TE Vwgh Beschluss 2021/4/23 Ra 2021/06/0014

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Veröffentlicht am 23.04.2021
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Index

10 Verfassungsrecht
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
30/01 Finanzverfassung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §73
AVG §73 Abs2
B-VG Art133 Abs1 Z2
B-VG Art133 Abs7
Verwaltungsgerichtsbarkeits-Nov 2012
VwGG §34 Abs1
VwGG §38
  1. AVG § 73 heute
  2. AVG § 73 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 73 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 73 gültig von 20.04.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  5. AVG § 73 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 73 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 73 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 73 heute
  2. AVG § 73 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 73 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 73 gültig von 20.04.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  5. AVG § 73 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 73 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 73 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Köhler sowie Hofrätin Mag.a Merl und Hofrat Mag. Haunold als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag.a Schreiber, BA, über den Devolutionsantrag des J Z in W, gegen das Landesverwaltungsgericht Oberösterreich wegen Verletzung der Entscheidungspflicht in einem straßenrechtlichen Enteignungsverfahren, den Beschluss gefasst:

Spruch

Der Antrag wird zurückgewiesen.

Begründung

1
Mit Beschluss des Landesverwaltungsgerichts Oberösterreich (LVwG) vom 9. Dezember 2020, LVwG-190067/6/VG, wurde in einem straßenrechtlichen Enteignungsverfahren „über die als Devolutionsantrag bezeichnete Säumnisbeschwerde“ des Antragstellers abgesprochen und sie als unzulässig zurückgewiesen.
2
Zur Einbringung einer außerordentlichen Revision gegen den genannten Beschluss stellte der Antragsteller einen Verfahrenshilfeantrag, der mit hg. Beschluss vom 12. April 2021 abgewiesen wurde.
3
In einem dem genannten Verfahrenshilfeantrag beigefügten Schreiben vom 18. Jänner 2021 stellte der Antragsteller, der bemängelte, dass sein an das LVwG gerichteter Devolutionsantrag fälschlicherweise als Säumnisbeschwerde behandelt worden sei, gleichzeitig (auch) einen „erneute(n) Devolutionsantrag gemäß § 73 AVG 1991“, die Zuständigkeit zur Entscheidung „auf die wiederum nächste Berufungsbehörde, den VwGH übergehen zu lassen“.In einem dem genannten Verfahrenshilfeantrag beigefügten Schreiben vom 18. Jänner 2021 stellte der Antragsteller, der bemängelte, dass sein an das LVwG gerichteter Devolutionsantrag fälschlicherweise als Säumnisbeschwerde behandelt worden sei, gleichzeitig (auch) einen „erneute(n) Devolutionsantrag gemäß Paragraph 73, AVG 1991“, die Zuständigkeit zur Entscheidung „auf die wiederum nächste Berufungsbehörde, den VwGH übergehen zu lassen“.
4
Der Antrag ist unzulässig.
5
Der Verwaltungsgerichtshof ist zur Entscheidung über einen Devolutionsantrag nach § 73 AVG nicht zuständig (vgl. VwGH 20.11.2019, Fr 2019/03/0005).Der Verwaltungsgerichtshof ist zur Entscheidung über einen Devolutionsantrag nach Paragraph 73, AVG nicht zuständig vergleiche , VwGH 20.11.2019, Fr 2019/03/0005).
6
Ergänzend ist anzumerken, dass sich eine (allfällige) „Umdeutung“ des vom Antragsteller so bezeichneten „Devolutionsantrags“ in einen Fristsetzungsantrag nach § 38 VwGG schon deshalb verbietet, weil der Antrag auch ausgehend von seinem Inhalt - ausdrücklich - auf eine Entscheidung durch den Verwaltungsgerichtshof abzielt, eine Befugnis des Verwaltungsgerichtshofs, anstelle des Verwaltungsgerichts zu entscheiden, aber nicht besteht (vgl. erneut VwGH Fr 2019/03/0005, und zu den Grenzen einer Umdeutung von Parteianträgen VwGH 30.9.1993, 92/17/0223, oder VwGH 22.9.1998, 97/17/0469, und zur Unmaßgeblichkeit der Bezeichnung eines Rechtsmittels, aber ausschlaggebenden Bedeutung des eindeutig deklarierten Parteienwillens VwGH 26.2.2003, 2002/17/0279). Es erübrigt sich somit die Beurteilung der (vom Antragsteller im Rahmen seines hier in Rede stehenden Antrages implizit verneinten) Frage, ob mit dem eingangs erwähnten Beschluss vom 9. Dezember 2020 bereits über seinen an das LVwG gerichteten Devolutionsantrag abgesprochen wurde.Ergänzend ist anzumerken, dass sich eine (allfällige) „Umdeutung“ des vom Antragsteller so bezeichneten „Devolutionsantrags“ in einen Fristsetzungsantrag nach Paragraph 38, VwGG schon deshalb verbietet, weil der Antrag auch ausgehend von seinem Inhalt - ausdrücklich - auf eine Entscheidung durch den Verwaltungsgerichtshof abzielt, eine Befugnis des Verwaltungsgerichtshofs, anstelle des Verwaltungsgerichts zu entscheiden, aber nicht besteht vergleiche , erneut VwGH Fr 2019/03/0005, und zu den Grenzen einer Umdeutung von Parteianträgen VwGH 30.9.1993, 92/17/0223, oder VwGH 22.9.1998, 97/17/0469, und zur Unmaßgeblichkeit der Bezeichnung eines Rechtsmittels, aber ausschlaggebenden Bedeutung des eindeutig deklarierten Parteienwillens VwGH 26.2.2003, 2002/17/0279). Es erübrigt sich somit die Beurteilung der (vom Antragsteller im Rahmen seines hier in Rede stehenden Antrages implizit verneinten) Frage, ob mit dem eingangs erwähnten Beschluss vom 9. Dezember 2020 bereits über seinen an das LVwG gerichteten Devolutionsantrag abgesprochen wurde.
7
Der vorliegende Devolutionsantrag war daher ohne weiteres Verfahren gemäß § 34 Abs. 1 VwGG wegen Unzuständigkeit des Verwaltungsgerichtshofs zurückzuweisen.Der vorliegende Devolutionsantrag war daher ohne weiteres Verfahren gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG wegen Unzuständigkeit des Verwaltungsgerichtshofs zurückzuweisen.

Wien, am 23. April 2021

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2021060014.L00

Im RIS seit

24.05.2021

Zuletzt aktualisiert am

14.06.2021
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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