TE Vwgh Beschluss 2025/11/28 Fr 2025/04/0016

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Veröffentlicht am 28.11.2025
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG 1991 §6 Abs1
AVG §73 Abs1
VwGG §34 Abs1
VwGG §38 Abs4
VwGVG 2014 §17
VwGVG 2014 §34 Abs1
  1. AVG § 73 heute
  2. AVG § 73 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 73 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 73 gültig von 20.04.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  5. AVG § 73 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 73 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 73 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch die Vorsitzende Senatspräsidentin Dr. Pollak sowie die Hofrätin Mag. Hainz-Sator und den Hofrat Dr. Pürgy als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag. Kovacs, über den Vorlageantrag des Ing. D D, zum Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Oktober 2025, W227 2309745-1/13E, betreffend Zurückweisung eines Fristsetzungsantrages, den Beschluss gefasst:

Spruch

Der Fristsetzungsantrag wird zurückgewiesen.

Begründung

1
Mit Beschluss vom 27. Oktober 2025 wies das Bundesverwaltungsgericht gemäß § 30a Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 8 VwGG den gegenständlichen Fristsetzungsantrag als unzulässig zurück.Mit Beschluss vom 27. Oktober 2025 wies das Bundesverwaltungsgericht gemäß Paragraph 30 a, Absatz eins, in Verbindung mit Absatz 8, VwGG den gegenständlichen Fristsetzungsantrag als unzulässig zurück.

Dies begründete das Bundesverwaltungsgericht damit, dass es das Anbringen (eine Säumnisbeschwerde betreffend Anerkennung von Ausbildungsnachweisen und Berufsqualifikationen) gemäß § 6 AVG in Verbindung mit § 17 VwGVG zuständigkeitshalber an die Technische Universität Wien weitergeleitet habe und damit keine Säumnis vorliege.Dies begründete das Bundesverwaltungsgericht damit, dass es das Anbringen (eine Säumnisbeschwerde betreffend Anerkennung von Ausbildungsnachweisen und Berufsqualifikationen) gemäß Paragraph 6, AVG in Verbindung mit Paragraph 17, VwGVG zuständigkeitshalber an die Technische Universität Wien weitergeleitet habe und damit keine Säumnis vorliege.

2
Dagegen richtet sich der gegenständliche - vom Bundesverwaltungsgericht dem Verwaltungsgerichtshof am 19. November 2025 übermittelte - Vorlageantrag vom 12. November 2025, auf Grund dessen der Verwaltungsgerichtshof gemäß § 30b Abs. 1 VwGG zur Entscheidung über den Fristsetzungsantrag berufen ist (vgl. VwGH 19.9.2017, Fr 2017/01/0019).Dagegen richtet sich der gegenständliche - vom Bundesverwaltungsgericht dem Verwaltungsgerichtshof am 19. November 2025 übermittelte - Vorlageantrag vom 12. November 2025, auf Grund dessen der Verwaltungsgerichtshof gemäß Paragraph 30 b, Absatz eins, VwGG zur Entscheidung über den Fristsetzungsantrag berufen ist vergleiche , VwGH 19.9.2017, Fr 2017/01/0019).
3
Die Weiterleitung eines Anbringens bewirkt das Erlöschen der Entscheidungspflicht der abtretenden Behörde, hat sie doch durch diesen Verwaltungsakt - wenn auch nicht bindend - eine im Gesetz vorgesehene Verfügung über den Antrag getroffen, die ihrem Wesen nach notwendig die Annahme des Weiterbestehens ihrer Entscheidungspflicht ausschließt. Dies gilt sinngemäß für die Weiterleitung durch das Verwaltungsgericht (vgl. VwGH 24.7.2019, Fr 2019/01/0016, mwN).Die Weiterleitung eines Anbringens bewirkt das Erlöschen der Entscheidungspflicht der abtretenden Behörde, hat sie doch durch diesen Verwaltungsakt - wenn auch nicht bindend - eine im Gesetz vorgesehene Verfügung über den Antrag getroffen, die ihrem Wesen nach notwendig die Annahme des Weiterbestehens ihrer Entscheidungspflicht ausschließt. Dies gilt sinngemäß für die Weiterleitung durch das Verwaltungsgericht vergleiche , VwGH 24.7.2019, Fr 2019/01/0016, mwN).
4
Ausgehend davon erweist sich der vorliegend gestellte Fristsetzungsantrag als unzulässig.

Er war gemäß § 34 Abs. 1 in Verbindung mit § 38 Abs. 4 erster Satz VwGG zurückzuweisen.Er war gemäß Paragraph 34, Absatz eins, in Verbindung mit Paragraph 38, Absatz 4, erster Satz VwGG zurückzuweisen.

Wien, am 28. November 2025

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:FR2025040016.F00

Im RIS seit

23.12.2025

Zuletzt aktualisiert am

12.01.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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