TE Vwgh Beschluss 2022/7/14 Fr 2021/15/0003

JUSLINE Entscheidung

Veröffentlicht am 14.07.2022
beobachten
merken

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §38
BAO §271 Abs1
VwGG §38 Abs4
  1. BAO § 271 heute
  2. BAO § 271 gültig ab 01.09.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2019
  3. BAO § 271 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  4. BAO § 271 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. BAO § 271 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  6. BAO § 271 gültig von 13.01.1993 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1993
  7. BAO § 271 gültig von 01.01.1962 bis 12.01.1993
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Zorn sowie die Hofräte Mag. Novak und Dr. Sutter als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Löffler, LL.M., über den Fristsetzungsantrag der V Limited, vertreten durch die Lechner Wirtschaftsprüfung GmbH in 1090 Wien, Türkenstraße 23/1/12, gegen das Bundesfinanzgericht in einer Angelegenheit des Steuerrechts (Kapitalertragsteuer 2012 bis 2017), den Beschluss gefasst:

Spruch

Das Verfahren wird eingestellt.

Der Bund hat der Antragstellerin Aufwendungen in der Höhe von € 793,20 binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Begründung

1
Der Verwaltungsgerichtshof hat das Bundesfinanzgericht mit verfahrensleitender Anordnung vom 28. Juni 2021 aufgefordert, seiner Entscheidungspflicht binnen drei Monaten nachzukommen. Das Bundesfinanzgericht hat sodann den Beschluss vom 13. September 2021, Zl. RV/4100352/2020, mit dem die Entscheidung in der gegenständlichen Beschwerdesache gemäß § 271 Abs. 1 BAO bis zur Beendigung des beim Bundesfinanzgericht zur Zl. RV/4100351/2020 anhängigen Verfahrens ausgesetzt wurde, erlassen (an die Revisionswerberin zugestellt am 15. September 2021) und eine Abschrift dem Verwaltungsgerichtshof vorgelegt.Der Verwaltungsgerichtshof hat das Bundesfinanzgericht mit verfahrensleitender Anordnung vom 28. Juni 2021 aufgefordert, seiner Entscheidungspflicht binnen drei Monaten nachzukommen. Das Bundesfinanzgericht hat sodann den Beschluss vom 13. September 2021, Zl. RV/4100352/2020, mit dem die Entscheidung in der gegenständlichen Beschwerdesache gemäß Paragraph 271, Absatz eins, BAO bis zur Beendigung des beim Bundesfinanzgericht zur Zl. RV/4100351/2020 anhängigen Verfahrens ausgesetzt wurde, erlassen (an die Revisionswerberin zugestellt am 15. September 2021) und eine Abschrift dem Verwaltungsgerichtshof vorgelegt.
2
Durch Erlassung eines Aussetzungsbeschlusses gemäß § 271 Abs. 1 BAO erlischt - ebenso wie im Falle der Aussetzung einer Entscheidung nach § 38 AVG (vgl. dazu z.B. VwGH 25.5.2016, Fr 2015/11/0007) - die Entscheidungspflicht des Verwaltungsgerichts über die Beschwerde (vgl. VwGH 18.11.2019, Fr 2019/16/0006; Ritz/Koran, BAO7, § 271 Rz 22, mwN; Ellinger u.a., BAO § 271 Anm. 3; Fischerlehner/Brennensteiner, BAO3, § 271 Rz 9).Durch Erlassung eines Aussetzungsbeschlusses gemäß Paragraph 271, Absatz eins, BAO erlischt - ebenso wie im Falle der Aussetzung einer Entscheidung nach Paragraph 38, AVG vergleiche , dazu z.B. VwGH 25.5.2016, Fr 2015/11/0007) - die Entscheidungspflicht des Verwaltungsgerichts über die Beschwerde vergleiche , VwGH 18.11.2019, Fr 2019/16/0006; Ritz/Koran, BAO7, Paragraph 271, Rz 22, mwN; Ellinger u.a., BAO Paragraph 271, Anmerkung 3, ; Fischerlehner/Brennensteiner, BAO3, Paragraph 271, Rz 9).
3
Das Verfahren über den Fristsetzungsantrag war daher, weil die Erlassung des Aussetzungsbeschlusses die Entscheidungspflicht (vorerst) beendet hat, gemäß § 38 Abs. 4 VwGG einzustellen (vgl. Eder/Martschin/Schmid, Das Verfahrensrecht der Verwaltungsgerichte2, § 38 VwGG, E 54, 72).Das Verfahren über den Fristsetzungsantrag war daher, weil die Erlassung des Aussetzungsbeschlusses die Entscheidungspflicht (vorerst) beendet hat, gemäß Paragraph 38, Absatz 4, VwGG einzustellen vergleiche , Eder/Martschin/Schmid, Das Verfahrensrecht der Verwaltungsgerichte2, Paragraph 38, VwGG, E 54, 72).
4
Die Entscheidung über den Aufwandersatz gründet sich auf §§ 47 ff, insbesondere auf § 56 Abs. 1 VwGG in Verbindung mit VwGH-Aufwandersatzverordnung 2014 (vgl. VwGH 25.5.2016, Fr 2016/11/0007).Die Entscheidung über den Aufwandersatz gründet sich auf Paragraphen 47, ff, insbesondere auf Paragraph 56, Absatz eins, VwGG in Verbindung mit VwGH-Aufwandersatzverordnung 2014 vergleiche , VwGH 25.5.2016, Fr 2016/11/0007).

Wien, am 14. Juli 2022

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2022:FR2021150003.F00

Im RIS seit

08.08.2022

Zuletzt aktualisiert am

19.09.2022
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten