RS Vfgh 1985/11/29 G175/84

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Veröffentlicht am 29.11.1985
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Index

72 Wissenschaft, Hochschulen
72/14 Hochschülerschaft

Norm

B-VG Art26 Abs5
B-VG Art140 Abs1 / Präjudizialität
B-VG Art140 Abs1 / Prüfungsgegenstand
MRK 1. ZP Art3
MRK Art17
ABGB §879
HochschülerschaftsG 1973 §15
HochschülerschaftsG 1973 §15 Abs5
ParteienG 1975 §1 Abs3
StV Wien 1955 Art9
VerbotsG §3
VerbotsG §3g
VerbotsG §3a ff
VerbotsG §3a
VerbotsG §3d
VereinsG 1951 §6

Rechtssatz

Art140 Abs1 B-VG; "Nichtregelung" kann im Zusammenhang eine implizit getroffene normative Regelung darstellen - Präjudizialität des §15 Abs5 HochschülerschaftsG 1973

HochschülerschaftsG 1973; keine Verfassungswidrigkeit des §15 Abs5 infolge der unmittelbaren Anwendbarkeit des §3 VerbotsG durch alle staatlichen Organe im Rahmen ihres Wirkungsbereiches; der unmittelbaren Anwendbarkeit steht weder das rechtsstaatliche Prinzip der Bundesverfassung noch Art26 Abs5 B-VG entgegen; keine Verpflichtung des Gesetzgebers, das Verbot nationalsozialistischer Wiederbetätigung in Wahlgesetzen zu wiederholen oder besondere Vorschriften über die Vorgangsweise bei Verdacht einer Wiederbetätigung zu erlassen; Erfüllung der in Art9 Staatsvertrag von Wien enthaltenen Verpflichtungen durch §15 Abs5 HSchG 1973 angesichts der unmittelbaren Anwendbarkeit des §3 VerbotsG nicht in Frage gestellt

Entscheidungstexte

Schlagworte

VfGH / Präjudizialität, VfGH / Prüfungsgegenstand, Auslegung, Wahlen, Hochschülerschaft, Wahlrecht aktives, VfGH / Prüfungsumfang, VfGH / Verwerfungsumfang, Geltungsbereich eines Gesetzes, Anwendbarkeit Gesetz, Nationalsozialistengesetzgebung, Völkerrecht, Vereinsrecht, Verein Untersagung, Gesetz Erlassung, Rechtsstaatsprinzip, Wiederbetätigung nationalsozialistische

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1985:G175.1984

Dokumentnummer

JFR_10148871_84G00175_01
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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