreiben vom 3. Dezember 2020 vorgelegt. Eine Revision gegen den zitierten Beschluss des BVwG vom 30. November 2020 ist nicht zur Vorlage gebracht worden.Mit Beschluss vom 30. November 2020, Zl. I408 2232950-1/15E, dem Verfahrenshelfer laut Verfahrensakt am 1. Dezember 2020 zugestellt, wies das BVwG den Wiedereinsetzungsantrag des Revisionswerbers gemäß Paragraph 46, VwGG ab. Die außerordentliche Revision gegen das Erkenntnis des BVwG vom 17. Juli 2020 wurde dem Verwaltungsgerichtshof vom BVwG mit Schreiben vom 3. Dezember 2020 vorgelegt. Eine Revision gegen den zitierten Beschluss des BVwG vom 30. November 2020 ist nicht zur Vorlage gebracht worden.
6
Ausgehend von der (gemäß § 26 Abs. 3 VwGG maßgeblichen) Zustellung des Bescheides des Ausschusses der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer über die Bestellung des Rechtsvertreters zum Verfahrenshelfer am 15. Oktober 2020 endete die sechswöchige Revisionsfrist am 26. November 2020.Ausgehend von der (gemäß Paragraph 26, Absatz 3, VwGG maßgeblichen) Zustellung des Bescheides des Ausschusses der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer über die Bestellung des Rechtsvertreters zum Verfahrenshelfer am 15. Oktober 2020 endete die sechswöchige Revisionsfrist am 26. November 2020.
7
Die Revision erweist sich als verspätet, weil sie am letzten Tag der Revisionsfrist beim insoweit unzuständigen Verwaltungsgerichtshof eingebracht worden ist. Wird die Revision bei einer (für die Einbringung) unzuständigen Stelle eingebracht, so ist die Revisionsfrist nur dann gewahrt, wenn sie von dieser Stelle noch innerhalb der Frist einem Zustelldienst zur Beförderung an die zuständige Stelle übergeben wird oder bei dieser einlangt (vgl. etwa VwGH 19.9.2019, Ra 2019/21/0237, Rn. 5, mwN). Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht gegeben. Beim insoweit (gemäß § 25a Abs. 5 VwGG) zuständigen BVwG wurde die Revision erst am 27. November 2020 und somit nach Ablauf der Revisionsfrist eingebracht.Die Revision erweist sich als verspätet, weil sie am letzten Tag der Revisionsfrist beim insoweit unzuständigen Verwaltungsgerichtshof eingebracht worden ist. Wird die Revision bei einer (für die Einbringung) unzuständigen Stelle eingebracht, so ist die Revisionsfrist nur dann gewahrt, wenn sie von dieser Stelle noch innerhalb der Frist einem Zustelldienst zur Beförderung an die zuständige Stelle übergeben wird oder bei dieser einlangt vergleiche , etwa VwGH 19.9.2019, Ra 2019/21/0237, Rn. 5, mwN). Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht gegeben. Beim insoweit (gemäß Paragraph 25 a, Absatz 5, VwGG) zuständigen BVwG wurde die Revision erst am 27. November 2020 und somit nach Ablauf der Revisionsfrist eingebracht.
8
Die Revision war daher wegen Versäumung der Revisionsfrist gemäß § 34 Abs. 1 VwGG zurückzuweisen.Die Revision war daher wegen Versäumung der Revisionsfrist gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG zurückzuweisen.

Wien, am 31. März 2021

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2020220190.L00

Im RIS seit

27.04.2021

Zuletzt aktualisiert am

17.05.2021
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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