TE Vwgh Beschluss 2022/6/18 Ra 2021/01/0103

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Veröffentlicht am 18.06.2022
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
22/02 Zivilprozessordnung

Norm

VwGG §61 Abs1
ZPO §64 Abs1 Z1 litf
  1. VwGG § 61 heute
  2. VwGG § 61 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  3. VwGG § 61 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 61 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 61 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 61 gültig von 22.07.1995 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 470/1995
  7. VwGG § 61 gültig von 05.01.1985 bis 21.07.1995
  1. ZPO § 64 heute
  2. ZPO § 64 gültig ab 01.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  3. ZPO § 64 gültig von 01.07.2010 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2009
  4. ZPO § 64 gültig von 01.04.2009 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/2009
  5. ZPO § 64 gültig von 01.12.2004 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  6. ZPO § 64 gültig von 01.01.1998 bis 30.11.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  7. ZPO § 64 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 501/1984

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat über den Antrag des Dr. Wolfgang Lang, Rechtsanwalt in 5020 Salzburg, Alter Markt 1, als zur Verfahrenshilfe bestellter Rechtsvertreter von R A, betreffend Berichtigung seiner Barauslagen in der Höhe von € Y, den Beschluss gefasst:

Spruch

Dem Antrag wird in der Höhe von € X (Anfrage an Meldeamt ZMR Abfrage samt Umsatzsteuer) gemäß § 64 Abs. 1 Z 1 lit. f ZPO iVm § 61 Abs. 1 VwGG stattgegeben.Dem Antrag wird in der Höhe von € römisch zehn (Anfrage an Meldeamt ZMR Abfrage samt Umsatzsteuer) gemäß Paragraph 64, Absatz eins, Ziffer eins, Litera f, ZPO in Verbindung mit , Paragraph 61, Absatz eins, VwGG stattgegeben.

Es wird angeordnet, dem Verfahrenshelfer den oben angeführten Betrag auf dessen Konto, aus Amtsgeldern zu überweisen.

Dem Antrag auf Ersatz der darüber hinausgehenden Barauslagen wird nicht stattgegeben.

Begründung

Bei den vom Antragsteller geltend gemachten und nicht belegten Porti, Kopierkosten sowie ERV-Kosten handelt es sich nicht um Barauslagen im Sinne des § 64 Abs. 1 Z 1 lit. f ZPO, sondern um Auslagen, die mit der Führung einer Rechtsanwaltskanzlei verbunden sind. Diese sind im Falle der Gewährung der Verfahrenshilfe mit dem (fiktiven) Honoraranspruch für die jeweils erbrachte Leistung abgegolten (vgl. grundsätzlich VwGH 30.1.2006, 2004/09/0136, sowie auch VwGH 5.11.2018, Ra 2018/01/0316-0318, mwN; vgl. zu den ERV-Kosten § 23a RATG und OGH 25.2.2015, 9 ObA 80/14a, mwN).Bei den vom Antragsteller geltend gemachten und nicht belegten Porti, Kopierkosten sowie ERV-Kosten handelt es sich nicht um Barauslagen im Sinne des Paragraph 64, Absatz eins, Ziffer eins, Litera f, ZPO, sondern um Auslagen, die mit der Führung einer Rechtsanwaltskanzlei verbunden sind. Diese sind im Falle der Gewährung der Verfahrenshilfe mit dem (fiktiven) Honoraranspruch für die jeweils erbrachte Leistung abgegolten vergleiche , grundsätzlich VwGH 30.1.2006, 2004/09/0136, sowie auch VwGH 5.11.2018, Ra 2018/01/0316-0318, mwN; vergleiche , zu den ERV-Kosten Paragraph 23 a, RATG und OGH 25.2.2015, 9 ObA 80/14a, mwN).

Die für die Verfassung der Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof verzeichneten ERV-Kosten sind vom Beschluss vom 30. März 2021, Ra 2021/01/0103-4, nicht erfasst.

Daher war spruchgemäß zu entscheiden.

Wien, am 13. Juni 2022

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2022:RA2021010103.L02

Im RIS seit

16.08.2022

Zuletzt aktualisiert am

16.08.2022
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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