TE Vwgh Beschluss 2023/10/5 Ra 2023/02/0124

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Veröffentlicht am 05.10.2023
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

B-VG Art133 Abs6 Z1
VwGG §24 Abs2
VwGG §25a Abs5
VwGG §26 Abs1
VwGG §26 Abs1 Z1
VwGG §34 Abs1
ZustG §17 Abs3
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 24 heute
  2. VwGG § 24 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2021
  3. VwGG § 24 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 24 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 24 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. VwGG § 24 gültig von 01.01.2011 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  7. VwGG § 24 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  8. VwGG § 24 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  9. VwGG § 24 gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2001
  10. VwGG § 24 gültig von 01.07.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/1999
  11. VwGG § 24 gültig von 01.09.1997 bis 30.06.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  12. VwGG § 24 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 25a heute
  2. VwGG § 25a gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGG § 25a gültig von 01.01.2017 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 25a gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  1. VwGG § 26 heute
  2. VwGG § 26 gültig ab 06.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 26 gültig von 01.01.2017 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 26 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 26 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 26 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 26 heute
  2. VwGG § 26 gültig ab 06.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 26 gültig von 01.01.2017 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 26 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 26 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 26 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Mag. Dr. Köller als Richter sowie die Hofrätinnen Mag. Dr. Maurer-Kober und Mag. Schindler als Richterinnen, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag.a Schörner, über die Revision der S in W, gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Wien vom 21. Dezember 2022, VGW-031/040/17263/2021-6, betreffend Übertretung des KFG (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Landespolizeidirektion Wien Polizeikommissariat), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Begründung

1
Mit dem angefochtenen Beschluss vom 21. Dezember 2022 wies das Verwaltungsgericht Wien (Verwaltungsgericht) die Beschwerde der Revisionswerberin gegen das Straferkenntnis der Landespolizeidirektion Wien vom 21. Oktober 2021 nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung wegen der dort erfolgten Zurückziehung der Beschwerde zurück. In der Rechtsmittelbelehrung des Beschlusses wurde u.a. dargelegt, dass gegen den Beschluss Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof und/oder eine außerordentliche Revision beim Verwaltungsgerichtshof erhoben werden könne und diese beim Verwaltungsgericht Wien einzubringen sei. Dieser Beschluss wurde der Revisionswerberin dem im Akt erliegenden Zustellnachweis zufolge am 29. Dezember 2022 durch Hinterlegung zugestellt.
2
Dagegen erhob die Revisionswerberin mit dem mit „außerordentlicher Revisionsrekurs gemäß Zivilprozessordnung“ übertitelten und an den Obersten Gerichtshof adressierten Schriftsatz vom 27. März 2023 ein Rechtsmittel.
3
Der Oberste Gerichtshof, bei dem die Revisionswerberin ihr Rechtsmittel am 29. März 2023 postalisch eingebracht hatte, leitete die Eingabe (das Rechtsmittel) vom 27. März 2023 mit Schreiben vom 3. April 2023 zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht Wien weiter, wo es am 6. April 2023 einlangte.
4
Auf die daraufhin ergangene Aufforderung des Verwaltungsgerichtes vom 14. April 2023, vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage zum Zweck der Eingabe vom 27. März 2023, die an ein nicht zuständiges Gericht gerichtet und außerhalb der Frist eingelangt sei, Stellung zu nehmen, hielt die Revisionswerberin mit Schriftsatz vom 27. April 2023 an das Verwaltungsgericht fest, dass sie keine Beschwerde zurückgezogen habe, sondern bloß einen Streit zwischen dem Richter und ihrem Ehemann verhindern habe wollen und nicht erkennen könne, was an ihrer Eingabe an den Obersten Gerichtshof als außerordentlicher Revisionsrekurs, welcher „gemäß der Zivilprozessordnung zulässig und in Ordnung auf Grund der Schwere eines Verbrechens“ sei, unklar sein solle.
5
Das Verwaltungsgericht legte in der Folge mit Vorlagebericht vom 30. Juni 2023 die Revision samt den Akten gemäß § 30a Abs. 7 VwGG dem Verwaltungsgerichtshof vor. Das Verwaltungsgericht legte in der Folge mit Vorlagebericht vom 30. Juni 2023 die Revision samt den Akten gemäß Paragraph 30 a, Absatz 7, VwGG dem Verwaltungsgerichtshof vor.
6
Mit verfahrensleitender Anordnung vom 11. Juli 2023, von der Revisionswerberin persönlich übernommen am 27. Juli 2023, ersuchte der Verwaltungsgerichtshof die Revisionswerberin um Stellungnahme binnen 14 Tagen, ob mit ihrer Eingabe vom 27. März 2023 die Erhebung einer außerordentlichen Revision an den Verwaltungsgerichtshof beabsichtigt sei und bejahendenfalls, dazu, dass die Revision nach der Aktenlage jedenfalls verspätet eingebracht worden sei. Die Revisionswerberin erstattete keine Stellungnahme. Der Verwaltungsgerichtshof geht daher davon aus, dass die Eingabe vom 27. März 2023 als außerordentliche Revision zu werten ist.
7
Diese erweist sich aber nach der Aktenlage als verspätet.
8
Gemäß § 17 Abs. 3 dritter Satz Zustellgesetz (ZustG) gelten hinterlegte Dokumente mit dem ersten Tag der Abholfrist als zugestellt.Gemäß Paragraph 17, Absatz 3, dritter Satz Zustellgesetz (ZustG) gelten hinterlegte Dokumente mit dem ersten Tag der Abholfrist als zugestellt.
9
Gemäß § 25a Abs. 5 VwGG ist die Revision beim Verwaltungsgericht einzubringen. Gemäß § 26 Abs. 1 VwGG beträgt die Frist zur Erhebung einer Revision gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichts (Revisionsfrist) sechs Wochen und beginnt gemäß Z 1 leg. cit. in den Fällen des Art. 133 Abs. 6 Z 1 B-VG dann, wenn das Erkenntnis dem Revisionswerber zugestellt wurde, mit dem Tag der Zustellung. Gemäß Abs. 5 leg. cit. sind auf die Beschlüsse der Verwaltungsgerichte die für ihre Erkenntnisse geltenden Bestimmungen des § 26 VwGG sinngemäß anzuwenden.Gemäß Paragraph 25 a, Absatz 5, VwGG ist die Revision beim Verwaltungsgericht einzubringen. Gemäß Paragraph 26, Absatz eins, VwGG beträgt die Frist zur Erhebung einer Revision gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichts (Revisionsfrist) sechs Wochen und beginnt gemäß Ziffer eins, leg. cit. in den Fällen des Artikel 133, Absatz 6, Ziffer eins, B-VG dann, wenn das Erkenntnis dem Revisionswerber zugestellt wurde, mit dem Tag der Zustellung. Gemäß Absatz 5, leg. cit. sind auf die Beschlüsse der Verwaltungsgerichte die für ihre Erkenntnisse geltenden Bestimmungen des Paragraph 26, VwGG sinngemäß anzuwenden.
10
Laut Zustellnachweis wurde der angefochtene Beschluss vom 21. Dezember 2022 am 29. Dezember 2022 durch Hinterlegung zugestellt (Beginn der Abholfrist laut Zustellnachweis am 29. Dezember 2022). Davon ausgehend endete die Frist für die Erhebung einer Revision an den Verwaltungsgerichtshof am 9. Februar 2023. Die gegenständliche Revision wurde jedoch erst am 29. März 2023 zur Post gegeben und an den Obersten Gerichtshof adressiert. Dieser leitete das Schreiben an das Verwaltungsgericht Wien als zuständige Einbringungsstelle weiter, wo es am 6. April 2023 einlangte.
11
Die Revision wurde somit nach der Aktenlage jedenfalls verspätet eingebracht und war daher gemäß § 34 Abs. 1 VwGG zurückzuweisen. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich auch ein Verfahren zur Behebung der der - nicht gemäß § 24 Abs. 2 VwGG durch einen bevollmächtigten Rechtsanwalt abgefassten und eingebrachten - Revision anhaftenden Mängel (vgl. VwGH 22.12.2022, Ra 2022/10/0167, mwH).Die Revision wurde somit nach der Aktenlage jedenfalls verspätet eingebracht und war daher gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG zurückzuweisen. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich auch ein Verfahren zur Behebung der der - nicht gemäß Paragraph 24, Absatz 2, VwGG durch einen bevollmächtigten Rechtsanwalt abgefassten und eingebrachten - Revision anhaftenden Mängel vergleiche , VwGH 22.12.2022, Ra 2022/10/0167, mwH).

Wien, am 5. Oktober 2023

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2023020124.L00

Im RIS seit

07.11.2023

Zuletzt aktualisiert am

14.11.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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