RS OGH 1983/3/22 10Os10/83, 12Os121/82, 17Os20/13i

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.03.1983
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Norm

StGB §304
StGB §307

Rechtssatz

Der Tatbestand des § 307 StGB ist schon mit dem Anbieten, Versprechen oder Gewährung eines Vermögensverteils vollendet; dass der Bestochene dann auch tatsächlich pflichtwidrig handelt, ist nicht erforderlich.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 10/83
    Entscheidungstext OGH 22.03.1983 10 Os 10/83
    Veröff: SSt 54/27
  • 12 Os 121/82
    Entscheidungstext OGH 17.05.1983 12 Os 121/82
    Veröff: EvBl 1984/18 S 49 = SSt 54/42 = JBl 1983,545
  • 17 Os 20/13i
    Entscheidungstext OGH 26.11.2013 17 Os 20/13i
    Vgl; Beisatz: Für die Vollendung des Tatbestands nach § 304 Abs 1 StGB spielt es keine Rolle, ob das Amtsgeschäft tatsächlich vorgenommen oder unterlassen wird. Vielmehr genügt es, dass der Täter den Vorteil für ein in der Zukunft liegendes Amtsgeschäft fordert, annimmt oder sich versprechen lässt. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0096193

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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