TE Vwgh Erkenntnis 2024/2/8 Ra 2022/16/0058

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Veröffentlicht am 08.02.2024
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
90/02 Kraftfahrgesetz

Norm

KFG 1967 §82 Abs8
VwGG §42 Abs2 Z1
  1. KFG 1967 § 82 heute
  2. KFG 1967 § 82 gültig ab 24.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. KFG 1967 § 82 gültig von 16.12.2020 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2020
  4. KFG 1967 § 82 gültig von 01.07.2020 bis 15.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  5. KFG 1967 § 82 gültig von 27.07.2017 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2017
  6. KFG 1967 § 82 gültig von 24.04.2014 bis 26.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2014
  7. KFG 1967 § 82 gültig von 19.08.2009 bis 23.04.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2009
  8. KFG 1967 § 82 gültig von 14.08.2002 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2002
  9. KFG 1967 § 82 gültig von 25.05.2002 bis 13.08.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  10. KFG 1967 § 82 gültig von 01.01.1995 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 505/1994
  11. KFG 1967 § 82 gültig von 10.07.1993 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 456/1993
  12. KFG 1967 § 82 gültig von 01.10.1990 bis 09.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 458/1990
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Thoma und die Hofrätin Dr. Reinbacher sowie den Hofrat Dr. Bodis als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Kittinger, LL.M., über die Revision des Finanzamts Österreich, Dienststelle Braunau Ried Schärding in 4910 Ried im Innkreis, Friedrich Thurner Straße 7, gegen das Erkenntnis des Bundesfinanzgerichts vom 1. April 2022, Zl. RV/5101769/2017, betreffend u.a. Kraftfahrzeugsteuer 04/2014 bis 12/2015 (mitbeteiligte Partei: Dr. M N in S, vertreten durch Dr. Gerhard Holzinger und Dr. Monika Holzinger, Rechtsanwälte in 5280 Braunau/Inn, Stadtplatz 36), zu Recht erkannt:Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Thoma und die Hofrätin Dr. Reinbacher sowie den Hofrat Dr. Bodis als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Kittinger, LL.M., über die Revision des Finanzamts Österreich, Dienststelle Braunau Ried Schärding in 4910 Ried im Innkreis, Friedrich Thurner Straße 7, gegen das Erkenntnis des Bundesfinanzgerichts vom 1. April 2022, Zl. RV/5101769/2017, betreffend u.a. Kraftfahrzeugsteuer 04 aus 2014, bis 12 aus 2015, (mitbeteiligte Partei: Dr. M N in S, vertreten durch Dr. Gerhard Holzinger und Dr. Monika Holzinger, Rechtsanwälte in 5280 Braunau/Inn, Stadtplatz 36), zu Recht erkannt:

Spruch

Das angefochtene Erkenntnis wird, soweit es die Kraftfahrzeugsteuer betrifft, wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes aufgehoben.

Begründung

1
Mit Bescheiden vom 20. September 2016 setzte das Finanzamt Braunau Ried Schärding gegenüber dem Mitbeteiligten die Normverbrauchsabgabe für April 2014 sowie die Kraftfahrzeugsteuer für April bis Dezember 2014 sowie für Jänner bis Dezember 2015 für ein näher bezeichnetes Fahrzeug fest.
2
Der dagegen erhobenen Beschwerde gab das Bundesfinanzgericht, nach einer abweisenden Beschwerdevorentscheidung des Finanzamts und der Stellung eines Vorlageantrags durch den Mitbeteiligten, mit dem angefochtenen Erkenntnis, in dem eine Revision für nicht zulässig erklärt wurde, statt und hob die angefochtenen Bescheide ersatzlos auf.
3
Mit Erkenntnis vom 19. Dezember 2023, Ra 2022/15/0055, hob der Verwaltungsgerichtshof das angefochtene Erkenntnis des Bundesfinanzgerichts - soweit es die Normverbrauchsabgabe betraf - wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes auf.
4
Mit dem gegenständlichen Erkenntnis wird über dieselbe Amtsrevision - soweit sie die Kraftfahrzeugsteuer betrifft - vom hierfür nach der hg. Geschäftsverteilung zuständigen Senat abgesprochen:
5
Der Verwaltungsgerichtshof hat in einem nach § 12 Abs. 1 Z 2 VwGG gebildeten Senat erwogen:Der Verwaltungsgerichtshof hat in einem nach Paragraph 12, Absatz eins, Ziffer 2, VwGG gebildeten Senat erwogen:
6
Die Revision ist zulässig und begründet.
7
Wie der Verwaltungsgerichtshof im eingangs erwähnten Erkenntnis vom 19. Dezember 2023, Ra 2022/15/0055, mit näherer Begründung - auf welche gemäß § 43 Abs. 2 VwGG verwiesen wird - ausgesprochen hat, erweist sich das angefochtene Erkenntnis als rechtswidrig, weil das Bundesfinanzgericht die Widerlegung der Standortvermutung und damit den Gegenbeweis nach § 82 Abs. 8 KFG 1967 in Verkennung der Rechtslage als erbracht angesehen hat.Wie der Verwaltungsgerichtshof im eingangs erwähnten Erkenntnis vom 19. Dezember 2023, Ra 2022/15/0055, mit näherer Begründung - auf welche gemäß Paragraph 43, Absatz 2, VwGG verwiesen wird - ausgesprochen hat, erweist sich das angefochtene Erkenntnis als rechtswidrig, weil das Bundesfinanzgericht die Widerlegung der Standortvermutung und damit den Gegenbeweis nach Paragraph 82, Absatz 8, KFG 1967 in Verkennung der Rechtslage als erbracht angesehen hat.
8
Das angefochtene Erkenntnis war daher auch, soweit es die Kraftfahrzeugsteuer betrifft, wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes gemäß § 42 Abs. 2 Z 1 VwGG aufzuheben.Das angefochtene Erkenntnis war daher auch, soweit es die Kraftfahrzeugsteuer betrifft, wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes gemäß Paragraph 42, Absatz 2, Ziffer eins, VwGG aufzuheben.

Wien, am 8. Februar 2024

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RA2022160058.L00

Im RIS seit

05.03.2024

Zuletzt aktualisiert am

05.03.2024
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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