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Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (ECHR) 
Pressemitteilung vom 02.04.2008 

Pressestelle des Europarates

02/04/08 Kofi Annan und Simone Veil erhalten den Nord-Süd-Preis des Europarates 2008

Kofi Annan und Simone Veil erhalten den Nord-Süd-Preis des Europarates 2008

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Lissabon, 02.04.2008 – Dem ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan und der ersten direkt gewählten Präsidentin des Europäischen Parlaments, Simone Veil, ist während einer Feier am 1. April in Lissabon der 13. Nord-Süd-Preis des Europarates verliehen worden.

Seit 1995 wurde der Nord-Süd Preis des Europarates jedes Jahr vom Nord-Süd-Zentrum des Europarates an zwei Nominierte verliehen, die sich durch großes und erkennbares Engagement, hervorragende Errungenschaften und deutliche Hoffnung auf die Zukunft des Schutzes der Menschenrechte ausgezeichnet haben.

„Der Preis, den Simone Veil und Kofi Annan heute erhalten haben, würdigt ihren Beitrag zum Dialog zwischen Menschen verschiedener Länder und Teile dieser Welt. Dabei handelt es sich um einen Dialog, der auf der Achtung der Menschenrechte und dem Einsatz für Demokratie, gute Regierungsführung und Rechtstaatlichkeit basiert“, so der Generalsekretär Terry Davis während seiner Rede vor den diesjährigen Gewinnern des Preises.

„Ihr ganzes Leben haben sie an einer Welt gearbeitet, in der Nord und Süd geografische Bezeichnungen bleiben und nicht über das Schicksal der Menschen bestimmen“, fügte der Generalsekretär hinzu.

Claude Frey, Präsident des Exekutivrates des Nord-Süd-Zentrums, richtete seine herzlichsten Glückwünsche an die diesjährigen Nominierten und betonte, dass die Namen von Kofi Annan und Simone Veil Synonyme für den Kampf um die Menschenrechte sind und dass ihre Leben zu einem Symbol von Mut und Hoffnung im Kampf um die Menschenrechte geworden sind.

In seiner Rede sagte der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Lluis Maria de Puig: “Dieser Moment würdigt Ihre Bemühungen und wir möchten erneut betonen, dass wir Menschen wie Sie brauchen, um eine gerechtere und menschlichere Gesellschaften aufzubauen. Ihre Arbeit ist eine Quelle der Inspiration, die uns die Stärke verleiht, an eine bessere Zukunft für die Menschheit zu glauben.”

Simone Veil sagte in ihrer Dankesrede, es habe viele Herausforderungen gegeben, denen sie sich stellen mussten und der Preis sei eine weitere Inspiration und Motivation für ihre Arbeit in der Bewältigung von Problemen, vor denen diese Welt steht.

“Dieser Preis zeigt, dass wir heute in einer gemeinsamen Welt leben, in der wir voneinander abhängig sind. Der Nord-Süd-Preis stellt Werte wie Solidarität, Aussöhnung und gegenseitige Achtung über Zurückweisung und Misstrauen. Deshalb begrüße ich Ihre Bemühungen, durch die Sie die Verbindungen zwischen Norden und Süden zu stärken versuchen, denn wir sitzen alle im selben Boot”, sagte Kofi Annan in seiner Dankesrede.

Wie andere Redner zuvor gratulierte auch der portugiesische Präsident Anibal Cavaco Silva den diesjährigen Preisträgern: "Durch ihre unermüdliche Arbeit haben die diesjährigen Preisträger auf außergewöhnliche Art und Weise zur Förderungen unserer gemeinsamen Grundsätze, Demokratie, Menschenrechte und Rechsstaatlichkeit, beigetragen. Indem sie die höchsten ethischen Werte verteidigt haben, verkörpern Kofi Annan und Simone Veil das Wesen des Nord-Süd-Preises des Europarates."

150 Vertreter aus dem Kreis der Diplomaten, Abgeordnete des portugiesischen Parlaments und Vertreter der Europarats-Institutionen und internationaler Organisationen nahmen an der Verleihungszeremonie, die dieses Jahr zum 13. Mal stattfindet, teil.

Informationen über die diesjährigen Gewinner des Nord-Süd-Preises

Kofi Annan aus Ghana, der siebte Generalsekretär der Vereinten Nationen war stets ein Verfechter der Menschenrechte, der Rechtsstaatlichkeit und der universellen Werte wie Gleichberechtigung, Toleranz und Menschenwürde sowie der Millenium Entwicklungsziele und Afrikas. Er versuchte die UN der globalen Öffentlichkeit näher zu bringen, indem er die Beziehungen zur Zivilgesellschaft, dem Privatsektor und anderen Partnern stärkte. Eine der wichtigsten Prioritäten Kofi Annans in seiner Tätigkeit als Generalsekretär war ein umfassendes Reformprogramm zur Revitalisierung der Vereinten Nationen und zur Stärkung der Effektivität des internationalen Systems. Kofi Annan und der UN wurde 2001 gemeinsam der Friedensnobelpreis verliehen.
Simone Veil aus Frankreich gehört zu den führenden europäischen Politikern und Menschenrechtsaktiviten und hat nationalsozialistische Konzentrationslager überlebt. Während ihrer Tätigkeit als Juristin und Politikerin versuchte sie alle Formen der Diskriminierung zu bekämpfen. Sie war französische Gesundheitsministerin (1974-79) und verhalf zur Verabschiedung des Gesetzes zur Legalisierung der Abtreibung und zum Verhütungsgesetz im Jahr 1974. Veil wurde 1979, 1984, und 1989 zur Präsidentin des Europäischen Parlaments gewählt und war die erste direkt gewählte Präsidentin der EU. Sie war Mitglied des Verfassungsrats von Frankreich und ist Gründerin der Stiftung zur Erinnerung an die Shoa (“Fondation pour la mémoire da la Shoah”). Bis 2007 war Simone Veil Vorsitzende dieser Stiftung.
Alle Gewinner des Nord-Süd-Preises seit 1995
Weitere Informationen erhalten sie auf www.coe.int/T/E/North-South_Centre
Kontakte :
Fifi Benaboud
, Nord-Süd-Zentrum; Tel.: +351 21 358 40 31/49 ; E-Mail: Fifi.Benaboud@coe.int
Ulvi Akhundlu
, Press Officer des Europarates, Tel.: +33 (0)3 88 41 26 38 ; Mobil:+33(0)6 61 14 83 16; E-Mail:Ulvi.Akhundlu@coe.int

Quelle: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (ECHR), www.echr.coe.int   zum Seitenanfang
 
 
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